Mann erhält eine Spritze

Impfzentren und Terminvergabe

Rund 460 Impfzentren stehen deutschlandweit für alle Bürgerinnen und Bürger bereit, die eine kostenfreie Impfung gegen Coronaviren bekommen möchten. Allein 53 dieser Zentren befinden sich in Nordrhein-Westfalen. Hochaltrige und gesundheitlich gefährdete Menschen kommen zuerst an die Reihe. Die Impfung gegen Coronaviren ist freiwillig. Die wichtigsten Fragen zu Impfzentren und Terminvergabe beantworten wir Ihnen gerne.

Fragen zum Thema

Eine Impfung erhalten Sie in einem Impfzentrum in Ihrer Kommune. Für die Menschen in Alten- und Pflegeheimen sind mobile Impf-Teams unterwegs. Eine Impfung bei niedergelassenen Ärzten läuft aktuell in den Bundesländern an. Somit können Sie sich bald bei Ihrem Hausarzt, gemäß der geltenden Reihenfolge, impfen lassen.

Nein, die Impfung ist freiwillig. Gleiches gilt für die Corona-Impfungen bei Ihrem Hausarzt.

Die vorwiegend genutzten mRNA-Impfstoffe müssen extrem kühl transportiert und gelagert werden. Temperaturen zwischen -20 und -80 Grad sind notwendig. Das ist in den Impfzentren möglich, die logistisch den schnellsten Weg für die Impfungen bieten. Über die Impfzentren lässt sich der Impfstoff zudem fair und bedarfsgerecht unter den Kommunen aufteilen, solange er noch nicht ausreichend zur Verfügung steht. Der Impfstoff wird nach der Einwohnerzahl bemessen und zugeteilt.

Die niedergelassenen Ärzte werden ab Mitte/Ende April Vektorimpfstoffe einsetzen. Diese können bei Kühlschranktemperaturen gelagert werden.  

Deutschlandweit sind bislang 460 Impfzentren an den Start gegangen. 53 davon befinden sich in Nordrhein-Westfalen.

Nein, Sie können nur im Impfzentrum Ihrer Kommune geimpft werden. Das stellt sicher, dass der Impfstoff gerecht nach der Einwohnerzahl bemessen wird.

Alternativ können Sie sich bei Ihrem Hausarzt beraten und impfen lassen.

Ja. Für die Impfung benötigen Sie einen festen Termin, den Sie im Vorfeld für Ihr Impfzentrum ausmachen können. Anmelden können sich Personen, die zuvor schriftlich eingeladen worden sind. Die Impftermine werden in einer bestimmten Reihenfolge vergeben. Hochaltrige und besonders gefährdete Menschen werden zuerst geimpft.

Bitte sprechen Sie Ihren Hausarzt an, wenn Sie die Corona-Impfung von ihm erhalten möchten. Bei Ihrem Hausarzt können Sie ebenfalls einen Impftermin vereinbaren. Er kann in Ausnahmefällen von der Impfreihenfolge abweichen. Generell gilt aber auch bei niedergelassenen Ärzten: ältere und kranke Menschen zuerst.

Online werden Termine unter www.116117.de vergeben. Sie können auch die Telefonnummer 116 117 kostenfrei wählen. Dahinter verbirgt sich der Patientenservice der Kassenärztlichen Bundesvereinigung. In einigen Bundesländern gibt es abweichende Regelungen. Die Termine erfolgen in einer bestimmten Reihenfolge. Menschen werden nach Priorität eingeteilt und in drei Stufen geimpft.

Alternativ können Sie sich an Ihren Hausarzt- oder Facharzt wenden, und bei ihm einen Impftermin ausmachen. Das wird zunehmend möglich.

Nein. Die Terminvergabe wird nicht von den Krankenkassen organisiert. Deshalb gibt es auch keine Wartelisten, die von gesetzlichen Krankenkassen gepflegt werden.

Die Bundesländer können jedoch an die Krankenkassen herantreten und die Einladungen zur Impfung der jeweiligen Versicherten über sie versenden lassen.

Bislang sind Bremen und Niedersachen auf die BIG zugekommen. Die Impfeinladungen dieser Bundesländer versenden wir für unsere Versicherten datenschutzkonform. Es kommt zu keinem Austausch von schützenswerten Daten, wie zum Beispiel Diagnosen. Insbesondere chronisch kranke Menschen aus den Impfstufen gewinnen dadurch Zeit und können schnell sowie unbürokratisch einen Termin ausmachen.

