Zahlungszeitraum für steuerfreie Corona-Prämie verlängert

Die in der Zeit vom 1. März bis zum 30. Juni 2021 auf Grund der Corona-Krise an Arbeitnehmer gezahlten Beihilfen und Unterstützungen sind bis zur Höhe von 1.500 Euro steuerfrei, sofern sie zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn gezahlt werden. Jetzt die Verlängerung dieser Frist bis zum 31. März 2022 beschlossen.

Nach der Gesetzesbegründung zeichne sich mittlerweile immer klarer ab, dass u.a. die Entscheidungs- und Auszahlungsprozesse bei den Arbeitgebern langwieriger sind als zunächst angenommen. Das setzt viele Arbeitgeber unter Zeitdruck.

Da die Steuerbefreiung in § 3 Nr. 11a EStG aktuell bis zum 30. Juni 2021 befristet ist und es insoweit auf die Zahlung an die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ankommt, wäre eine erst später ausgezahlte „Corona-Beihilfe bzw. -Prämie“ nicht mehr steuerbegünstigt. Die vorgenannten Probleme können in allen Branchen auftreten. Außerdem spielt dieses Entlohnungsinstrument zwischenzeitlich auch als nicht unwesentlicher Baustein in verschiedenen Tarifvertragsverhandlungen eine Rolle.

Die Verlängerung der Zahlungsfrist für steuerfreie „Corona-Beihilfen“ bis zum 31. März 2022 verschafft den Arbeitgebern insgesamt Zeit für eine steuerbegünstigte Abwicklung. Der Steuerfreibetrag von max. 1 500 Euro bleibt unverändert. Die Fristverlängerung führt also nicht dazu, dass die 1.500 Euro mehrfach steuerfrei - womöglich zusätzlich zu einem nach § 3 Nr. 11a EStG steuerfrei gewährten Betrag von 1.500 Euro im Jahr 2020 - ausgezahlt werden könnte. Lediglich der Zeitraum für die Gewährung des Betrages wird gestreckt (ggf. auch in mehreren Teilraten bis zu insgesamt 1.500 Euro).

Der Bundesrat hat der gesetzlichen Änderung am 28. Mai 2021 zugestimmt.