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Kampfsport – Technik, Training, Traditionen

    Die asiatischen Kampfkünste fördern – richtig gelehrt – Körpergefühl, Fitness, Disziplin sowie die geistige und soziale Entwicklung. Hier finden Sie die populärsten im Überblick.

    Karate

    Diese japanische Kampfkunst der “leeren Hand” setzt vor allem auf Schlag-, Tritt- und Blocktechniken. Neben der Selbstverteidigung steht für die “Karateka“ traditionell die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit durch Selbstbeherrschung und Konzentration im Mittelpunkt. Neben der Formenlehre, den Kata, messen sie sich je nach Stil auch im Kumite-Freikampf. Innerhalb des Karate gibt es verschiedene Richtungen, die jeweils bestimmte Aspekte und Techniken stärker betonen. Allen gemeinsam ist die Graduierung der Übenden durch farbige Gürtel.

    Judo

    Judo stammt aus Japan und bedeutet wörtlich übersetzt “sanfter Weg”. Tritte, Blocks oder Schläge finden sich hier nicht. Der Schwerpunkt liegt vielmehr auf Würfen, Haltegriffen, Fallschule und Bodenkampf. Als traditionsbewusste Sportart hat es einen hohen Anspruch an Werte wie Respekt, Ehrlichkeit und Wertschätzung, auf die im Training streng geachtet wird. Neben festen Formen, den sogenannten Katas, stehen Übungskämpfe (“Randori”) im Mittelpunkt. Kinder werden beim Judo schon ab fünf Jahren koordinativ und konditionell gefördert.

    Aikido

    Aikido gilt aufgrund seiner weichen Bewegungen häufig als ästhetischste der traditionellen japanischen Kampfkünste. Grundprinzip sind defensive Techniken, die Angriffe durch Hebel und Würfe aufnehmen. Der Name setzt sich aus Ai (Harmonie), Ki (universelle Energie) und Do (Weg) zusammen. Im Gegensatz zu Karate und Judo kennt modernes Aikido keine Wettkämpfe. Durch seinen Schwerpunkt auf Timing und fließende Dynamik eignet es sich für alle Altersklassen. Eine große Rolle spielen traditionelle Etikette und Werte wie Achtsamkeit, Konzentration und ein respektvolles Miteinander.

    Kickboxen und Thaiboxen

    Kickboxen ist eine moderne Kampfsportart, die großen Wert auf Wettkämpfe und Sparring legt. Wie der Name verrät, kommen dabei neben Boxtechniken auch Tritte zum Einsatz. Die traditionelle thailändische Form “Muay Thai” nutzt zudem Ellbogen und Kniestöße. Kämpfer schützen sich in der Regel mit Handschuhen, Fuß-, Mund-, Kopf- und Tiefschutz vor Verletzungen. Ähnlich wie in den Budokünsten kennzeichnen manche Verbände die Fortschritte der Kickboxer durch farbige Gürtelgrade.

    Taekwondo

    Taekwondo stammt aus Korea und bedeutet übersetzt „Fuß-Faust-Weg“. Eine gute Beschreibung, denn rund 80 Prozent der Techniken sind Tritte, der Rest Schläge oder Blocks. Das aufgrund seiner vielen Pirouetten und Drehungen oft spektakulär aussehende Taekwondo legt den Schwerpunkt eher auf Wettkämpfe und Formen als auf realistische Selbstverteidigung. Viele Techniken sind verboten, Hebel und Würfe fehlen oft ganz. Allerdings wird traditionell viel Wert auf die persönliche Entwicklung der Taekwondoka gelegt, denen Geduld, Respekt und Selbstdisziplin vermittelt werden.

    Ju-Jutsu

    Als moderner Selbstverteidigungs- und Zweikampfsport vereint Ju-Jutsu unterschiedliche Techniken aus dem breiten Fundus der Kampfkünste: Von (Kick-)Boxen und Aikido über Karate und Judo bis zu Waffenstilen wie Escrima. Jujutsuka trainieren neben verschiedenen Bewegungsformen und Fallschule Hebel, Blocks, Tritte, Schläge, Würfe und Bodenkampf. Hinzu kommen Festhalte- und Transporttechniken. Nicht zuletzt deshalb werden häufig Polizisten, Grenzschützer und Spezialeinheiten darin ausgebildet.

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