Sommer, Sonne, Urlaubszeit

    Ob faulenzen am Strand, Sonne tanken, Grill- und Gartenfeste mit Freunden feiern, ob segeln, paddeln oder Rad fahren – der Sommer hat viel zu bieten. Die warme Jahreszeit birgt aber auch einige Risiken für die Gesundheit. Um den Sommer auszukosten und in vollen Zügen genießen zu können, sollten Sie daher vorsorgen und sich rechtzeitig informieren.

    Die Sonne lacht - Ihre Haut nicht

    Der Aufenthalt in der Sonne sollte richtig dosiert werden, sonst macht er krank. Zu viel Sonneneinstrahlung verursacht Sonnenbrand und als Langzeitfolge Hautkrebs. Am häufigsten entsteht ein Sonnenbrand durch zu lange Sonnenbäder, durch unterschätzte Sonneneinstrahlung bzw. Reflektion an bewölkten Tagen oder im Schatten.

    Schutzreaktion der Haut

    Durch UV-Strahlen wird man zwar schön braun, doch die Bräunung ist im Grunde eine Schutzreaktion der Haut. Das heißt, die normale Pigmentierung der Haut, die die UVA- und UVB-Strahlung abblocken soll, reicht nicht aus. Dies ist besonders bei sehr hellhäutigen Menschen oder bei intensiver Sonneneinstrahlung der Fall. Is tdie Schutzreaktion ausgereizt und das passiert bei hellhäutigen Menschen sehr schnell, kommt es ohne Sonnenschutz zum Sonnenbrand.

    Was ist Sonnenbrand?

    Sonnenbrand ist eine akute Entzündung der Haut, die etwa sechs bis acht Stunden nach der Sonneneinwirkung Schmerzen und Juckreiz zur Folge hat. Bei einem großflächigen Sonnenbrand können zusätzlich Blasenbildung und Fieber auftreten. Die Hautrötung bleibt auf die belichteten Stellen begrenzt. Nach ein bis zwei Wochen ist der Sonnenbrand ausgeheilt. Zurück bleibt die Verdickung (Lichtschwiele) und Bräunung der Haut. Im Allgemeinen unterscheidet man drei Schweregrade bei einem Sonnenbrand:

    • 1.Grad: schmerzhafte Rötung, Schwellung
    • 2.Grad: Blasenbildung
    • 3.Grad: weitgehende Zerstörung: Ablösung der Oberhaut

    Was hilft bei einem Sonnenbrand?

    Bei Sonnenbrand sollte man jede weitere Sonnenbestrahlung bis zur vollständigen Abheilung vermeiden. Kühlende Umschläge wirken lindernd. Außerdem sollte reichlich getrunken werden, da der Körper – wie bei jeder Verbrennung – einen erhöhten Flüssigkeitsbedarf hat. Ein leichter Sonnenbrand kann gut mit kühlenden Gelen oder Lotionen behandelt werden. Zur Wundheilung im Anschluss an die akute Phase tragen feuchtigkeitsspendende und dexpanthenolhaltige Lotionen bei. Bei stärkeren Verbrennungen mit Blasenbildung sowie bei Symptomen wie Kopfschmerzen, Fieber, Erbrechen, Schwindel oder Schüttelfrost sollte auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden.

    Folgen von Sonnenbrand

    Bei einem schweren Sonnenbrand, der eine Verbrennung zweiten Grades bedeutet, können depigmentierte Narben zurückbleiben. Sonnenbrände sind ein begünstigender Faktor für die Entstehung von Hauttumoren, und zwar auch dann, wenn sie bereits Jahrzehnte zurückliegen. So sollen häufige Sonnenbrände in der Kindheit ein Risikofaktor für die spätere Entstehung von Hautkrebs sein. Besonders gefährdet sind sehr hellhäutige Menschen und Kinder.

    Richtig Sonnenbaden

    Hier ein paar Tipps für den richtigen Umgang mit der Sonne:

    • Vermeiden Sie möglichst direkte Sonne bzw. UV-Strahlung. Auch bei bedecktem Himmel oder unter dem Sonnenschirm wirkt die UV-Strahlung aufgrund von Reflektionen.
    • Wer sich zwischendurch zur Erfrischung in die Fluten stürzt, muss sich anschließend wieder eincremen – auch dann, wenn das Mittel als „wasserfest“ beworben wird.
    • Vermeiden Sie die Mittagssonne zwischen 11 und 16 Uhr.
    • Gewöhnen Sie die Haut langsam an die Sonne. In den ersten Urlaubstagen sind Schattenplätze gut.
    • Die Länge des Sonnenbades sollte sich auch nach dem Hauttyp richten und selbst bei nicht spürbarer Sonne ist Vorsicht geboten.
    • Augen sollten durch Sonnenbrillen geschützt werden - auch bei Kindern. Die Gläser müssen UVA- und UVB-Strahlung absorbieren. Dunkle Gläser ohne ausreichenden UV-Schutz bewirken das Gegenteil: Durch die erweiterte Pupille kann mehr UV-Licht eindringen als beim ungeschützten Auge.
    • Kinder unter fünf Jahren sollten ganz besonders vor jeder Art eines Sonnenbrandes geschützt werden, da jeder Sonnenbrand in diesem Alter u. a. das Hautkrebsrisiko erhöht. Denken Sie immer an einen Kopfschutz und hohen LSF.
    • Bestimmte Medikamente (z. B. Antibiotika oder Antidepressiva) machen die Haut lichtempfindlicher oder lösen lichtbedingte Allergien aus. Befragen Sie vorher Ihren Arzt.
    • Denken Sie beim Sonnenbaden immer an die Kopfbedeckung und nutzen Sie in jedem Fall Sonnencreme. Wer auf Nummer sicher gehen will, verwendet für jede Saison eine neue Creme.
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