Kein Verständnis für Zusatzbeiträge
Mehrheit der gesetzlich Krankenversicherten hat kein Verständnis für Zusatzbeiträge. Jeder Dritte schließt einen Kassenwechsel nicht aus. Das ergab eine im Auftrag der BIG durchgeführte repräsentative forsa-Umfrage unter gesetzlich Krankenversicherten.
forsa-Umfrage zeigt: Wechselbereitschaft ist hoch
Versicherte zeigen wenig Verständnis für die angespannte Finanzlage einiger Kassen. Nur 23 Prozent können die Erhebung von Zusatzbeiträgen nachvollziehen, während drei Viertel kein Verständnis dafür aufbringen. Insgesamt schließen 38 Prozent einen Wechsel ihrer Kasse nicht aus.
Einsparpotenzial Verwaltung
Die Hälfte der Versicherten ist davon überzeugt, dass die gesetzlichen Krankenversicherungen nicht effizient wirtschaften. 51 Prozent glauben, dass nicht verantwortungsvoll mit den Beiträgen der Mitglieder umgehen. Das größte Einsparpotenzial sehen die Befragten in der Verwaltung. 69 Prozent sprachen sich dafür aus, an dieser Stelle Kosten zu reduzieren.
Ärger verständlich
Für den Vorstandsvorsitzenden der BIG, Frank Neumann, ist der Unmut nachvollziehbar: „Ich kann sehr gut verstehen, dass sich die Versicherten über die zusätzliche Belastung ärgern und viele einen effizienten Umgang der Kassen mit den Mitgliedsbeiträgen anzweifeln." Neben der Politik seien auch die Kassen in der Pflicht. „Die Krankenkassen müssen bereit sein, ihre internen Strukturen auf den Prüfstand zu stellen."
Kein Zusatzbeitrag bei der BIG
Dort seien weitreichende Einsparmöglichkeiten vorhanden, ohne dass der Service für die Versicherten darunter leiden müsse. „Wir zeigen seit Jahren, dass dies funktioniert. Die BIG verzichtet deshalb 2010 auf Zusatzbeiträge und baut ihr Leistungsangebot sogar weiter aus", so Neumann.


