Vater weckt Kind

7 Morgenrituale für Kinder in Corona-Zeiten

Rituale geben Kindern Sicherheit und Geborgenheit und euch mehr Zeit, da eingespielte Tätigkeiten, die zudem auch noch Spaß machen, meist schneller gehen. Und da kommt auch schon wieder Corona mit ins Spiel. Da das familiäre Stresspotenzial derzeit noch größer ist als sonst und viele Kinder ihre gewöhnlichen Rituale vermissen, gilt es, neue Rituale zu finden oder die alten anzupassen, um eurem Nachwuchs die Zeit der massigen Einschränkungen zu erleichtern. Damit ihr derzeit trotz Kinderbetreuung zu Hause, Homeschooling und Homeoffice einen guten Start in den Tag habt, haben wir sieben Morgenrituale für Kinder für euch!

7 Morgenrituale für Kinder in Corona-Zeiten

  • 1. AufwachritualKinder leiden sehr unter der Corona-Krise. Rituale sind daher ein wichtiger Anker für euren Nachwuchs. Weckt euer Kind daher auch in Corona-Zeiten unter der Woche jeden Morgen um die gleiche Uhrzeit und nehmt euch fünf bis zehn Minuten Zeit, um auf seine Bedürfnisse einzugehen. Das kann eine lange Umarmung sein, ein kurzer gemeinsamer Schnack mit dem Lieblingskuscheltier oder eine Dehn- und Streck-Session (am offenen Fenster). Ihr wisst selbst am besten, was eurem Kind am Morgen guttut. Und falls nicht: einfach fragen. Natürlich ist es auch wichtig, dass ihr selbst am Morgen nicht zu miesepetrig seid.
  • 2. Highlight des TagesGerade wenn euer Nachwuchs morgens schwer aus den Federn kommt, kann ein kleines Tageshighlight der perfekte Aufsteh-Motivator sein. Das kann zum Beispiel das (gemeinsame) Kochen des Lieblingsgerichtes eures Kindes oder ein schöner Familienfilm am Abend sein. Erinnert euren Knirps einfach noch mal kurz daran, bevor ihr zum nächsten Morgenritual übergeht.
  • 3. WaschritualeJa, unter der Woche muss alles schnell gehen. Aber je mehr wir Erwachsenen stressen und Druck ausüben, desto gestresster und bockiger sind meist auch die lieben Kleinen. Gerade beim Duschen und Zähneputzen sind daher kleine spielerische Rituale mit einem Zahnputzlied, bei dem ihr während des Zähneputzens ein kleines Tänzchen absolviert, oder eine Verabredung unter der Dusche mit einem Tier-Waschlappen ein tolles Morgenritual, das bei euren Kindern für strahlende Augen sorgt und Geborgenheit durch gemeinsame Zeit schenkt.
  • 4. Gemeinsames FrühstückGemeinsame Mahlzeiten sind wichtig. Versucht daher auch das Frühstück unter der Woche gemeinsam einzunehmen und nehmt euch wenigstens 15 bis 20 Minuten dafür Zeit. Optimal wäre natürlich ein ausgewogenes Frühstück, aber wie wir Erwachsenen nun mal auch haben Kinder auch ihre Vorlieben. Die einen trinken nur einen warmen Kakao und bekommen erst später Hunger, während die anderen nur trockene Cornflakes herunterbekommen. Versucht einfach einen guten Mittelweg zu finden und deckt den Frühstückstisch abwechslungsreich. So haben eure Kids immer noch die Möglichkeit, doch mal ungezwungen was anderes zu probieren.

    Falls sie Butterbrote verachten, versucht es mal ein wenig spielerischer und versucht es mit diesen Rezepten für kreative Pausenbrote. Stecht zum Beispiel Wurst, Gurkenscheiben und Obststücke mit Keksausstechern aus, tischt ein Brot auf, das nicht unbedingt schon staubtrocken aus der Tüte kommt oder macht lustige Gesichter aus dem Belag. Natürlich ist das am Anfang ein wenig aufwendiger, aber je häufiger ihr es macht, umso schneller geht euch auch das von der Hand. Kinder lieben übrigens beim Frühstück auch Rituale wie: Jeder sitzt immer auf dem gleichen Platz, ein Lieblingsgeschirr oder Besteck oder Ähnliches. Zudem spüren eure Kinder auch durch das gemeinsame Frühstück: Wir sind eine Familie und meine Eltern nehmen sich trotz Alltagsstress Zeit für mich. Falls ihr am Morgen sogar frische Brötchen kaufen geht, könnt ihr auch den Gang zum Bäcker zu einem gemeinsamen Morgenritual machen und könnt gleichzeitig ordentlich Frischluft tanken.
  • 5. Corona-Kummer und SorgenZwar könnt ihr natürlich auch während des gemeinsamen Frühstücks darüber sprechen, was euren Kindern derzeit Sorgen bereitet, aber oft ist man ja am Morgen noch gar nicht so redefreudig, die Zeit fehlt oder man möchte die positive Stimmung nicht kaputtmachen, um genug Energie für die zu erledigenden Aufgaben zu haben. Für diese Fälle könnt ihr einen Kummerkasten basteln, in den alle Kinder beziehungsweise Familienmitglieder ihre derzeit größte(n) Sorge(n) auf einen Zettel schreiben können, der dann jeden Tag gegen Nachmittag oder vor dem gemeinsamen Abendessen geleert und besprochen wird. So muss niemand seinen Kummer für sich behalten, der Morgen steht trotzdem im Zeichen des Optimismus und eure Kids wissen: Am Nachmittag oder frühen Abend habt ihr auf jeden Fall Zeit für ihre Sorgen.
  • 6. Homeschooling-RitualWas in Corona-Zeiten natürlich ganz anders ist, ist der Start in den „Arbeitsalltag“. Hierfür ist ein komplett neues Morgenritual notwendig, das euren Kindern und damit auch euch Struktur gibt, um konzentriert und ohne große Diskussionen mit dem Homeschooling, Homeoffice und anderen To-dos beginnen zu können. Wichtig ist, dass ihr euch überlegt, an welchem Platz jeder von euch am besten arbeiten kann. Zumindest für die ersten Stunden. Diesen Platz könnt ihr bereits am Abend zuvor aufräumen und alle notwendigen Utensilien vorbereiten. Auch das könnt ihr natürlich zu einem Ritual machen. Ein weiteres Ritual könnte sein, dass ihr euch nach dem Frühstück immer euer liebstes Getränk und kleine (gesunde) Snacks an euren Arbeitsplatz stellt, bevor ihr mit euren Aufgaben beginnt.
  • 7. Auf in die KitaBringt ihr eure Jüngsten in die Kita-Notbetreuung, dann versucht eure alten Rituale beizubehalten oder bindet die älteren Kinder mit ein, sofern diese aufgrund von Homeschooling zu Hause bleiben. Beispielsweise kann dann euer älteres Kind dem Jüngsten helfen, sich Jacke und Schuhe anzuziehen oder ihr lasst das Lieblingsstofftier eures Kita-Kindes beim Anziehen zusehen. Ihr könnt euch auch eine ganz besondere Verabschiedung wie zum Beispiel einen Eskimokuss überlegen.