Mutter hält erschöpftes Baby auf dem Arm und gibt ihm einen Stirnkuss

Deshalb ist das RS-Virus gefährlich für euer Baby

Der Winter hat so seine Tücken. Klar, Schneegestöber und mit der ganzen Familie eingemummelt auf der Couch zu liegen sind schon toll. Auf Erkältungen und grippale Infekte können wir dagegen gut verzichten. Sofern ihr Eltern eines Neugeborenen oder Babys seid, ist Vorsicht geboten. Denn neben den meist harmlos verlaufenden Erkältungen gibt es auch risikoreiche Infekte. Befürchtet ihr, dass sich euer Baby mit dem RS-Virus infiziert haben könnte, solltet ihr unverzüglich euren Kinderarzt oder eine Notambulanz aufsuchen.

Ihr habt noch nie was vom Respiratorischen Synzytial-Virus - kurz RS-Virus - gehört? Das liegt wahrscheinlich daran, dass die Symptome einer Erkältung gleichen und nicht jede Infektion schwer verläuft. Bis zum 2. Lebensjahr haben 90 bis 100 Prozent der Kinder bereits eine RSV-Infektion gehabt. Seine Hochsaison hat das Virus zwischen November und März/April. Bei Erwachsenen und älteren Kindern verläuft die Erkrankung meist harmlos.

Erhöhtes Risiko bei Neugeborenen und Babys

RS-Viren zählen bei Babys unter 12 Monaten zu den häufigsten Auslösern einer Bronchiolitis und Lungenentzündung (Pneumonie). Da ihre Lungenreifung noch nicht abgeschlossen und ihr Immunsystem noch nicht vollständig entwickelt ist, können sie sich schneller anstecken und die Erkrankung verläuft meist schwerer als bei Erwachsenen und älteren Kindern. Bei Frühgeborenen und bei Personen, die unter einer (chronischen) Lungenfunktionsstörung, an einem Herzfehler oder unter einer Immunschwäche leiden, birgt die RSV-Infektion die größten gesundheitlichen Risiken. Häufig ist dann eine stationäre Behandlung unausweichlich. Das Virus wird durch Tröpfcheninfektion sowie indirekt über Gegenstände, Flächen oder Ähnliches übertragen. Die Inkubationszeit beträgt durchschnittlich fünf Tage. Meist klingt die Infektion nach einer Woche von alleine wieder ab.

Symptome des RS-Virus

Bei diesen Symptomen solltet ihr sicherheitshalber euren Kinderarzt oder eine Notambulanz aufsuchen

  • Husten
  • Schnupfen
  • Fieber
  • Appetitlosigkeit
  • erhöhte Reizbarkeit

Symptome eines schweren Verlaufs

  • Flüssigkeit wird verweigert
  • Schnellatmigkeit

RS- und Corona-Viren und weiteren Infekten vorbeugen

Speziell, wenn ihr bereits ältere Knirpse im Kindergarten- oder Grundschulalter habt, haben Viren und Bakterien leichtes Spiel. Im Winter noch mehr als im Sommer. Das bedeutet auch für euch und euren jüngsten Nachwuchs ein erhöhtes Ansteckungsrisiko. In den kalten Monaten solltet ihr mit euren Babys große Menschenansammlungen meiden. Kommt euer älteres Kind gerade aus dem Kindergarten oder aus der Schule, sollte es zuerst die Hände waschen. Gleiches gilt auch für euch, wenn ihr von der Arbeit, aus anderen öffentlichen Räumen kommt oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahrt. Unterwegs helfen euch desinfizierende Tücher oder flüssiges Desinfektionsmittel. Ihr könnt auch versuchen, den Kontakt zwischen den Kindern innerhalb der risikoreichen Zeit ein wenig einzuschränken. Zudem sollten Oberflächen, Geschirr und Besteck besonders gut gereinigt werden.

Passive Immunisierung bei Risikogruppen

Bei Frühgeburten oder anderen Risikofaktoren, wie zum Beispiel bei einer Lungenerkrankung, einem Herzfehler, Immundefekten oder bei Trisomie 21, ist eine passive Immunisierung gegen RS-Viren möglich. Lasst euch dazu von eurem/eurer Kinderarzt/Kinderärztin beraten.

Weitere Informationen erhaltet ihr auf der Seite des Robert Koch-Instituts (RKI).

Schutzimpfungen

Impfungen schützen euch und eure Mitmenschen vor ansteckenden Krankheiten. Als Schutzimpfungen werden in der Regel alle Impfungen bezeichnet, die vom Bundesministerium für Gesundheit und der STIKO (Ständigen Impfkommission) empfohlen werden.

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