Gefährliche Frühgeburt: Moderne Screening-Methode erkennt rechtzeitig Infektionen

Berlin/Dortmund, 14. Juni 2010 - Die Zahl der Frühgeburten ist in den vergangenen Jahren gestiegen. Jedes 14. der jährlich knapp 700.000 in Deutschland geborenen Babys wird nach weniger als 37 Schwangerschaftswochen geboren, etwa 8.000 Frühchen erblicken sogar nach weniger als 30 Wochen das Licht der Welt. BIG direkt gesund bietet deshalb als erste Krankenkasse ein Screening-Set an, dass die Gefahr einer Frühgeburt wirkungsvoll senken kann.

Die Hauptursache für eine Frühgeburt sind meist unauffällige vaginale Infekte, die bei ungefähr 20 Prozent aller Schwangeren nachweisbar sind. Keime im Geburtskanal können Wehen oder einen vorzeitigen Blasensprung auslösen. Um zu überprüfen, ob das Scheidenklima ausreichend sauer und damit keimfrei ist, sollten Frauen es während der Schwangerschaft untersuchen lassen. Durch einen einfachen vaginalen Sekretabstrich zwischen der 16. und 24. Schwangerschafts-woche kann die Gefahr einer Frühgeburt deutlich reduziert werden.

 

Screening-Set von der Krankenkasse

Bisherige Programme zur Vermeidung von Frühgeburten enthalten Test-handschuhe, mit denen die Frauen selbst ihren PH-Wert bestimmen können. „In vielen Fällen führt dies zu falschen Befunden – und dadurch zu einer unnötigen Verunsicherung der Versicherten“, bemängelt Neumann die Selbsttests. Auch fehle es an wissenschaftlichen Belegen für die Wirk-samkeit dieser Methode.

Die Direktkrankenversicherung bietet deshalb allen bei ihr versicherten Schwangeren ein Screening-Set an. Es enthält ausführliche Informationen und alle Unterlagen, die der Frauenarzt oder die Frauenärztin bekommen muss, um den Abstrich an das von der BIG beauftragte Labor zur mikroskopischen Untersuchung zu senden. Sollte das Labor schädliche Infektionen feststellen, kann dagegen rechtzeitig vorgegangen werden. Das Risiko einer Frühgeburt lässt sich auf diese Weise wirkungsvoll reduzieren.

Gefahr um die Hälfte gesenkt

„Eine Frühgeburt bedeutet ein hohes Risiko für Mutter und Kind und auch eine zusätzlich Belastung für die ganze Familie. Extreme Frühchen leiden häufig ihr Leben lang unter Beeinträchtigen und Entwicklungsdefiziten“, weiß Neumann. „Eine vorzeitige Entbindung kostet die BIG zudem im Schnitt fünf Mal soviel wie eine „Normalgeburt“. Unser Angebot an die werdenden Mütter macht sich somit auch für uns bezahlt“. Entwickelt wurde das Screening von einer Forschungs-gruppe um Prof. Dr. Herbert Kiss aus Wien. Er konnte zeigen, dass mit einem ein-fachen Abstrich und der entsprechenden Behandlung die Frühgeburtenrate in den beobachteten Gruppen um bis zu 50% gesenkt werden konnte.


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