FSME

    Die Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME) ist eine Entzündung des Gehirns und der Hirnhäute, die durch Viren hervorgerufen wird. Die Viren kommen in vielen Ländern Europas vor und werden meist von Zecken übertragen.

    Wo kann ich mich anstecken?

    In Deutschland befinden sich Risikogebiete hauptsächlich in Baden-Württemberg, Bayern und Südhessen sowie im Landkreis Marburg-Biedenkopf, vereinzelt auch in Thüringen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland. In diesen Gebieten vermehrt sich das FSME-Virus natürlicherweise in kleinen Säugetieren wie Mäusen, die sehr häufig von Zecken befallen sind.

    Wie stecke ich mich mit FSME an?

    Überträger der Viren sind befallene Zecken. Durch einen Zeckenstich können die Viren in die Blutbahn des Menschen gelangen. Nicht jeder Stich einer befallenen Zecke führt auch zu einer Ansteckung. Sehr selten kann man sich auch durch verunreinigte, nicht pasteurisierte Milch von Ziegen oder Schafen anstecken. Wichtig: Die Erkrankung wird nicht von Mensch zu Mensch übertragen!

    Symptome und Krankheitsverlauf

    Die Mehrheit der Betroffenen bleibt beschwerdefrei. Nur etwa jeder dritte Infizierte entwickelt ein bis zwei Wochen nach dem Zeckenstich Krankheitszeichen. Die Krankheit verläuft dann meistens in zwei Phasen: Zunächst zeigen sich grippeähnliche Symptome wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Schwindelgefühl. Dann folgt eine fieberfreie Zeit von ein bis drei Wochen. Bei wiederum etwa jedem Dritten kommt es im Anschluss daran zu einer Entzündung der Hirnhäute sowie des Gehirns. Das ist verbunden mit erneutem Fieber, Übelkeit, Erbrechen und Ausfällen des Nervensystems. Schwere Verläufe können mit Lähmungen des ganzen Körpers einhergehen und in Einzelfällen auch zum Koma führen. Als weitere Komplikation droht eine Entzündung des Rückenmarks. Etwa 0,5% der Betroffenen sterben. Als Folgeschäden können Kopfschmerzen und Lähmungen noch mehrere Monate anhalten. Insbesondere bei älteren Menschen kann es jedoch auch zu bleibenden Schäden kommen, während die Krankheit bei Kindern meist folgenlos ausheilt.

    Wie kann ich mich vor FSME schützen?

    Man kann sich schützen, indem man vor dem Aufenthalt in Wäldern oder Wiesen, wo sich Zecken vor allem im Unterholz oder in Gebüschen befinden, Zecken abweisende Mittel (meist in Kombination mit einem Mückenschutz) auf die Haut aufträgt, geschlossene Schuhe und lange Kleidung trägt. Nach dem Aufenthalt im Freien sollte der Körper gründlich auf Zecken untersucht werden. Insbesondere in den Kniekehlen, den Leisten, unter den Achseln und am Haaransatz sowie hinter den Ohren setzen sich Zecken gerne fest. Weiterhin kann eine Impfung vor einer Ansteckung mit FSME schützen. Zum Aufbau des Impfschutzes sind drei Impfungen erforderlich. Eine Auffrischimpfung sollte nach drei bis fünf Jahren erfolgen, falls das Ansteckungsrisiko weiter besteht.

    Hat die Impfung Nebenwirkungen?

    Als Nebenwirkung treten lokale Hautreaktionen bei bis zu einem Drittel der Geimpften auf. Fieber als Nebenwirkung ist bei Erwachsenen selten, kommt bei Kindern jedoch etwas häufiger vor, jedoch fast ausschließlich in milder Form (unter 40°C Körpertemperatur). Weitere Nebenwirkungen können Kopfschmerzen, Müdigkeit und Übelkeit sein.

    Wie funktioniert die Kostenerstattung für die Impfung?

    Wenn für Ihr Reiseland eine Impfung vom Auswärtigen Amt empfohlen wird oder Sie innerhalb Deutschlands in ein Risikogebiet verreisen, übernimmt die BIG die Kosten. Sie zahlen die Rechnung für die Reiseimpfungen zunächst selbst und wir erstatten Ihnen den Betrag, sobald Sie uns eine Kopie der Rechnung mit Angabe ihres Reiseziels eingereicht haben.

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