Mindestlohn steigt moderat

    Lohnuntergrenze steigt zum 1. Januar 2021 auf 9,50 pro Arbeitsstunde.

    In regelmäßigen Abständen (alle zwei Jahre) prüft die von der Bundesregierung eingesetzte Mindestlohnkommission, ob der aktuell geltende Mindestlohn noch angemessen ist oder erhöht werden sollte. Die ausgesprochene Empfehlung dient als Grundlage für eine entsprechende Verordnung der Bundesregierung, mit der der gesetzliche Mindestlohn geändert wird.

    In ihrem Beschluss vom 30. Juni 2020 schlägt die Mindestlohnkommission eine Anpassung des Mindestlohns in drei Stufen vor. Zum 1. Januar 2021 soll die Lohnuntergrenze von aktuell 9,35 Euro auf 9,50 Euro angehoben werden. Weitere Steigerungen sind ab dem 1. Juli 2021 (9,60 Euro), dem 1. Januar 2022 (9, 82 Euro) und dem 1. Juli 2022 (10,45 Euro) vorgesehen.

    Die Empfehlung blieb hinter höheren Erwartungen insbesondere der Gewerkschaften zurück, die eine Anhebung auf 12 Euro gefordert hatten. Bundesarbeitsminister Heil (SPD) kündigte eine Verordnung zur Anhebung des Mindestlohns entsprechend der Empfehlung der Kommission an. Zugleich verwies er auf eine für den Herbst geplante Evaluation der Mindestlohnentwicklung und der bisherigen Tätigkeit der Kommission.

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