FAQ Physiotherapie Modellvorhaben | BIG direkt gesund

FAQ Physiotherapie Modellvorhaben

    Weitere Informationen zum Modellvorhaben finden Sie hier.

    Fragen zum Thema

    Wann startet das Modellvorhaben der BIG?

    Ab 01.06.2011 können Versicherte der BIG direkt gesund am Physiotherapie Modellvorhaben teilnehmen. Hierfür können Sie eine Modellpraxis in den Regionen Westfalen/Lippe und Berlin auswählen. Das Modellvorhaben endet spätestens im Jahr 2017.

    Mit welcher Diagnose kann ich mich bei einer Modellpraxis behandeln lassen?

    Für die Teilnahme am Modellvorhaben kommt es nicht auf die Diagnose, sondern auf den sogenannten Indikationsschlüssel an. Wenn dort WS1 oder WS2 oder EX1 oder EX2 oder EX3 vermerkt ist, dann gehören Sie zu den Versicherten, für die das Modellvorhaben ins Leben gerufen wurde. Die Indikationsschlüssel WS1 oder WS2 stehen dabei für Erkrankungen der Wirbelsäule und die Indikationsschlüssel EX1, EX2 oder EX3 stehen Verletzungen / Operationen und Erkrankungen der unteren Extremitäten und des Beckens.

    Kann ich auch mit einer anderen Indikation als Erkrankungen der Wirbelsäule oder der Extremitäten und des Beckens eine der Modellpraxen aufsuchen?

    Ja, Sie können natürlich auch mit anderen Erkrankungen für die eine vertragsärztliche Heilmittelverordnung über Maßnahmen der physikalischen Therapie ausgestellt wurde, eine der Modellpraxen aufsuchen. Eine Teilnahme am Modellvorhaben ist jedoch nur für Erkrankungen der Wirbelsäule oder Verletzungen/Operationen und Erkrankungen der Extremitäten und des Beckens möglich. Auf der Heilmittelverordnung sind diese mit dem Indikationsschlüssel WS1, WS2 oder EX1, EX2 oder EX3 versehen.

    Werde ich darüber informiert, in welcher Gruppe ich bin?

    Nein, das ist nicht vorgesehen. Da das Modellvorhaben so neutral wie möglich durchgeführt werden soll und wir sie mit der bisher üblichen Behandlungsform vergleichen möchten, ist es wichtig, dass keine ergebnisbeeinflussenden Informationen gegeben werden. Zu den ergebnisbeeinflussenden Informationen gehört auch das Wissen darüber, in welcher Gruppe man als Teilnehmer des Modellvorhabens ist. Ihnen entsteht kein Nachteil, da Sie die regulären physiotherapeutischen Leistungen in jedem Fall erhalten.

    Welche Vorteile hat eine Teilnahme am Modellvorhaben für mich?

    Sie erhalten einen speziellen Anfangs- und Endbefund und ein zusätzliches Feedback Ihres Studientherapeuten darüber, welche Veränderungen die physiotherapeutische Behandlung in Bezug auf Ihre Muskelfunktion und -kraft gebracht hat. Als Versicherter der BIG tragen Sie aktiv dazu bei, dass dieses Modellvorhaben evaluiert werden kann.

    Welche Kosten entstehen mir durch die Teilnahme am Modellvorhaben?

    Die gesetzlichen Regelungen zur Zuzahlung gelten auch bei der Teilnahme am Modellvorhaben. Das heißt, es entstehen Kosten von 10,00 Euro pro Verordnung, zuzüglich 10% der insgesamt entstehenden Kosten für erbrachte Heilmittel gemäß § 61 Abs 3 SGB V. Diese Kosten entstehen nicht, wenn Sie nach § 62 SGB V von der Zuzahlung befreit sind.

    Welche Daten werden erhoben?

    Das Modellvorhaben unterliegt den Datenschutzbestimmungen. Der Studientherapeut nimmt Daten wie z. B. Alter, Geschlecht auf, ob und wie lange Sie arbeitsunfähig sind. Überdies werden Daten über Ihren körperlichen Zustand erhoben, wie z. B. der Bewegungsumfang, die Bewegungseinschränkung der betroffenen Extremität, ob und falls ja, wie stark Ihre Schmerzen sind. Hierfür gibt es standardisierte Tests, die mit Ihnen durchgeführt werden, um einen Vorher- Nachher-Vergleich über Ihren körperlichen Zustand zu erhalten.

    Warum muss ich eine Einwilligung in das Modellvorhaben unterschreiben?

    Mit Ihrer schriftlichen Einwilligung erklären Sie sich bereit, freiwillig am Modellvorhaben teilzunehmen. Sie erklären sich auch bereit, dass die mit Ihnen erhobenen Daten zur wissenschaftlichen Auswertung verwendet werden dürfen. So eine Teilnahme kann jederzeit ohne Angaben von Gründen widerrufen werden. In diesem Fall wird dokumentiert, dass Sie nicht mehr teilnehmen möchten.

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