Sonderregeln für gestundete SV-Beiträge aufgrund der Corona-Pandemie

    Ab dem Beitragsmonat Juni 2020 müssen Ratenzahlungen geleistet oder Stundungszinsen berechnet werden.

    Arbeitgeber konnten die Gesamtsozialversicherungsbeiträge für die Beitragsmonate März bis Mai 2020 in einem vereinfachten Verfahren stunden. Hierfür haben das Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung und Bundesministerium für Gesundheit in Abstimmung mit der Deutschen Rentenversicherung Bund aufgrund der Corona-Pandemie entsprechende Sonderregelungen getroffen.

    Ab dem Beitragsmonat Juni 2020 greifen andere Regelungen für Stundungsvereinbarungen, die im Wesentlichen auf eine ratierliche Zahlung bereits gestundeter Beiträge bzw. auf Teilzahlungen im Zuge weiterer Stundungen von laufenden Beitragsverpflichtungen ausgerichtet sind.

    Grundlage dieser neuen Regeln sind die „Einheitlichen Grundsätze zur Erhebung von Beiträgen, zur Stundung, zur Niederschlagung und zum Erlass sowie zum Vergleich von Beitragsansprüchen (Beitragserhebungsgrundsätze)“ des GKV-Spitzenverbandes vom 17. Februar 2010.

    Der Stundungszeitraum ist zwischen der Einzugsstelle und dem Arbeitgeber im Einzelfall festzulegen. Sofern der Arbeitgeber einer angemessenen ratierlichen Zahlung bereits gestundeter Beiträge zustimmt und dieser (Ratenplan-)Vereinbarung auch nachkommt, ist ein Stundungszins nicht zu erheben.

    Stundungszinsen werden aber dann erhoben, wenn eine (Ratenplan-)Vereinbarung nicht zustande kommt oder laufende Beitragsverpflichtungen auch durch angemessene Teilzahlungen im Zuge von ggf. ergänzenden Stundungsvereinbarungen nicht erfüllt werden. Hier gilt dann der reguläre Stundungszins in Höhe von 0,5 Prozent für jeden angefangenen Monat der Stundung.

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