- Die Einladungsbriefe für die Impfungen für Versicherte aus Niedersachsen versenden wir ab dem 14.04.

Zuerst werden Menschen ab 80 Jahren geimpft. Hinzu kommen die Bewohner in Alten- und Pflegeheimen und das dortige Pflegepersonal. Auch Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen, die einer sehr hohen Ansteckungsgefahr ausgesetzt sind, werden vorrangig geimpft. In der zweiten Stufe sind über 70-Jährige sowie enge Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen oder Schwangeren an der Reihe. Hinzu kommen Menschen, die ein sehr hohes bzw. hohes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf haben. Danach folgen in der Stufe 3 über 60-Jährige und Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen. Personen, die nicht aufgrund ihres Alters, sondern krankheitsbedingt vorrangig geimpft werden sollen, brauchen einen ärztlichen Nachweis über ihre Erkrankung. In allen drei Impfstufen gibt es auch Menschen, die kein ärztliches Attest benötigen. Sie bekommen eine Bescheinigung von ihrem Arbeitgeber oder einer Einrichtung, zum Beispiel für behinderte Menschen. 

Die Corona-Impfungen bei Haus- und Fachärzten sollen flexibler gestaltet werden können. Doch grundsätzlich gilt auch bei niedergelassenen Ärzten: alte und kranke Menschen zuerst.

Die Impfstoffe gegen Coronaviren sind weltweit, also auch in Deutschland knapp. Deshalb ist es sinnvoll zuerst diejenigen zu schützen, die an Coronaviren schwer oder sogar tödlich erkranken können. Wenn sich weniger Risikopatienten mit Coronaviren infizieren, sind zudem die Intensivstationen entlastet.

Sobald genügend Impfstoff vorrätig ist, wird die Impfreihenfolge flexibler gestaltet. Das wird insbesondere über Haus- und Fachärzte möglich werden.

In einigen Bundesländern können sich bereits Ehepartner von hochaltrigen oder gesundheitlich gefährdeten Menschen bevorzugt impfen lassen. Von der Impfreihenfolge darf dann abgewichen werden. Paarbuchungen sind möglich.    

Da der Impfstoff von AstraZeneca seit dem 31. März nur noch an Menschen über 60 Jahre verabreicht wird, bieten viele Bundesländer an, auch diese Altersgruppe vorrangig zu impfen. Dies stellt sicher, dass der Impfprozess zügig weiterläuft und mehr Menschen geschützt werden.

In Nordrhein-Westfalen können über 60-Jährige zum Beispiel ab dem 3. April einen Impftermin vereinbaren. Die Terminbuchung erfolgt online über www.116117.de sowie telefonisch über die zentrale Rufnummer 116 117 oder die zusätzliche Rufnummer je Landesteil (Rufnummer 0800 / 116-117-02 für Westfalen-Lippe und 0800 / 116-117-01 für das Rheinland).

Die Details zur Terminvergabe, z. B. ob telefonisch oder über das Internet, werden in jedem Bundesland von den Landesgesundheitsbehörden individuell festgelegt. Menschen, die aufgrund ihres Alters vorrangig geimpft werden, erhalten eine schriftliche Einladung von ihren kommunalen Gesundheitsämtern oder den Ländern. Das Ausmachen eines Impftermins ist freiwillig.  

Alternativ stehen Ihnen auch Haus- und Fachärzte für die Impfung zur Seite. 

Ja. Sie erhalten eine schriftliche Bestätigung per E-Mail oder über den Postweg.

Im Impfzentrum werden Sie nach Ihrem Personalausweis oder Reisepass gefragt. Bitte unbedingt mitnehmen. Mit einem ärztlichen Attest weisen Sie bestehende Krankheiten nach. Die Vorlage Ihres Führerscheins reicht nicht aus.

Das ärztliche Attest ist nicht an eine bestimmte Form gebunden. Der Arzt bestätigt lediglich, dass Sie an einer Erkrankung leiden, die es erforderlich macht, dass Sie vorrangig geimpft werden (gemäß der Impfverordnung).

Das Attest muss von einem Arzt ausgestellt werden. Sofern Sie dem Arzt persönlich bekannt sind, können Sie das ärztliche Zeugnis auch telefonisch anfordern und sich postalisch zusenden lassen.

Die Impfung gegen Coronaviren ist für Sie kostenfrei.

In den Impfzentren werden derzeit die Impfstoffe von Biontec/Pfizer (Comirnaty), Moderna (Covid-19-Vaccine) und AstraZeneca (Covid-19 Vaccine AstraZeneca) geimpft. Eine Wahlmöglichkeit ist in einem Impfzentrum aktuell nur dann gegeben, wenn Sie auf einen der Inhaltsstoffe allergisch reagieren und dies ärztlich bescheinigt ist.

