Tasse Tee auf einem Tisch

Alternative Ernährung - Teezeit - Täglich ein Schluck Wohlbefinden

Japanische und chinesische Teezeremonien passen gut zum Trend „Achtsamkeit“. Hierbei wird durch eine besonders sorgfältige, rituelle Zubereitung eine wahre Geschmacksexplosion erzeugt. Und Tee schmeckt nicht nur, sondern belebt auch Ihren Geist und Körper.

Eines dieser Rituale ist das japanische Chanoyu, was so viel bedeutet, wie „Wasser für den Tee“. Es soll den Teilnehmer auf den Teeweg, den Chado, führen und dem Teetrinker innere Harmonie und Selbsterkenntnis bringen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihr eigenes Teeritual machen können und welche Wirkung die verschiedenen Teesorten auf Ihr körperliches und seelisches Wohlbefinden haben können.

Grüntee

Grüntee ist wohl eine der beeindruckendsten Teesorten. Er kann sich positiv auf zahlreiche Erkrankungen wie Multiple Sklerose, Darm- und Prostatakrebs, Alzheimer, Diabetes  oder zu hohen Blutzucker auswirken  und besitzt zudem entzündungshemmende Eigenschaften.

Aufgrund seines Koffeingehalts stellt Grüntee eine tolle Alternative für  Kaffeeliebhaber dar. Die zahlreichen Geschmacksrichtungen bieten viel Abwechslung, bei nahezu keinen Kalorien.

Für die Zubereitung von Grüntee empfiehlt sich etwa 1 Teelöffel an Teeblättern, die man in eine Tasse mit heißem, aber nicht kochendesm Wasser gibt. Zu viele Teeblätter oder zu heißes Wasser verleihen dem Tee schnell ein bitteres Aroma. Damit sich der Geschmack des Grüntees richtig entfalten kann, gibt man ihn am besten ohne Teebeutel ins Wasser und gießt den fertigen Tee nach der Ziehzeit dann durch ein Sieb.

Schwarzer Tee

Schwarzer Tee gehört zu den weltweit wohl beliebtesten Teesorten. Er bietet ebenfalls eine Alternative zu Kaffee und ist in verschiedenen Sorten, wie z.B. Assam, Darjeeling oder Ceylon erhältlich. Durch den hohen Koffeingehalt fördert Schwarzer Tee die Konzentration, außerdem beruhigt er Magen und Darm und kann sogar den Zahnschmelz stärken. Schwarzer Tee beugt Harnwegs- und Gefäßerkrankungen vor und lindert Hauterkrankungen wie Neurodermitis oder Ekzeme.

Bei der Zubereitung von Schwarzem Tee wird ein Teelöffel der Blätter in heißes Wasser gegeben. Auch hier gilt die Regel von etwa einem Teelöffel für eine Tasse Tee. Der Tee sollte nicht länger als 5 Minuten ziehen, da er sonst einen bitteren Geschmack entwickelt.

Weißer Tee

Weißer Tee ist eine der wertvollsten Teesorten. Er wird aus den Knospen der Teepflanze Camellia, aus der auch Grün- und Schwarztee hergestellt werden, gewonnen.

Weißen Tee werden heilende und gesundheitsfördernde Kräfte zugesprochen. Er enthält nur sehr wenig  Koffein, dafür aber eine Vielzahl anderer Wirkstoffe, die in dieser Konzentration in anderen Teesorten nicht zu finden sind. Die im Weißen Tee enthaltenen Antioxidantien schützen den Körper vor freien Radikalen (schädliche Sauerstoffverbindungen) und stärken das Immunsystem. Weißer Tee enthält Vitamine und Mineralien, die unser Nervensystem beeinflussen. Besonders das enthaltene Vitamin B1 beugt Kopfschmerzen, Depressionen und Infektionen vor. Zudem wird Weißem Tee eine verjüngende Wirkung zugeschrieben.

Weißer Tee sollte zwei bis fünf Minuten in heißem, nicht kochendem Wasser ziehen, auch hier gilt die Regel, von etwa einem Teelöffel der Teeblätter für eine Tasse Tee. Anders als Schwarzer Tee und Grüntee kann weißer Tee nicht bitter werden, so können Sie mehrere Aufgüsse mit den Teeblättern machen.

Früchtetee

Anders als die zuvor beschriebenen Teesorten wird Früchtetee nicht aus Teeblättern gewonnen, weshalb er weder Koffein  noch Teein enthält. Strenggenommen handelt es sich hier also nicht um einen Tee, sondern um einen Aufguss.  Er kann sowohl heiß als auch kalt getrunken werden und erfreut sich besonders bei Kindern großer Beliebtheit. Es gibt unzählige Variationen von Früchtemischungen, die bei der richtigen Zubereitung viele wertvolle Vitamine liefern.  Damit sich ein Früchtetee positiv auf die Gesundheit auswirken kann, sollte darauf geachtet werden, dass die getrockneten Früchte aus ökologischem Anbau stammen. Industrielle Verarbeitung kann dazu führen, dass Früchtetee seine positiven Eigenschaften verliert.

Um einen Früchtetee zuzubereiten muss man wissen, dass er länger ziehen muss als andere Teesorten, da die getrockneten Früchte ihre Aromen nicht so schnell freisetzen können. Man sollte dem Tee mindestens fünf Minuten Ziehzeit geben. Diese Zeit variiert je nach Bestandteilen des Tees. Für einen Früchtetee bietet sich, im Gegensatz zu traditionellen Tees, kochendes Wasser an, da die Früchte so schneller ihre Aromen und gesunden Bestandteile verbreiten können.

Kräutertee

So wie Früchtetee wird auch Kräutertee nicht aus Teeblättern gewonnen. Kräutertees erfreuen sich einer langen Tradition als Heilmittel. Sie besitzen keine Kalorien, dafür aber jede Menge Vitamine, Mineralien und ätherische Öle mit gesundheitsfördernden Eigenschaften. Die Wirkung des Tees hängt von den verwendeten Kräutern ab:

  • Kamillentee: Die ätherischen Öle des Kamillentees lindern Entzündungen und mindern Blähungen.
  • Pfefferminztee: ist besonders wirksam bei Krämpfen und Übelkeit. Er beruhigt, besitzt entzündungshemmende Eigenschaften und kann sogar bei Zahnschmerzen helfen.
  • Brennnesseltee: wirkt entwässernd und harntreibend, weshalb man bei Nierenerkrankungen unbedingt die Finger davon lassen sollte!
  • Melissentee: Eine Tasse Melissentee bringt Ihnen Ruhe und Entspannung.
  • Salbeitee: Der hohe Kalziumanteil des Salbeitees ist gut für Herz und Muskeln.
  • Fencheltee: Die beruhigende Wirkung des Fencheltees kann bei Blähungen, Krämpfen, Übelkeit und inneren Entzündungen Abhilfe schaffen.

Es gibt zahlreiche Kräutertees, die natürliche Heilkräfte besitzen. Um den passenden Tee für Ihre jeweiligen Beschwerden zu finden, lassen Sie sich am besten individuell im Teegeschäft oder einer Apotheke beraten.