Sportverletzungen

    Wer aktiv unterwegs ist und Sport treibt, kann sich auch mal verletzen. Wie Sie sich am besten verhalten, wenn Sie umknicken oder stürzen, erfahren Sie in unserer Übersicht:

    Zerrung

    Wie fühlt es sich an?

    Der Schmerz ist – wie der Name schon andeutet – zerrend und krampfhaft, wenn man den Muskel belastet.

    Wie kommt es dazu?

    Eine Zerrung entsteht, wenn man sich heftig und ruckartig bewegt und dadurch kleine Risse an den Fasern der Muskeln entstehen. Oft hat man sich nicht richtig aufgewärmt oder die Zerrung erwischt Untrainierte, die ihre Übungen übertreiben.

    Was tun?

    Nie verkehrt liegt man mit der so genannten PECH-Regel:

    • Pause,
    • Eiskühlung,
    • Kompression und
    • Hochlagerung.

    Wichtig dabei ist, dass man die Eiskühlung nie direkt auf der Haut macht, sondern ein Handtuch oder Kleidungsstück als schützende Schicht zwischen Kühlpad und Haut bringt. Nach einer Zerrung sollte man zwei bis vier Wochen auf Sport verzichten und die Stelle entlasten. Kompressionsverbände und Salben helfen bei der Heilung. Grundsätzlich gilt – wie bei allen anderen Verletzungen auch: Bei unklarer Diagnose oder starken Schmerzen den Arzt aufsuchen!

    Prellungen

    Wie fühlt es sich an?

    Die geprellte Stelle schwillt an und es entsteht ein Bluterguss mit ziehenden, pochenden Schmerzen.

    Wie kommt es dazu?

    Bei einem Aufprall – zum Beispiel bei einem Sturz – werden weiche Muskeln auf Knochen gepresst. Das bringt Lymphflüssigkeit und Blut ins Gewebe.

    Was tun?

    So schnell wie möglich kühlen, damit die Flüssigkeit nicht ins umliegende Gewebe gelangt. Danach gilt: Einige Tage schonen, denn wenn die Durchblutung durch Bewegung angeregt wird, erschwert das die Heilung. Lymphdrainagen können helfen.

    Verstauchung

    <b> Wie fühlt es sich an? </b>

    Heftiger Schmerz am betroffenen Gelenk

    Wie kommt es dazu?

    Knicken Knöchel oder Handgelenke durch einen Sturz oder einen Zusammenprall um, werden die Gelenkkapseln überdehnt und es entsteht die Verstauchung.

    Was tun?

    Die PECH-Regel (s. o.) sowie professionelle Bandagen zur Stabilisierung können helfen. Ein bis zwei Wochen Pause sollte man einrechnen.

    Bänderriss

    Wie fühlt es sich an?

    Kurzer, stechender Schmerz, oft begleitet von einem Schnalzgeräusch. Die Stelle schwillt an, die Gelenke bleiben – oft über Wochen bis Monate – instabil.

    Wie kommt es dazu?

    Bänder reißen, wenn Körperteile überdehnt oder verdreht werden. Klassisches Beispiel ist die schlimmste Form – der Kreuzbandriss – der oft bei Snowboardern, Skifahrern oder Fußballern auftritt.

    Was tun?

    Auch hier gilt das PECH-Prinzip; zudem macht man Kompressionsverbände. Bei schweren Formen kann eine Operation nötig sein.

    Muskelfaserriss

    Wie fühlt es sich an?

    Abgehackter, stechender Schmerz; wenn die Fasern bluten auch entsprechende Schwellungen und Verfärbungen.

    Wie kommt es dazu?

    Wird die Oberschenkel- oder Wadenmuskulatur durch abruptes Abbremsen, Beschleunigen oder Drehen überdehnt, können die Fasern reißen.

    Was tun?

    Die Muskeln wachsen wieder nach. Damit sie dies in Ruhe tun können, sollte man sich schonen, die Stelle kühlen und mit Salben behandeln. Sechs bis acht Wochen dauert die Heilung.

    Platzwunden

    Wie fühlt es sich an?

    Meist hat man an der blutenden Wunde einen brennenden Schmerz.

    Wie kommt es dazu?

    Ein Sturz, ein Schnitt, schon ist es passiert.

    Was tun?

    Mit Wasser reinigen oder mit Jod desinfizieren, danach trocknen lassen. Wenn die Wunde größer ist, kann es sinnvoll sein, die Wunde nähen oder kleben zu lassen. Man geht heute übrigens davon aus, dass Wunden besser heilen, wenn sie feucht gehalten werden. Erreichen kann man das durch Heilsalbe und ein Pflaster oder einen Verband.

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