Mit dem Impfstoff von AstraZeneca werden seit dem 31. März nur noch Menschen geimpft, die über 60 Jahre alt sind. Über 60-Jährige vertragen den Impfstoff bislang gut und er bietet einen wirksamen Schutz. In seltenen Fällen ist es bei jüngeren Menschen - insbesondere Frauen unter 55 Jahren - zu einer schweren Erkrankung gekommen: Hirnvenenthrombose. Aktuell klären Impf-Experten eventuelle Zusammenhänge zwischen Impfung und Erkrankung. Bei über 60-Jährigen ist die Erkrankung im Zusammenhang mit der Impfung bislang nicht vermehrt aufgetreten.

Zu Risiken und Nebenwirkungen der Impfstoffe können Sie sich ärztlich beraten lassen. Die Impfung ist freiwillig.

Ja, diese Möglichkeit besteht. Sie kommt ausschließlich für Menschen in Betracht, die in ihrer Mobilität schwerwiegend eingeschränkt sind. Dazu zählen Schwerbehinderte mit außergewöhnlicher Gehbehinderung, Blindheit oder Hilflosigkeit. Auch Pflegebedürftige mit den Pflegegraden 3,4 und 5 zählen dazu. Beim Pflegegrad 3 muss die Mobilität zusätzlich dauerhaft eingeschränkt sein. Diese Menschen können mit einem ärztlichen Attest und einem Nachweis der Behinderung bzw. des Pflegegrades Fahrtkosten von der Krankenkasse erstattet bekommen. Für die Fahrt zum Impfzentrum können sie sich zum Beispiel ein Taxi bestellen, wenn der Arzt es für medizinisch erforderlich hält. Pro Fahrt fällt die gesetzliche Zuzahlung für Fahrtkosten an. Diese liegt generell zwischen 5 und 10 Euro.

Eine Krankenkasse kann Fahrtkosten übernehmen, wenn es für Patienten medizinisch sinnvoll ist. Ob eine Fahrt medizinisch notwendig ist, entscheidet ein Arzt. Er stellt für seinen Patienten ein entsprechendes Attest aus. Das kann bei Erkrankungen, Pflegebedürftigkeit und Behinderung der Fall sein. Für Fahrten von gesunden Menschen zu einer freiwilligen Schutzimpfung dürfen keine Beitragsgelder eingesetzt werden. Dafür fehlt der medizinische Grund. Die Impfung ist jedoch für alle kostenfrei.

Die Bundesregierung plant Impfungen für junge und gesunde Erwachsene ab Sommer ein.

Einen grundsätzlichen Anspruch darauf geimpft zu werden, haben Menschen, die in Deutschland gesetzlich oder privat krankenversichert sind.

Ja. Wer zum Beispiel in Belgien oder den Niederlanden wohnt und in Deutschland arbeitet, ist zumeist bei einer deutschen Krankenkasse versichert. Daraus ergibt sich der Anspruch auf eine Impfung gegen Coronaviren als sogenannter Grenzgänger.

Für Bürger aus Belgien und den Niederlanden gibt es spezielle Telefonnummern. Wenn der Wohnsitz an das Rheinland angrenzt, hilft die 0049.203.71409090. Niederländer mit deutscher Krankenversicherung, deren Wohnort in der Nähe von Westfalen liegt, wählen 0049.203.71409091. Für alle übrigen Grenzgänger steht die 0049.116117 bereit. Im Impfzentrum müssen Menschen, die im Ausland wohnen, zusätzlich zum Personalausweis einen Nachweis über die Krankenversicherung in Deutschland vorzeigen. 

Ja. Die Impfreihenfolge berücksichtigt hochaltrige und gefährdete Menschen zuerst. Wer Anspruch auf eine Impfung hat, reiht sich in der jeweiligen Stufe ein. Hochaltrige Menschen aus den ersten Stufen der Impfung werden schriftlich eingeladen. Auch für Grenzgänger ist die Impfung freiwillig.  

Ja. Die Impfung schützt Sie zuverlässig vor einem schweren Krankheitsverlauf. Es ist jedoch möglich, dass Sie Coronaviren an andere weitergeben, die erkranken können. Die Maske bleibt für Sie ebenfalls hilfreich, da bislang noch zu wenige Erfahrungswerte darüber vorliegen, wie lange eine Impfung Sie schützt.