Lungenkrebs: Molekulare Diagnostik und personalisierte Therapie

    Lungenkrebs ist eine der häufigsten Krebsarten. Aber nicht bei jedem Patienten wirken Chemotherapie oder Strahlentherapie gleich gut. Welche Behandlung für welchen Patienten die richtige ist, lässt sich mit einem Gentest herausfinden. Ein solcher Test bietet die Grundlage für individuelle Therapieempfehlungen.

    Patienten mit Lungenkrebs, die bei der BIG versichert sind, können jetzt bei einer von 15 teilnehmenden Universitätskliniken bundesweit einen Gentest nutzen. So erhalten sie eine zielgerichtete, individuell zu ihnen passende Therapie. Normalerweise gehört der Gentest nicht zum Leistungsangebot der gesetzlichen Krankenkassen. Um ihren Versicherten hier bessere Leistungen zu bieten, hat die BIG einen Vertrag mit dem nationalen Netzwerk Genomische Medizin (nNGM) geschlossen.

    Genanalyse von Tumorgewebe

    Das Tumorgewebe des Patienten wird von einer der teilnehmenden Kliniken untersucht. Dort wird der Gentest durchgeführt. Die Kliniken nutzen modernste molekulare Tumordiagnostik. Mehrere Ärzte verschiedener Fachrichtungen schauen sich das Testergebnis an und leiten Empfehlungen für individuelle Therapien ab. Das können auch neuartige Therapien sein, die oft besser wirken und gleichzeitig besser vertragen werden. Die Behandlung selbst wird dann möglichst durch den Arzt in der Nähe angewandt.

    Spitzenmedizin nach dem neuesten Stand der Forschung – das sind die Vorteile für Patienten mit Lungenkrebs

    • qualitativ hochwertige und umfassende molekulare Diagnostik
    • qualifizierte Beratung zu möglichen Therapieoptionen in- oder außerhalb klinischer Studien durch die Netzwerkzentren
    • personalisierte Therapie in der Nähe des Wohnorts bei fortgeschrittenem und nicht kurativ behandelbarem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC)
    • Diagnostik und Therapieempfehlungen entsprechen dem aktuellen wissenschaftlichen Stand
    • Ergebnisse von Diagnostik und Therapie werden durch die Kliniken im nNGM dokumentiert und evaluiert, um die Verbesserung der Prognose der Patienten zu belegen
    • Doppeluntersuchungen werden vermieden
    • eine Zweitmeinung in einem der Netzwerkzentren ist kostenlos möglich

    Wie funktioniert die Teilnahme an der besonderen Gendiagnostik bei Lungenkrebs?

    Wenn bei Ihnen ein nichtkleinzelliges Lungenkarzinom diagnostiziert wurde, können Sie sich über ihre behandelnde Klinik oder Facharztpraxis Tumorproben entnehmen lassen, wenn diese zum Netzwerk oder den Netzwerkpartnern gehört.

    Einen Netzwerkpartner in Ihrer Nähe finden Sie online oder sprechen Sie Ihren behandelnden Arzt an:

    https://ngm-cancer.com/aerzte-in-ihrer-naehe/

    Ihre Probe wird dann in einer der Netzwerk-Kliniken durch Ärzte unterschiedlicher Fachrichtungen untersucht. Diese Experten beraten Sie anschließend über die besten Therapieoptionen.
     

    Alle nötigen Unterlagen für die Teilnahme bekommen Sie bei den Netzwerkpartnern, bei denen die Gewebeprobe entnommen wird.

    Unser Partner: das Netzwerk Genomische Medizin (NGM) Lungenkrebs

    Die Kliniken, die die Genprobe der Patienten untersuchen, gehören zum nationalen Netzwerk Genomische Medizin (nNGM) Lungenkrebs. Das Netzwerk bilden insgesamt 15 Universitäts-Kliniken bundesweit, 13 davon werden als onkologische Spitzenzentren durch die Deutsche Krebshilfe gefördert. Das bundesweite Netzwerk will schwer kranken Patienten Zugang zu modernster molekularer Diagnostik und neuesten Therapien ermöglichen.

    Teilnehmende Kliniken

    • Charité - Universitätsmedizin Berlin
    • Universitätsklinikum Bonn
    • Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden an der Technischen Universität Dresden, AÖR
    • Universitätsklinikum Düsseldorf
    • Universitätsklinikum Erlangen
    • Universitätsklinikum Essen
    • Universitätsklinikum Frankfurt am Main
    • Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
    • Universitätsklinikum Mainz
    • Netzwerkzentrum München: Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU), dem Klinikum der Universität München (KUM), dem Klinikum rechts der Isar (MRI) und der Technischen Universität München (TUM)
    • Julius-Maximilians-Universität Würzburg

    Zur Internetseite des Netzwerks: 

    https://www.nngm.de/

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