Motivation - Interview mit einer Trainerin

    Motivation: Mensch hebt Arme bei Sonnenaufgang

    Mal ist sie riesengroß und mal ist sie kaum zu spüren: unsere Motivation. Wieso ist das eigentlich so? Bei der Motivation spielen viele Faktoren eine Rolle. Wir sprachen mit Silke Grießhammer, die den Bereich Beratung und Training der Dr. Becker Klinik Gruppe leitet und Seminare zum Thema Motivation hält.

    Was genau ist Motivation?

    „Motivation ist ein Zusammenspiel aus mehreren Faktoren. Und Menschen sind sehr unterschiedlich. Es gibt Faktoren, die in uns selbst liegen, das sind Vorlieben, Charaktereigenschaften, Fähigkeiten und Kompetenzen. Und es gibt Faktoren, die in der Umwelt liegen. Das sind zum Beispiel Ziele, die wir von außen bekommen. Und wenn Situationen und Personen zusammentreffen, dann kann Motivation entstehen.“

    Welche Rolle spielen Ziele?

    „Wenn ich zum Beispiel Ziele setze, die viel zu weit weg sind von meinem alltäglichen Leben, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich das nicht schaffe, sehr groß. Darum hilft es, ein Ziel aufzuteilen in kleine Schritte.“

    Was bedeuten Misserfolge für die Motivation?

    „Wenn man beispielsweise zu sich sagt, das ist mir nicht so gut gelungen, aber dahinter steckt der Erfolgsanspruch, dass es mir doch gelingt, dann kann ein Misserfolg auch motivieren. Etwas anderes ist es, wenn man immer wieder Misserfolge sammelt. Dann braucht man eine höhere psychische Widerstandsfähigkeit, um zu sagen, dann schleppe ich mich durch diese Misserfolge durch, um an die Erfolge zu kommen. Da geht es dann um das Thema Beharrlichkeit.“

    Was ist wichtig für Ziele?

    „Ich würde sagen, dass das eine Kunst ist andere Menschen mitzunehmen, Bilder zu erzeugen oder Bilder gemeinsam auszumalen. Da geht es um Visionen. Da sind wir ganz schnell bei dem Thema mentale Kräfte. Das heißt, das, was wir uns vorstellen können, gibt uns den Weg und die Struktur. Das motiviert uns.”

    Und wie müssen Ziele formuliert sein?

    „Da gibt es das SMART-Prinzip: Das S steht dafür, dass das Ziel spezifisch sein sollte. Ich soll mir das Ziel wirklich gut vorstellen können. Wenn ich sage, ich möchte besser aussehen, dann muss ich es konkretisieren. Was bedeutet das? Will ich zum Beispiel schlanker sein? Es sollte ein klares Bild sein, als würde ich mit einem Fotoapparat ein Bild knipsen. Das M steht für messbare Ziele. Das A für ein akzeptables Ziel. R für realistisch und das T steht für terminiert, meint also einen konkreten Zeitplan. Also, wenn ihre Ziele speziell, messbar, realistisch und genau festgelegt sind, dann sollte es leichter fallen, mit Motivation heranzugehen."

     

    Zum Seitenanfang