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Boom der "Superfoods"

Foodtrends sind buchstäblich in aller Munde. Die einen schwören auf vegane Diät, manche sind begeistert von der vegetarischen Low-Carb-Idee, wieder andere haben sich Paleo-Kost verschrieben. Doch nicht nur moderne Ernährungskonzepte boomen, sondern auch sogenannte „Superfoods“. Der Begriff beschreibt Lebensmittel, die einen Gesundheitsvorteil verschaffen sollen. Besonders Exoten sind beliebt: Ob Quinoa, Moringa, Chia, Alfalfa oder Acerola – was Nährstoffe in vermeintlich großer Menge liefert, landet immer häufiger auf dem Teller.

Ernährung im Umbruch

Vegan, Paleo, Detox, Clean Eating, Trennkost, dazu allerlei Samen, Beeren und Früchte: Foodtrends existieren heute in fast unüberschaubarer Vielfalt. Doch sind auch alle kulinarischen Konzepte geeignet, die Gesundheit zu fördern? Diese Frage ist nicht leicht zu beantworten. Zwar belegen Untersuchungen, dass das Thema gesunde Ernährung in Deutschland heute ernster genommen wird als noch vor einigen Jahren. Das betrifft Foodtrends, aber auch konventionellere Essgewohnheiten. So scheinen etwa Bio-Produkte heute eine wichtige Rolle zu spielen, und auch Fleisch essen die Deutschen in den letzten Jahren insgesamt weniger.

Schwierige Zeiten für gesundes Essen

Gleichzeitig ist jedoch auch der Konsum von Fertiggerichten und Fastfood gestiegen – wohl nicht zuletzt aus Zeitmangel, den unser moderner Lebens- und Arbeitsstil mit sich bringt. Gerade diese Nahrungsmittel enthalten jedoch oft zu viel Zucker, Salz und Fett. Übergewicht, Herzleiden und andere gesundheitliche Probleme können die mittel- und langfristigen Folgen einer solchen Ernährung sein. Es ist anzunehmen, dass der Boom von Superfoods und Trend-Diäten auf den Versuch zurückzuführen ist, einen Ausgleich zu den gesundheitlichen Belastungen moderner Zeiten zu schaffen. Das Problem: Granatapfel, Goji-Beeren und Leinsamen sind ebenso wie Trennkost, basische oder Low-Carb-Diäten in Maßen sicherlich nicht schädlich. Einen langfristig ausgewogenen Speiseplan können sie aber kaum ersetzen.

Ausgewogene Ernährung: Die Mutter aller Superfoods

Ernährungsexperten raten deshalb auch im Zeitalter der Superfoods dazu, den Körper nicht durch einseitige Ernährung, extreme Diäten oder extremen Verzicht zu strapazieren. Wie das gelingen kann, zeigen die folgenden Tipps:

  • Wer selbst kocht, lebt gesünder. Meiden Sie Fertigprodukte! Denn frische Nahrungsmittel kommen ohne Zusätze wie Aromen oder Konservierungsstoffe aus. Und: Vitaminverluste (zum Beispiel durch lange Lagerung) sind nicht zu befürchten. Nachhaltig essen heißt zudem, auf regionale und saisonale Produkte zu setzen.
  • Auch die richtige Zubereitung spielt eine Rolle. Wer dämpft, blanchiert oder auf Rohkost setzt, sorgt dafür, dass ein Großteil der gesunden Inhaltsstoffe im Essen erhalten bleibt. Bei der fettarmen Zubereitung hilft geeignetes Geschirr wie etwa Teflon-Pfannen.
  • Behalten Sie die Ernährungspyramide im Blick. Als Faustregel gilt, dass möglichst täglich Getreideprodukte sowie frisches Obst und Gemüse auf den Teller gehören. Fisch sollte einmal pro Woche, Fleisch höchstens dreimal pro Woche auf dem Speiseplan stehen. Fette und Süßigkeiten sind möglichst sparsam einzusetzen.
  • Vergessen Sie nicht: Essen soll Spaß machen und gesund erhalten. Deshalb sollte auch bewusstes Genießen nicht tabu sein. Gönnen Sie sich also ab und zu auch mal eine Pizza oder ein Eis – die Mischung macht’s!

Mehr über gesunde Ernährung erfahren Sie in Präventionskursen, die wir mit bis zu 120 Euro für zwei Kurse im Jahr bezuschussen. Die Kurse unter professioneller Anleitung sind zudem im BIGtionär anrechenbar.

 
 
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