Frau betrachtet einen Apfel im Supermarkt

Selbsttest auf Coronaviren

Die ersten Selbsttests auf Coronaviren haben in Deutschland eine Zulassung erhalten. Das gibt jedem von uns die Chance, sich zuhause selber auf Coronaviren zu testen. Die Selbsttests sind frei verkäuflich und in Apotheken, Drogeriemärkten und im Einzelhandel erhältlich. Ob und wie die Corona-Selbsttests weiterhelfen und was Sie beachten sollten, sagen wir Ihnen gerne.

Fragen zum Thema

Mit dem Corona-Selbsttest können Sie erstmals zuhause selber testen, ob Sie mit dem Coronavirus infiziert sind. Bislang ist solch ein Test nur in öffentlichen Testzentren möglich, wenn Sie Symptome zeigen. Ohne Symptome wenden sich besorgte Menschen an ein privates Testzentrum. Jetzt kann in einem ersten Schritt zuhause ein Corona-Selbsttest durchgeführt werden. Er erweitert die bestehenden Möglichkeiten. Seit dem 8. März haben alle Bürgerinnen und Bürger darüber hinaus mindestens einmal pro Woche Anspruch auf einen professionellen Schnelltest. Der Schnelltest kann in Corona-Testzentren, Arztpraxen und Apotheken durchgeführt werden. Der Schnelltest ist kostenlos. Selbsttests müssen gekauft werden. (Stand: 08.03.2021)

Immer dann, wenn Sie die Gewissheit brauchen, aktuell nicht mit dem Coronavirus infiziert zu sein. Das kann bei Erkältungssymptomen wie Schnupfen, Husten oder erhöhter Temperatur der Fall sein. Ebenso hilfreich ist der Test, wenn Sie Kontakt zu hochaltrigen oder gesundheitlich gefährdeten Menschen planen. Ein Corona-Selbsttest kann auch Sinn machen, wenn eine Person aus Ihrem Umkreis mit dem Coronavirus infiziert ist, mit der Sie innerhalb der letzten zwei Wochen Kontakt hatten.

Bei dem Corona-Selbsttest handelt es sich um ein Medizinprodukt. Um auf dem deutschen Markt verkauft werden zu können, müssen Medizinprodukte zugelassen sein. Die Corona-Selbsttests unterschiedlicher Hersteller werden beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte geprüft. Bislang haben bereits mehrere Corona-Selbsttests eine Sonderzulassung für den privaten Gebrauch bekommen und gelten als geeignet.

Eine Sonderzulassung vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte haben die Corona-Selbsttests

-   Clinitest Rapid Covid-19 Self-Test von Siemens,

-   Rapid Sars-CoV-2 Antigen Test Card von Xiamen Boson Biotech,

-   Lyher Covid-19 Antigen Schnelltest von Hangzhou Laihe Biotech,

-   SARS-CoV-2 Rapid Antigen Test von SD BIOSENSOR, INC.,

-   AMP Rapid Test SARS-CoV-2 Ag von AMEDA Labordiagnostik GmbH,

-   Coronavirus (2019-nCoV)-Antigentest von Beijing Hotgen Biotech Co., Ltd,

-   AESKU.RAPID SARS-CoV-2 von Aesku.Diagnostics GmbH & Co. KG und

-   AMP Rapid Test SARS-CoV-2 Ag Sputum von AMEDA Labordiagnostik GmbH

erhalten. Diese Corona-Selbsttests dürfen in Deutschland an Bürgerinnen und Bürger unter verschiedenen Marken verkauft werden. (Stand: 08.03.2021)

Der Corona-Selbsttest ist, vereinfacht gesagt, ein Abstrich aus der Nase. Mit einem Teststäbchen werden Sekret- und Zellproben von der Nasenwand entnommen. Dann kommt das Teststäbchen in ein Röhrchen mit einer Lösung. Nach einer bestimmten Einwirkzeit wird die Lösung auf eine Testkassette geträufelt. Nach etwa 15 Minuten können Sie dort das Testergebnis ablesen.

In der Packung finden Sie eine ausführliche Bedienungsanleitung. Sie ist so aufgebaut, dass der Test ohne medizinische Vorkenntnisse durchgeführt werden kann. Auch das ist Teil der Prüfung beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte.

Nein. Der Abstrich wird aus dem vorderen Nasenbereich entnommen. Das Teststäbchen muss dazu nur etwa zwei bis vier Zentimeter tief in die Nase eingeführt werden.

Die meisten Corona-Selbsttests reagieren auf sogenannte Antigene. Antigene sind Virusteilchen (Proteinstrukturen). Erkennt der Test ein Teilchen des Coronavirus, wird er positiv. Weitere Testvarianten sind der PCR-Test, der das Erbgut des Coronavirus nachweist. Der Antikörper-Test belegt, dass in der Vergangenheit eine Infektion mit dem Coronavirus vorgelegen hat.

