Coronavirus – Viruskrise in China

    Das Coronavirus unter einem Mikroskop

    In der chinesischen Stadt Wuhan, in der Provinz Hubei, treiben derzeit Coronaviren ihr Unwesen. Eigentlich lösen die Viren eine relativ harmlose Erkältung aus. In China gibt es jetzt jedoch tausende Krankheitsfälle und sogar bereits einige Todesfälle.

    Was sind Coronaviren?

    Corona ist lateinisch für das Wort „Krone“. Diesen Namen verdanken die Viren ihrem kronenartigen Aussehen. Es gibt viele verschiedene Arten von Coronaviren, die unterschiedliche Krankheiten hervorrufen können. Sowohl Menschen als auch Tiere können sich mit einem Coronavirus infizieren. Meist sind diese Infektionen harmlos.

    Doch in der Vergangenheit kam es bereits zu zwei Epidemien durch Coronaviren, die gezeigt haben, dass die Erkrankung auch einen schweren Verlauf nehmen kann. Verantwortlich waren hier die beiden Virenarten Sars-Coronavirus (2003) und Mers-Coronavirus (2012). Beide dieser Virenarten stammen ursprünglich von Tieren und haben eine schwere, oft tödliche Lungenerkrankung verursacht.

    Die Familie der Coronaviren zählt zu den zoonotischen Viren. Als Zoonose bezeichnet man alle Krankheiten, die von einem Wirbeltier auf den Menschen übertragen werden können und umgekehrt. Da Tiere eine Vielzahl von Coronaviren in sich tragen können, besteht stets die Gefahr, dass sich ein Virus weiterentwickelt und den Menschen befällt.

    Neuer Coronavirus 2019-nCoV – wie funktioniert die Übertragung?

    Seit Ende 2019 wurden im zentralchinesischen Wuhan erste Meldungen über eine neue Lungenkrankheit bekannt. Von dort aus hat die Krankheit nun auch andere Länder erreicht. Auslöser der Lungenerkrankung ist das Coronavirus. Bisher ist nicht bekannt, um welche Virenart es sich handelt. Vorübergehend trägt das Virus den Namen 2019-nCoV.

    Man nimmt an, dass das Virus von einem Geflügel- und Fischmarkt in Wuhan stammt und dort von einem Tier auf den Menschen übertragen wurde. Inzwischen sind aber auch Fälle bestätigt, in denen das Virus von Mensch zu Mensch weitergegeben wurde. Das Virus wird über Tröpfcheninfektion übertragen. D. h. beim Niesen oder Husten gelangen die Erreger in die Luft und werden anschließend von anderen Menschen eingeatmet. Die Viren können ebenfalls durch Schmierinfektion über kontaminierte Oberflächen übertragen werden.  

    Symptome und Krankheitsverlauf

    Das 2019-nCoV löst bei dem Erkrankten eine starke Infektion der oberen Atemwege aus. Die Infektion äußert sich durch Fieber, Husten und Atemnot oder auch eine Lungenentzündung.

    Man geht derzeit von einer Inkubationszeit (Zeitraum zwischen Ansteckung und Auftreten der ersten Symptome) von 2 bis 10 Tagen aus (Quelle: Auswärtiges Amt). Außerdem gibt es Vermutungen, dass das neue Virus, 2019-nCoV, bereits während der Inkubationszeit übertragen werden kann. Wie tödlich das Virus genau ist, ist noch nicht bekannt.

    Ausbreitung des Coronavirus – besteht Gefahr für Deutschland?

    Fast alle bekannten Fälle stammen aus China. Die meisten davon aus der Millionenstadt Wuhan (ca. 11 Millionen Einwohner). Neben China wurden bereits auch in anderen Regionen der Welt Krankheitsfälle bestätigt. Hierzu gehören Thailand, Japan, Südkorea, Taiwan, Macau, Hongkong, Singapur, Vietnam, USA, Kanada, Malaysia, Nepal und Australien. (Quelle: Auswärtiges Amt)

    Auch in Europa sind die ersten Fälle gemeldet worden: In Frankreich, Spanien, Italien und vor allem auch in Deutschland wurde das Coronavirus nachgewiesen. Hier haben die Behörden am Dienstag, den 28. Januar 2020, den ersten Krankheitsfall im Bundesland Bayern bestätigt. Seither wurden noch in Bayern noch weitere Fälle nachgewiesen. Wie viele Menschen in welchem Land erkrankt sind, können Sie in den Situation – Reports der WHO erfahren.

