Masern: Impfung bringt Schutz

    Masern: Kleines Kind mit Hautausschlag

    Masern sind eine der ansteckendsten Krankheiten, die es gibt. Man kann sich sogar auf mehrere Meter Entfernung bei einem Patienten anstecken. Wirkungsvollen Schutz dagegen bietet eine Impfung.

    Auch Erwachsene sind anfällig für Masern-Viren

    Nicht nur Kinder können Masern bekommen, auch Erwachsene sind für die Viren anfällig. Aktuell betreffen sogar mehr als die Hälfte der Masernfälle Jugendliche und Erwachsene. Und bei ihnen nimmt die Krankheit oft einen besonders schweren Verlauf bis hin zu Lungen- und Hirnhautentzündung.

    Zahl der Masernfälle steigt

    Von Januar bis März 2019 wurden laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) viermal so viele Masernfälle gemeldet wie im gleichen Zeitraum 2018. 170 Länder meldeten zusammen rund 112.000 Erkrankungen (im Vorjahr 28.000). Die tatsächliche Zahl liege noch deutlich höher, warnte die WHO, weil vermutlich nur jeder zehnte Fall gemeldet werde.

    Impfpflicht für Kita-Kinder?

    Im Bundesland Brandenburg hat sich der Landtag für eine Impfpflicht gegen Masern für Kindergartenkinder ausgesprochen. Nun wird eine Impfverordnung vorbereitet. Gleichzeitig setzt die brandenburgische Landesregierung auf eine bundeseinheitliche Regelung. Dazu soll es eine Bundesratsinitiative geben. Noch ist aber nicht klar, ob eine Impfpflicht kommt.

    Ansteckung mit Masern

    Masern sind eine der ansteckendsten Krankheiten. Sie werden durch Tröpfchen, z. B. beim Husten, Niesen oder Sprechen übertragen. Eine Ansteckung ist bereits vor Auftreten des typischen Hautausschlages möglich. In der Regel beginnen Masern mit grippeähnlichen Symptomen. Einige Tage später entwickelt sich der Hautausschlag.

    Geimpft? Auch Erwachsene sollten sich gegen Masern impfen lassen

    Die Ständige Impfkommission ( STIKO) empfiehlt, die erste Masern-Mumps-Röteln-Impfung im Alter von 11-14 Monaten und die zweite Impfung im Alter von 15-23 Monaten durchführen zu lassen. Wenn das Kind in die Kita kommt, kann die erste Impfung bereits ab 9 Monaten erfolgen. Aber auch Erwachsene sollten sich impfen lassen, wenn sie nicht sicher sind, ob sie schon geimpft sind oder bereits Masern hatten.

    • Für alle Jahrgänge ab 1970 wird die Masernimpfung als Standard von der STIKO empfohlen.
    • Erwachsene, die vor 1970 geboren wurden, haben mit hoher Wahrscheinlichkeit die Masern bereits durchgemacht. Besteht allerdings aktuell Kontakt zu Masernerkrankten und es ist nicht bekannt, ob man durch eine vorherige Erkrankung oder Impfung geschützt ist, empfiehlt die STIKO auch für diese Gruppe, sich gegen Masern impfen zu lassen. Diese postexpositionelle Impfung sollte möglichst innerhalb von drei Tagen nach Kontakt zu Masernkranken erfolgen.

    Die BIG trägt die Kosten für die Masernimpfung

    BIG-Versicherte können sich von ihrem Arzt impfen lassen. Der Arzt rechnet die Kosten über die Versichertenkarte direkt mit der BIG ab.

    Vorteil Herdenimmunität

    Damit Krankheiten wie die Masern ganz verschwinden, muss eine bestimmte Impfrate in der Bevölkerung erfüllt sein. Denn dann schützen Geimpfte auch Menschen, die sich, zum Beispiel aus gesundheitlichen Gründen, nicht impfen lassen können oder auch Neugeborene. Das nennt man Herdenimmunität.

    Zum Seitenanfang