Zahnkorrekturen und Verblendung mit Veneers

    Zahnarzt hält ein Veneer mit einer Pinzette

    Veneers (auch Lumineers genannt) werden bei kleineren Zahnfehlstellungen oder ästhetischen Zahnkorrekturen verwendet. Sie gelten nicht als klassischer Zahnersatz, sondern sind eher kosmetische Lösungen für weiße Zähne und ein strahlendes Lächeln. Nachteil ist, dass eine Behandlung mit Veneers relativ teuer ist und nicht von der gesetzlichen Krankenkasse bezahlt wird. Sie als Patient zahlen die Behandlung mit Veneers beim Zahnarzt also komplett privat.

    Was ist ein Veneer?

    Ein Veneer ist eine sehr dünne, fast durchsichtige Schale aus Keramik. Es ist ca. 0,3 bis 0,7 Millimeter dick und verblendet kleinere Fehlstellungen, Lücken oder Defekte am Zahn. –So werden beispielsweise Schneidezahnlücken, ungleichmäßige Zahnstände oder starke Verfärbungen der Zähne ästhetisch korrigiert. Veneers werden vor allem bei Zähnen im vorderen bzw. im sichtbaren Bereich verwendet und es gibt sie in zwei Varianten: Non-Prep-Veneers können direkt auf die Zähne geklebt werden, z.B. auch auf Füllungen oder Kronen. Bei Prep-Veneers muss der Zahnarzt vorher etwas von der Zahnsubstanz abschleifen.

    Wie verläuft eine Behandlung mit Veneers?

    Der Zahnarzt bereitet den Zahn vor und entscheidet, welche Veneer-Variante zum Einsatz kommt. Sind die Defekte an den Zähnen umfangreicher oder sollen starke Farbunterschiede zwischen Zähnen kaschiert werden, muss das Veneer dicker sein. Dann schleift der Zahnarzt den Zahn oder die Zähne ab (meist weniger als ein Millimeter). Danach wird von dem Zahn oder den Zähnen ein Abdruck angefertigt, nach dem der Zahntechniker das Veneer – individuell abgestimmt auf Form und Farbe – anfertigt. Abschließend klebt der Zahnarzt die hauchdünnen Keramikplättchen auf die Zähne.

    Wie viel kosten Veneers?

    Da Veneers keine Leistung der gesetzlichen Krankenkasse sind, müssen sie von den Patienten komplett privat bezahlt werden. Dabei liegen die Kosten pro Veneer für einen Zahn zwischen 500 und 1500 Euro. Abrechnungsgrundlage ist die private Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ).

    Wie lange halten Veneers?

    Die dünnen Plättchen aus Keramik halten in der Regel zwischen 10 und 15 Jahren. Wie generell für gesunde Zähne gilt auch hier: Eine regelmäßige Mund- und Zahnpflege und Kontrollen beim Zahnarzt verlängern die Haltbarkeit. Ein Risiko bei Veneers ist, dass etwas von den dünnen Schalen abbricht oder an den Rändern Karies an den Zähnen entsteht.

    Vor- und Nachteile von Veneers

    Der Vorteil bei Veneers ist, dass – anders als beim Einsatz einer Krone – mehr vom Zahn und dessen Substanz erhalten bleibt. Auch das kosmetisch-ästhetische Ergebnis - das strahlend weiße Lächeln - stellt viele Patienten zufrieden. Bei kleineren ästhetischen Korrekturen können also Veneers eine Alternative sein, allerdings keine kostengünstige, da sie komplett vom Patienten bezahlt werden. Müssen Veneers erneuert werden, weil sich z.B. Karies gebildet hat oder zu viel von der Keramikschale abgebrochen ist, wird beim Abschleifen auch Zahnsubstanz entfernt.

    Was ist eine Alternative zu Veneers?

    Es gibt noch andere Verfahren, um beschädigte Zähne oder Lücken zu kaschieren, nämlich Komposit-Verblendungen oder Kompositrestaurationen. Auch damit können z.B. zurückliegende Zähne optisch nach vorne gerückt oder Zahnlücken verkleinert werden.

    Sind die Frontzähne bereits stark substanzgeschädigt kann alternativ eine Teilkrone angefertigt werden. Die BIG zahlt für Teilkronen (auch Dreiviertelkronen genannt) einen festgelegten Zuschuss. Bei einer Teilkrone muss dafür das Kriterium erheblicher Substanzverlust erfüllt sein, bei dem der Zahn aber noch lippen- und/oder wangenseitig gesund ist, so dass eine vollständige Überkronung nicht erforderlich ist. Der Zahnarzt stellt Ihnen einen Heil- und Kostenplan aus, den Sie zur Genehmigung bei uns einreichen.

    Zahn-Veneers sind geeignet für:

    • Abgebrochene oder abgesplitterte Zähne
    • Bei Zahnlücke, um die Lücke zu schliessen (grosse Abstände zwischen den Zähnen)
    • Abgenützte oder unebene Zähne
    • Zähne mit unregelmässiger Zahnform oder Zahnstellung
    • Verfärbte Zähne die aufgrund einer Wurzelkanalbehandlung dunkler geworden sind
    Zum Seitenanfang