Fusion geplant: BIG direkt gesund und actimonda krankenkasse stärken ihre Marktposition

Vorstand und Verwaltungsrat der BIG

DORTMUND/AACHEN. Eine der jüngsten und eine der ältesten Krankenkassen Deutschlands betreuen künftig gemeinsam ihre Versicherten: BIG direkt gesund und die actimonda krankenkasse wollen zum 1. Januar 2021 fusionieren. Die Verwaltungsräte beider Kassen haben in dieser Woche die Fusion auf den Weg gebracht. Die Verwaltungshauptsitze in Dortmund und Aachen sollen unverändert erhalten bleiben. Die fusionierte Kasse soll die 728 Mitarbeiter*innen der BIG wie auch die 215 Mitarbeiter*innen der actimonda übernehmen. Unter den dann bundesweit 35 geöffneten Gesetzlichen Krankenkassen würde die neue BIG direkt gesund mit ihren rund 520.000 Versicherten auf Platz 16 rangieren.

Neue BIG unter den Top 20 der bundesweit geöffneten Kassen

„Die Größe einer Kasse ist wichtig, um sich im Wettbewerb der gesetzlichen Krankenkassen optimal zu positionieren. Finanzielle Stabilität, eine stärkere Marktposition, eine schlagkräftigere Organisation und eine bessere Versorgung gehen damit einher. Mit der Fusion stabilisieren wir unsere Marktposition unter den Top 20 der bundesweit geöffneten Krankenkassen in Deutschland“, sagt Peter Kaetsch, Vorstandsvorsitzender der BIG direkt gesund.

Von 1.815 Krankenkassen im Jahr 1970 auf heute 105

Der Markt der Krankenkassen konsolidiert sich seit Jahrzehnten. Gab es im Jahr 1970 noch 1.815 Krankenkassen, sind es heute 105. „Diesen Prozess können wir nicht aufhalten, wir können jedoch dafür sorgen, dass wir ein wichtiger Spieler in diesem dynamischen Markt bleiben“, so Kaetsch. Die neue BIG wird Beitragseinnahmen von mehr als 1,6 Milliarden Euro im Sinne ihrer Versicherten verantwortungsvoll einsetzen.

Beide Kassen eint Qualitäts- und Serviceanspruch

„Wenn wir bisher auch zwei unterschiedlichen Kassenarten angehört haben, die BIG den Innungskrankenkassen und wir den Betriebskrankenkassen, verbindet uns doch vieles“, so Josef Alt, Vorstand der actimonda. Beide Kassen sind bundesweit geöffnet, haben jedoch ihren regionalen Schwerpunkt in NRW. Die Versichertenstrukturen ähneln sich ebenfalls. „Beide Kassen stehen auch für einen hohen Qualitäts- und Serviceanspruch, bei dem die Kundenbedürfnisse absolut im Mittelpunkt stehen. Eine sinnvolle Digitalisierung, die unseren Versicherten den Zugang zu vielen Services und Leistungen erleichtert, werden wir künftig gemeinsam vorantreiben“, so Alt weiter.

Ausbau der Arbeitgeberbasis

Die neue BIG profitiert auch von einer gestärkten Arbeitgeberbasis. Arbeitet die BIG schon seit Jahren mit renommierten Unternehmen wie der ERGO und der Bagel-Gruppe sowie den Hörakustikern zusammen, bringt die actimonda starke Arbeitgeber wie Vorwerk und Aurubis in die Fusionskasse ein. „Im Bereich des betrieblichen Gesundheitsmanagements bieten sich damit für uns künftig vielversprechende Perspektiven“, sagen Josef Alt und Peter Kaetsch.

Leistungspaket für die Versicherten bleibt erhalten

„Für die Versicherten beider Kassen ändert sich nichts. Die Krankenversicherungskarten gelten selbstverständlich weiter, alle Behandlungen können ohne jede Einschränkung fortgeführt, Rezepte wie gewohnt eingelöst werden“, betonen die Kassenvorstände. Auch das Leistungspaket bleibt vollständig erhalten und wird noch attraktiver. „Unsere Zusatzleistungen wie Erstattungen für Osteopathie, Reiseimpfungen und unsere Wahltarife werden wir künftig allen Versicherten anbieten“, so Peter Kaetsch.

Respekt, Vertrauen, Fairness stimmen

„Neben den harten Kennzahlen müssen bei einer Fusion auch andere Faktoren stimmig sein, die weichen und menschlichen. Die Abstimmungen im Vorfeld der Fusion waren von gegenseitigem Respekt, großem Vertrauen und Fairness geprägt“, unterstreicht Robert Leitl, alternierender Verwaltungsratsvorsitzender der BIG für die Arbeitgeberseite. Sein Pendant auf der Versichertenseite, Helmut Krause, ergänzt: „Das Gute an dieser Fusion ist, dass der Zusammenschluss auf Augenhöhe erfolgt und es somit nur Gewinner gibt.“

„Es wächst zusammen, was gut zusammenpasst“

„Ich bin fest davon überzeugt, dass beide Kassen ihre jeweiligen Stärken in die neue Kasse einbringen werden. Davon werden Versicherte, Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber wie auch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter profitieren“, betont der Verwaltungsratsvorsitzende der actimonda, Herbert Brüßeler. Er ist sich sicher: „Die rheinischen Frohnaturen und die bodenständigen Westfalen werden sich prächtig ergänzen. Es wächst zusammen, was gut zusammenpasst.“

Über die actimonda

Der Ursprung der actimonda liegt in der am 6. November 1884 gegründeten Fabrik-Krankenkasse der William Prym GmbH & Co. KG. Es folgten mehrere Fusionen und am 1. September 2012 die Namensänderung in actimonda krankenkasse. Die Hauptverwaltung der actimonda ist in Aachen, Geschäftsstellen gibt es in Bergisch Gladbach, Elsdorf, Hameln, Düren (2), Eschweiler, Jülich, Wuppertal und Stolberg (2). Die actimonda betreut mehr als 119.000 Versicherte (Stand 01.07.2020).

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