Stechmücken auf Jagd – wie man Stichen vorbeugen kann, was gegen Stiche hilft

    Junge Frau im Zelt auf der Wiese

    Dieses Geräusch: Kaum macht man das Licht aus, hört man den surrenden, hohen Ton der Stechmücke. Für uns Menschen beginnt dann oft eine unruhige Nacht mit Mückenjagd und fies juckenden Mückenstichen. Der Ton entsteht übrigens durch den Flügelschlag der Tiere und dient als Orientierung für die Fortpflanzung: Weibchen summen nämlich etwas tiefer als die Männchen.

    Generationen von Stechmücken entstehen innerhalb weniger Wochen

    So schön der Sommer ist, so nervig sind die unvermeidlichen Stechmücken. Besonders am Wasser und am Abend nerven sie uns. In Deutschland haben Stiche zum Glück meist keine ernsthaften gesundheitlichen Folgen, solange man nicht allergisch reagiert. Das kommt aber eher bei Wespenstichen vor. Wenn ein Mückenstich stark anschwillt, sich entzündet oder schmerzhaft ist, lieber zum Arzt gehen. Krankheiten übertragen hier vorkommende Stechmücken bisher nicht. Die asiatische Tigermücke kommt wegen des Klimawandels seit einiger Zeit auch in Deutschland vor, bisher gab es aber keine Fälle, in denen sie gefährliche Krankheiten übertragen hat.

    Alle 10 bis 12 Tage entsteht eine neue Stechmückengeneration. Zum Glück bleiben sie aber auch nur ein paar Tage am Leben.

    Tipps zur Mückenabwehr

    Es gibt nicht nur viele Mittel und Substanzen aus der Apotheke, die vor Mückenstichen schützen, sondern auch ein paar andere Tipps:

    1. Wer einen Balkon oder Garten hat, kann schon gegen die Entstehung der Stechmücken etwas tun: Wassereimer, Vogeltränken oder volle Gießkannen sind die Brutbecken für Stechmücken. Daher diese Gefäße regelmäßig leeren oder im besten Fall das Wasser häufig wechseln (denn Vögel brauchen im Sommer ebenfalls Wasserstellen). Mit Fliegengittern kann man die Mücken an der Eiablage in Regentonnen mit Gießwasser hindern. In Teichen freuen sich Fische über die Mückeneier als Nahrung.
    2. Fliegengitter an den Fenstern anbringen: Entspanntes Lüften ist möglich, wenn Fliegengitter die kleinen Eindringlinge vor dem Fenster stoppen.
    3. Lange und helle Kleidung tragen – auch wenn einem bei Wärme nicht der Sinn danach steht: Am besten vor Stichen schützen dicht gewebte oder dickere Stoffe wie Jeans oder Leinen. Es gibt auch spezielle Kleidung mit Insektenschutz. Sinnvoll können zum Beispiel Socken sein, denn in die dünne Haut an Knöcheln und Füßen stechen die kleinen Biester besonders gerne.
    4. Duschen und frische Socken können helfen, denn Stechmücken orientieren sich am Geruch. Ganz auf der sicheren Seite ist man damit aber nicht: Nicht nur Schweißgeruch zieht sie an, sie riechen auch unsere Atemluft
    5. Apropos Gerüche – diese Düfte mögen Stechmücken nicht: Lavendel, Tomaten, Gewürzlorbeer, Salbei, Zitronengras, Zitronenmelisse, Walnussbaum, Citronella, Katzenminze
    6. Lotionen, Mückenspray und Co.: Enthalten sind entweder chemische Wirkstoffe, die die Haut reizen können, aber gut wirken (DEET, Icardin) oder natürliche Duftstoffe, deren Wirkung nicht ganz so zuverlässig ist. Besonders auf Reisen in Ländern, in denen Mücken auch ernsthafte Krankheiten wie Malaria übertragen können, empfiehlt sich ein Mittel mit Chemie.

    Der Mückenstich ist da – was hilft gegen den Juckreiz?

    Diese Hausmittel helfen gegen Mückenstiche

    Zwiebel

    Zwiebel aufschneiden, eine Hälfte auf den Mückenstich legen und leicht drücken, damit der Saft austritt. Zwiebelsaft ist antibakteriell.

    Heißer Löffel

    Heißer Löffel: Durch Hitze wird das Gift der Stechmücke zerstört. Vorsicht allerdings vor Verbrennungen. 

    Spitzwegerich

    Die Blätter zerreiben und damit den Stich bedecken. Spitzwegerich ist entzündungshemmend und antibakteriell.

    Quark

    Wie gegen Sonnenbrand hilft Quark auch gegen Mückenstiche. Er entzieht das Mückengift.

    Kohl

    Ein Kohlblatt zerreiben und den Saft auf den Einstich streichen. Er soll den Juckreiz mildern.

    Aus der Apotheke

    Stichheiler

    Kleine Geräte, die Hitze erzeugen und an die gestochene Hautstelle gedrückt werden. Die Hitze zerstört das Gift der Stechmücke. Möglichst schnell nach dem Mückenstich verwenden.

    Salben, Gels und Cremes

    Meist haben Präparate zum Auftragen eine kühlende Wirkung gegen den Juckreiz, auch antiallergisch wirkende Zutaten sind dabei. Einige Salben enthalten Kortison, das gegen eine mögliche Entzündung wirkt. Tipp: Im Kühlschrank gelagert bringen sie zusätzliche Kühlung gegen die Insektenstiche.

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    Wieso juckt ein Mückenstich?

    Weibliche Stechmücken saugen Blut. Und damit dabei ihr Rüssel nicht verstopft, sondern sie über ihren Speichel Stoffe ab, die die Blutgerinnung hemmen. Unser Organismus reagiert auf diesen Fremdkörper mit Jucken, Hautrötungen und Schwellungen. Bremsen und Stechfliegen können zudem über den Stich Krankheitserreger auf den Menschen übertragen.

    Warum stechen Stechmücken?

    Nur die weiblichen Stechmücken stechen. Sie saugen dabei Blut, aus dem sie ein bestimmtes Protein brauchen, um ihre Eier legen zu können. Unser Blut sichert also die Nachkommen der Stechmücken.

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