HPV-Impfung für Mädchen und Jungen

    HPV-Impfung: Kinder spielen auf Klettergerüst

    Gebärmutterhalskrebs ist eine Folge von verschiedenen Typen des humanen Papillomavirus ( HPV). Papillomaviren sind DNA-Viren, die auf der ganzen Welt verbreitet sind. Durch ungeschützte Sexualkontakte können einige HPV-Typen übertragen werden. Die BIG übernimmt die Kosten für die Impfung gegen HPV.

    Impfung gegen HPV: Kosten übernimmt die BIG

    Die BIG übernimmt die Kosten für die Impfung gegen Humane Papilloma Viren ( HPV) bei Frauen und Mädchen im Alter von 9 bis 25 Jahren und als Mehrleistung auch bei Jungen von 9 bis 14 Jahren. Eine Nachholimpfung für Jungen wird bis zum Alter von 17 Jahren empfohlen.

    Die Impfung umfasst zwei Fertigspritzen mit dem Impfstoff Gardasil 9 oder Cervarix in einem halben Jahr. Wird die Impfung ab einem Alter von 15 Jahren durchgeführt oder ist der Impfabstand größer als 6 Monate, umfasst die Impfung 3 Fertigspritzen.

    Die Impfung ist auch für Jungen sinnvoll!

    Laut Ständiger Impfkommission ( STIKO) können HP-Viren neben Gebärmutterhalskrebs auch andere Krebsarten auslösen wie z.B. Analkrebs, Peniskrebs oder Krebs im Mund-Rachen-Bereich. Daher erstattet die BIG als Mehrleistung auch die Kosten für die Impfung bei Jungen im Alter von 9 bis 14 Jahren, mit einer Nachholimpfung bis zum Alter von 17 Jahren.

    So funktioniert die Erstattung

    Bei Mädchen im Alter von 9 bis 14 Jahren und bei der Nachholimpfung von 15 bis 17 Jahren rechnet Ihr Arzt oder Ihre Ärztin die Impfungen direkt über die Versichertenkarte ab. Später bis zu einem Alter von 25 Jahren erhalten Sie von Ihrem Arzt eine Rechnung über die Impfung sowie den Impfstoff, die Sie uns einfach zur Erstattung einreichen. Wir übernehmen die Kosten für den Impfstoff und einmalig die Kosten für die ärztliche Beratung. Gerne können Sie uns auch jede Impfrechnung einzeln einreichen.

    Bei Jungen übernehmen Sie die Kosten für Ihren Sohn zunächst selbst und reichen uns für die Erstattung das Rezept und die Arztrechnung ein. 

    Nutzen Sie dazu einfach das Online-Formular im geschützten Service meineBIG.

    Wie werden die HPV-Viren übertragen?

    Durch ungeschützte Sexualkontakte können einige HPV-Typen übertragen werden. Allein der Hautkontakt kann bereits ausreichen. Aus dem Grund können Kondome zwar das Risiko reduzieren, aber eine Übertragung grundsätzlich nicht vermeiden. Viele HPV-Infektionen sind zunächst harmlos, da unser Immunsystem die Viren schnell bekämpfen kann. Die Typen HPV 16 und HPV 18 gelten jedoch als gefährlich, weil sie zu einer langjährig andauernden Infektion führen können. Diese kann Zellveränderungen an der Gebärmutterschleimhaut hervorrufen, was in seltenen Fällen - nach einigen Jahren - Gebärmutterhalskrebs entstehen lässt. Das Infektionsrisiko steigt, wenn Sexualpartner häufig gewechselt werden. Am meisten sind Frauen zwischen 40 und 49 Jahren betroffen. Die HP-Viren können aber auch bei Männern Krebs verursachen.

    Wie läuft die Impfung ab?

    Zum vollständigen Impfschutz müssen - abhängig vom Alter - zwei oder drei Spritzen nötig. Bestenfalls passiert das vor dem ersten Geschlechtsverkehr. Wissenschaftler empfehlen daher ein Alter von 9 bis 14 Jahren. Es wird ein Totimpfstoff gespritzt, welcher aus Teilen der Hülle bestimmter HPV-Typen besteht. Dieser enthält kein Erbgut des Erregers und kann somit auch keinen Krebs verursachen. Der Impfstoff regt dennoch die Bildung von Antikörpern gegen Papillomaviren an. Ob eine spätere Auffrischung notwendig ist, kann nach dem heutigen wissenschaftlichen Stand noch nicht beurteilt werden.

    Was kann die Impfung leisten?

    Die HPV-Typen 16 und 18 sind die am häufigsten für Gebärmutterhalskrebs verantwortlichen Typen. Vor diesen schützen die verfügbaren Impfstoffe zu fast 100 Prozent. Das gilt allerdings nur für Frauen, die sich bisher nicht mit HPV infiziert haben. Bei einer bereits existierenden Infektion wirkt die Impfung deutlich schlechter. Da es noch weitere HPV-Typen gibt, sollten Mädchen und Frauen trotzdem regelmäßige Früherkennungsuntersuchungen beim Arzt wahrnehmen.

    Welche Risiken gibt es?

    Schwerwiegende Reaktionen nach einer Impfung sind bisher nicht beobachtet worden. Es kann allerdings an der Einstichstelle zu lokalen Reaktionen kommen. Dazu gehören Rötungen, Schwellungen, Juckreiz oder Schmerzhaftigkeit. Selten tritt auch Fieber auf. Zudem können Kopf-und Gliederschmerzen sowie Magen-Darm-Beschwerden vorkommen. Sehr selten kann es zu einem Nesselausschlag kommen.

    Medizinische Informationen zu HPV:
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