    Dass sich das Virus in China weiter ausbreiten und die Zahl der Patienten weiter ansteigen wird, steht außer Frage. Die deutsche Bevölkerung hat aber vorerst nichts zu befürchten. Zwar ist es möglich, dass es vereinzelt zu weiteren Übertragungen kommt oder Personen die Krankheit aus dem Ausland mit nach Deutschland bringen, ein Risiko für die gesamte Bevölkerung besteht laut RKI (Robert-Koch-Institut) vorerst nicht.

    Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) verschiedene Sicherheitsmaßnahmen für den internationalen Reiseverkehr zu ergreifen: Fluggäste aus Risikogebieten müssen sich auf Fieber-Kontrollen einstellen. Außerdem hat die chinesische Regierung eine Reisebeschränkung für verschiedene Städte der Provinz Hubei angeordnet. Hier sind Ausreisen mit Flugzeug, Bus oder Bahn derzeit untersagt.

    Auch deutsche Flughäfen in Frankfurt, Düsseldorf, Hamburg, München und Berlin haben einen Notfallplan, der eine weitere Ausbreitung gegebenenfalls verhindern soll.

    Stellen Sie Ihre Fragen zum Corona-Virus den Experten unseres Kooperationspartners Medical:Contact: 0800-140 554 130 290. Das Gesundheitstelefon ist für Sie 24/7 kostenfrei.

    Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

    Zurzeit gibt es keine zugelassenen Medikamente gegen das neuartige Coronavirus. Die Erkrankten werden symptomatisch behandelt, das bedeutet, dass nur die jeweiligen Symptome gelindert werden, aber die eigentliche Krankheit nicht behandelt werden kann. An entsprechenden Arzneimitteln wir zwar gearbeitet, bis diese jedoch zur Verfügung stehen, kann es noch einige Zeit dauern.

    Warum Antibiotika bei Viren nicht wirken erfahren Sie hier.

    Gleichzeitig werden auch verschiedene Impfstoffe, die gegen die Sars- und Mers-Coronaviren entwickelt wurden, geprüft.

    Wie kann man sich vor Coronaviren schützen?

    Bis ein Impfstoff oder ein Medikament gegen 2019-nCoV entwickelt wird, besteht die beste Vorsichtsmaßnahme aus regelmäßigem und gründlichem Händewaschen.  

    Außerdem sollte man auf Reisen nach China vorerst verzichten. Das Auswärtige Amt warnt besonders vor der Provinz Hubei. Hier liegt nämlich die Stadt Wuhan, in der die Coronaviren erstmalig ausgebrochen sind.

    Meldepflicht bei Coronavirus

    Das Bundesgesundheitsministerium hat eine Meldepflicht für das neue Coronavirus 2019-nCoV erlassen. Ärzte sind dazu verpflichtet, alle Verdachts-, Krankheits- und Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus beim zuständigen Gesundheitsamt zu melden.

    Kostenübernahme für Coronavirus-Test

    Wer befürchtet, sich mit dem Coronavirus angesteckt zu haben, kann sich diesen Verdacht durch einen Labortest bestätigen bzw. widerlegen lassen. Die BIG zahlt den Test für Personen, bei denen ein begründeter Verdacht vorliegt. Zu diesen Risikogruppen gehören:

    • alle Personen, die sich im Risikogebiet (Wuhan, China) aufgehalten haben
    • alle Personen, die Kontakt zu einer erkrankten Person hatten und innerhalb von 14 Tagen Symptome zeigen

    Zählen Sie nicht zu den oben stehenden Personengruppen, dürfen wir die Kosten für den Labortest leider nicht übernehmen.

    Coronavirus - wie gefährlich ist das Virus? Die BIG klärt auf

    Die BIG erklärt, was der Coronavirus ist und wie gefährlich er für uns ist.
    Fazit: Panikmache ist fehl am Platz.

    BIG auf YouTube, transcript (TXT, 0,01 kB)

    Mehr Informationen zum Coronavirus finden Sie hier::
    Zum Seitenanfang