Weiterhin Kinderkrankengeld bei coronabedingter Schließung der Betreuungseinrichtung

Aufgrund der Corona-Pandemie hat der Gesetzgeber den Zugang zum Kinderkrankengeld bereits im letzten Jahr erweitert. Die ursprüngliche Befristung dieser Regelung bis 19. März 2022 wurde bis zum 23. September 2022 verlängert.

Ein Anspruch auf Kinderkrankengeld bestand nicht nur bei einer Erkrankung eines Kindes, sondern auch dann, wenn die Betreuung des Kindes erforderlich ist, weil die Kinderbetreuungseinrichtung oder Schule geschlossen ist oder ein Kind die Einrichtung wegen einer coronabedingten Isolierung oder Quarantäne nicht betreten darf.

Am 18. März 2022 hat der Deutsche Bundestag das „Gesetz zur Verlängerung des Sozialdienstleister-Einsatzgesetzes und weiterer Regelungen“ beschlossen. Damit besteht bis zum 23. September 2022 ein Anspruch auf Kinderkrankengeld somit nicht nur krankheitsbedingt, sondern auch aufgrund einer coronabedingten Schließung der Betreuungseinrichtung.

Für das Jahr 2022 ist in der betrieblichen Praxis zudem zu berücksichtigen, dass – wie bereits im Jahr 2021 – ein erhöhter Anspruch auf Kinderkrankengeld besteht. Je Elternteil und je Kind kann längstens für 30 Tage Kinderkrankengeld bezogen werden (Alleinerziehende: 60 Tage). Insgesamt ist der Anspruch bei mehreren Kindern auf 65 Arbeitstage (Alleinerziehende: 130 Tage) begrenzt.

Stand: April 2022