Einkommensgrenze für die Familienversicherung

    Durch eine rückwirkende Änderung zum 1. Januar 2020 ist die besondere Einkommensgrenze für Minijobber weggefallen.

    Die beitragsfreie Familienversicherung nach § 10 SGB V ist an verschiedene Voraussetzungen gekoppelt, insbesondere an das Einkommen der Familienangehörigen. Bislang gab es zwei verschiedene Grenzen:

    Für geringfügig Beschäftigte Familienangehörige war die Minijob-Grenze von 450,00 Euro bislang auch die Grenze für die Familienversicherung.

    Für alle anderen Familienangehörigen ist die Grenze von 1/7 der monatlichen Bezugsgröße nach § 18 SGB IV maßgebend (2020: 455,00 Euro) Die Bezugsgröße ist an die Entwicklung der Durchschnittsentgelte der gesetzlichen Rentenversicherung gekoppelt. In den letzten Jahren ist die Einkommensgrenze für die Familienversicherung dadurch von Jahr zu Jahr gestiegen.

    Seit dem 1. Januar 2020 hat die an die Bezugsgröße gekoppelte Grenze mit 455,00 Euro erstmals die Minijob-Grenze von 450,00 Euro überschritten. Die Sonderregelung für geringfügig Beschäftigte ist deshalb nicht mehr erforderlich. Sie wurde mit dem 7. SGB IV-Änderungsgesetz rückwirkend zum 1. Januar 2020 gestrichen.

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