BIGtalk „Wunderwerk Haut“: Wenn Arschgesicht zum Kompliment wird

DORTMUND. Statt Geld für teure Cremes auszugeben, sollte man seine Haut lieber von innen pflegen - mit einer ballast- und mikronährstoffreichen Kost. Diese stärkt die wichtige Darmflora. Und wenn man dann noch beim Sonnenbad die drei Regeln 1. Meiden (die Mittagssonne), 2. Kleiden (langärmlige Shirts, Hut) und 3. Cremen (Lichtschutzfaktor 30 bis 50) beachtet, hat man schon viel für unser größtes Organ getan. Diese Empfehlungen legte Dr. Yael Adler beim10. BIGtalk zum Thema „Wunderwerk Haut“ am Donnerstag (21.03.) bei BIG direkt gesund den mehr als 400 Besucherinnen und Besuchern ans Herz. Gemeinsam mit WDR-Moderatorin Steffi Neu bot die Dermatologin und Buchautorin aus Berlin fast schon eine „Haut-Show“, informativ und gleichzeitig äußerst unterhaltsam.

Basis für Anti-Aging ist der Lebensstil

Aber warum bringen teure Cremes nichts? „Die Anti-Aging-Substanzen werden draußen gehalten, liegen nur auf der obersten toten Hornschicht. Die Wirkstoffe schaffen es gar nicht in die Lederhaut“, so Dr. Adler. Doch erst in dieser tieferen Hautschicht könnten sie ihre Wirkung entfalten. Einen Kollagen-Drink dürfe man sich durchaus gönnen denn „dadurch wird die Hautfeuchtigkeit besser“. Doch auch hier gilt: Statt teure Getränke zu kaufen, könne man auch Omas Knochenbrühe kochen. Letztlich sei die Basis für Anti-Aging der Lebensstil, wenig Sonne, wenig Stress und Alkohol, gesunde Ernährung: „Zucker macht Falten.“ Ebenso gilt Finger weg von Weißmehl und Fast Food. Lieber zu Sauerkraut, Nüssen, Samen, überhaupt zu pflanzlicher Kost greifen. Omega-3-Fettsäuren seien empfehlenswert, Fisch jedoch leider oft mit Schwermetallen belastet. Verarbeitetes Fleisch sollte man am besten ganz meiden. Fleischkonsum fördere Entzündungen.

 

Lieblingsfett Sheabutter

Weniger ist generell mehr für Dr. Adler, auch beim Waschen. Zum Duschen sollte man nur wenig Duschgel nehmen, auf Duftstoffe verzichten und zum Syndet mit saurem PH-Wert greifen. „Alkalische Seife macht den Säureschutzmantel der Haut kaputt“, so Adler. Und Dr. Adler verriet: „Mein Lieblingsfett ist die Sheabutter“. Zum Auftragen, nicht zum Essen wohlgemerkt.

 

Piercings und Tattoos: Körperverletzung

Wovon Dr. Adler ebenfalls überhaupt nichts hält: Piercings und Tattoos, denn „das ist Körperverletzung“. Die Farben seien oft von Schwermetallen verunreinigt, und lagerten sich in den Lymphknoten ab. Ein Piercing sei ein chirurgischer Eingriff, bei schlechter Desinfektion drohten Entzündungen, Narbengewebe könne sich bilden. „Die Wundheilung kann Wochen dauern“.

Nebenbei erfuhr man noch, dass Mücken auf Menschen mit der Blutgruppe 0 fliegen und der Po selbst bei älteren Menschen noch glatt und ohne Pigmentstörungen ist, weil er kaum die Sonne gesehen hat. Dr. Adler resümiert: „Arschgesicht ist also ein Kompliment.“ 

Die BIG zahlt Hautkrebsscreening ab Geburt

Ein Kompliment gab es von Dr. Yael Adler auch für die BIG. Diese zahlt nämlich alle zwei Jahre ein Hautkrebsscreening zur Früherkennung von Hautkrebs. Per Gesetz müsste sie es Versicherten erst ab 35 Jahren zahlen.

Hören Sie sich einen Tonmitschnitt vom 10. BIGtalk zum Thema Haut an:

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