PCR- und Antigentests weisen eine aktuelle Infektion nach. Der Antikörper-Test bezieht sich auf zurückliegende Zeiträume.    

Alle zugelassenen Tests reagieren mit hoher Sensibilität auf Antigene des Coronavirus. Das Testergebnis bezieht sich allerdings immer nur auf den Moment der Testung. Es stellt also eine Momentaufnahme dar. Über zukünftige Zeiträume sagt der Test nichts aus. Dahingehend gibt es keine absolute Sicherheit. 

Ihr Testergebnis sollten Sie noch einmal durch einen professionell durchgeführten PCR-Test bestätigen lassen. Der PCR-Coronatest ist das zuverlässigste Verfahren. Die Probe wird im Labor ausgewertet. Die Auswertung dauert 24 bis 48 Stunden. Wenden Sie sich dazu an ein öffentliches Testzentrum in Ihrer Kommune oder an eine medizinische Einrichtung, die entsprechende Tests vornimmt. Das kann ein Krankenhaus oder eine Arztpraxis sein. Informieren Sie Ihren Arzt, das Krankenhaus oder das Gesundheitsamt von dem positiven Testergebnis. Bleiben Sie bis zum offiziellen PCR-Testergebnis zuhause, um andere Menschen bestmöglich zu schützen. 

Aktuell besteht diese Möglichkeit nicht. Ausschließlich PCR-Tests, die in einem Labor analysiert worden sind, werden an das Robert Koch-Institut weitergeleitet. Bitte melden Sie sich bei einem positiven Corona-Selbsttest bei einem öffentlichen Testzentrum, Ihrem kommunalen Gesundheitsamt oder Ihrem Arzt. Der laborbestätigte PCR-Test ist die zuverlässigste Testvariante und gibt Ihnen Gewissheit.

Ihr Testergebnis besagt, dass Sie im Moment des Selbsttests nicht mit dem Coronavirus infiziert sind. Damit das auch in Zukunft so bleibt, sollten Sie unbedingt weiter die gängigen Schutzregeln beachten: halten Sie Abstand zu anderen Menschen, waschen Sie sich regelmäßig die Hände, tragen Sie bei engerem Kontakt mit anderen eine FFP2- oder eine medizinische Maske und lüften Sie Ihre Räume mehrmals am Tag. Bleiben Sie, wenn möglich, zuhause. So schützen Sie sich und andere Menschen.  

Aktuell stehen die Corona-Selbsttests nur begrenzt zur Verfügung. Sie sind in Apotheken, Drogeriemärkten und im Einzelhandel erhältlich. Bitte Fragen Sie an den entsprechenden Stellen gezielt nach. Auch online können Corona-Selbsttests gekauft werden.

Corona-Selbsttests sind Medizinprodukte. Hersteller lassen ihre Medizinprodukte zertifizieren. Das CE-Kennzeichen auf einer Packung gibt Ihnen die Sicherheit, dass Ihr gewünschtes Produkt den europäischen Schutz- und Qualitätsstandards entspricht.  

Corona-Selbsttests werden in verschiedenen Packungsgrößen verkauft. Es gibt einzelne Tests, aber auch 5er-, 20er- oder 40er-Packungen. Aktuell sind im Einzelhandel die 5er-Packungen gängig.  

Der Preis hängt von der jeweiligen Packungsgröße ab. Generell können Sie für einen Corona-Selbsttest mit ungefähr 5 bis 10 Euro kalkulieren. Im Einzelhandel kostet die 5er-Packung aktuell circa 25 Euro. Wer sich eine Packung Corona-Selbsttests besorgt, trägt die Kosten dafür selbst. Die professionellen Corona-Schnelltests bei Ärzten, Apotheken oder in Testzentren sind einmal pro Woche für jeden Bürger kostenlos. (Stand: 08.03.2021)

Der Corona-Selbsttest kann von jedem zuhause durchgeführt werden. Der Test wird mit einem Wattestäbchen an der vorderen Nasenwand entnommen. Ein Corona-Schnelltest wird von medizinischem Personal angewendet. Dafür wird ein Abstrich tiefer im Rachen- oder Nasenraum entnommen.

Seit dem 8. März können Sie Corona-Schnelltests in Testzentren, bei Ärzten oder in Apotheken anfragen. Einmal in der Woche sind die Schnelltests für Sie kostenfrei. Die Tests werden von medizinisch geschultem Personal durchgeführt. Die Kosten dafür übernimmt der Bund. Sie müssen für den Test im Vorfeld auch kein Geld auslegen, was Sie im Nachgang erstattet bekommen. Die Abrechnungen erfolgen direkt über die zuständigen Kassenärztlichen Vereinigungen. Sollte ein Schnelltest bei Ihnen positiv ausfallen, kann direkt vor Ort ein PCR-Test in einem Testzentrum beauftragt werden. Dieser Test wird dann im Labor ausgewertet und gibt Ihnen Gewissheit. (Stand: 08.03.2021)