Corona-Kurzarbeitsregelungen erneut verlängert

Die gelockerten Voraussetzungen beim Bezug von Kurzarbeitergeld und die höheren Leistungssätze bei längerer Kurzarbeit werden bis Ende Juni 2022 verlängert. Außerdem wird die maximale Bezugsdauer für Kurzarbeitergeld verlängert, sodass Betriebe bis zu 28 Monate in Kurzarbeit gehen können.

Die Bundesregierung hat sich auf eine Verlängerung der Sonderregelungen zum Kurzarbeitergeld bis zum 30. Juni 2022 verständigt. Bisher waren diese bis zum 31. März 2022 befristet. Das heißt konkret: Die Anzahl der Mitarbeiter, die im Betrieb vom Arbeitsausfall betroffen sein müssen, bleibt von mindestens einem Drittel auf mindestens zehn Prozent abgesenkt. Auf das Erfordernis, vor dem Bezug von Kurzarbeitergeld negative Arbeitszeitsalden bilden zu müssen, wird weiterhin verzichtet.

Außerdem bleiben die höheren Leistungssätze beim Kurzarbeitergeld ab dem vierten beziehungsweise siebten Monat der Kurzarbeit bis Ende Juni 2022 bestehen sowie die Regelung, wonach das in einem Minijob erzielte Entgelt nicht auf das Kurzarbeitergeld angerechnet wird.

Darüber hinaus hat sich die Bundesregierung auf eine Verlängerung der maximalen Bezugsdauer von Kurzarbeitergeld geeinigt. Befristet bis zum 30. Juni 2022 soll eine Maximaldauer von 28 Monaten (statt bisher 24 Monaten) gelten. Damit soll erreicht werden, dass Betriebe, die seit Beginn der Corona-Pandemie im März 2020 in Kurzarbeit sind, über den Februar 2022 hinaus die Möglichkeit haben, für weitere vier Monate Kurzarbeitergeld zu beziehen.

Dagegen fällt die Corona-Sonderregelung zur hälftigen Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge ab dem zweiten Quartal 2022 weg. Grundsätzlich müssen Arbeitgeber die Sozialversicherungsbeiträge während der Kurzarbeit nach dem 31. März 2022 also wieder komplett selbst tragen. Allerdings gibt es trotzdem noch die Option einer 50-prozentigen Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge, wenn den Beschäftigten während der Kurzarbeit eine Weiterbildung ermöglicht wird.