Säure Basen Kur in einer Schüssel

Säure- und Basen-Haushalt - Bleiben Sie im Gleichgewicht

Fehlernährung kann unseren Körper aus dem Gleichgewicht bringen. Die Folge sind Kraftlosigkeit, Müdigkeit und allgemeine Unausgeglichenheit. Unsere Lebensweise führt bei immer mehr Menschen zu einer Übersäuerung. Diese bringt viele verschiedene Beschwerden mit sich.

Säuren und Basen im Körper

Unser Körper produziert bei seinem Tagesgeschäft Abfallprodukte, wie z.B. Säuren. Diese müssen von basischen Mineralstoffen im Körper neutralisiert werden. Fehlen unserem Körper die Basen,  lagern sich die Säuren in Form von Salzen im Bindegewebe, Muskeln und Gelenken ab. Säuren sind aber nicht schlecht, sondern werden genau wie Basen auch vom Körper benötigt und solange Ihr Säure-Basen-Haushalt ausgeglichen ist, bestehen keinerlei gesundheitliche Risiken.

Wenn zu viel Säure im Körper ist

Im Körper sind verschiedene Bereiche, die entweder sauer oder basisch sind, um ordnungsgemäß zu funktionieren. Um den pH-Wert im Körper zu regulieren, besitzen wir verschiedene körpereigene Regelmechanismen, wie z.B. unsere Atmung, Verdauung, den Kreislauf und die Hormonproduktion.

Wird der Säure-Basen-Haushalt durch Umwelteinflüsse gestört und es gelangt mehr Säure in den Körper, kommt es zu den ersten gesundheitlichen Beschwerden. Die Übersäuerung entzieht dem Körper Basenreserven, sodass auf lange Sicht  der Stoffwechsel nicht mehr einwandfrei funktioniert.

Erste Anzeichen einer Übersäuerung

Eine Übersäuerung können Sie an Haut, Haaren und Nägeln erkennen. Die Salze im Bindegewebe können für Cellulite verantwortlich sein. Stumpfes Haar, Haarausfall, brüchige Nägel und fahle Haut sind weitere Hinweise auf eine Übersäuerung.

Meistens erkennt man eine Übersäuerung erst spät, da der Körper darum bemüht ist, den Säuregehalt auszugleichen. Wie lange der Körper die Übersäuerung kompensieren kann, ist von der jeweiligen Person und deren Basenreserven abhängig. Sind die Reserven aufgebraucht, zeigen sich die ersten Symptome. Energielosigkeit und Müdigkeit sind nur die Vorboten von verschiedenen Folgekrankheiten einer Übersäuerung.

Bin ich übersäuert?

Um diese Frage zu beantworten, müssen Sie Ihren pH-Wert testen. Mit einem pH-Teststreifen wird der pH-Wert im Urin gemessen. Bei einem ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt ist der pH-Wert morgens in der Regel leicht sauer, mittags neutral und am Abend leicht basisch. Sollten die Werte stark abweichen, können Sie entsäuernde Maßnahmendurchführen.

Übersäuerung ist nicht gleich Sodbrennen

Viele denken beim Stichwort „Übersäuerung“ sofort an Sodbrennen. Die beiden Begriffe hängen zwar eng zusammen, sind aber nicht dasselbe. Sodbrennen ist lediglich eines der vielen Symptome einer Übersäuerung.

Die Ernährung beeinflusst den Säure-Basen-Haushalt

Übersäuerung ist das Resultat von Giftstoffen, die bei der Verdauung abfallen. Gesunde Lebensmittel produzieren bei der Verstoffwechslung nur einige wenige Abfallprodukte, die der Körper problemlos neutralisieren kann.

Wir nehmen jedoch immer mehr säurebildende Lebensmittel zu uns, die die Übersäuerung stark beschleunigen. Selbst einige Gemüsearten sind säurebildend, deshalb es selbst bei einer gesunden Ernährung zu Übersäuerung kommen kann.

Säurebildende Lebensmittel vs. basenbildende Lebensmittel

Ob Lebensmittel sauer sind hängt nicht von ihrem Geschmack ab, sondern von den Apfallprodukten, die sie in unserem Körper hinterlassen. Zucker ist beispielsweise eine Säure, obwohl es süß schmeckt.

Lebensmittel Basenbildend Säurebildend
Gemüse Fast alle unverarbeiteten Gemüsearten Rosenkohl, Artischocken, Mais, Spargel; stark verarbeitetes Gemüse und Konserven
Obst Beeren, Zitrusfrüchte, Bananen Obstkonserven und Trockenobst
Nüsse, Samen, Kerne Mandeln, Sesam, Macadamianüsse, Pistazien, Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne Erdnüsse, Walnüsse, Haselnüsse
Milch, Milchprodukte Fast alle Milchprodukte und Käsesorten
Getreideprodukte, Teig- und Backwaren Die meisten Getreide- und Weißmehlprodukte, Nudeln, Reis, Kuchen
Tierische Produkte Fleisch, Fisch, Eier und die meisten Wurstsorten
Getränke Stilles Wasser, ungesüßte Kräutertees, grüner Tee, Getreidekaffee, ungesüßten Fruchtsäften, Gemüsesäfte Wasser mit Kohlensäure; alle Getränke mit Zucker, gesüßte Fruchtnektare; Kaffee im Übermaß (2-3 Tassen sind ok), Alkohol
Sonstiges Echter Bienenhonig, Birnendicksaft Zucker, Süßgikeiten

Maßnahmen gegen Übersäuerung

  • Ernährungsumstellung: Da die Übersäuerung letzten Endes ein Resultat unserer Ernährung ist, kann mit einer Umstellung dieser der übermäßige Säureanteil im Körper entgegen gewirkt werden.
  • Bewegung: Bei einer Übersäuerung kann bereits ein wenig Sport helfen, den Säure-Basen-Haushalt wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Durch die Anstrengung wird die Atmung beschleunigt, die wiederum die Kohlensäureentgiftung fördert. Ebenso werden beim Schwitzen, Säuren und andere Abfallprodukte des Stoffwechsels über die Schweißdrüsen ausgeschieden. Allerdings sollten sie Überanstrengung vermeiden, da dies eine Überlastungsübersäuerung hervorruft.
  • Basenbäder: Stress kann ebenfalls für Übersäuerung verantwortlich sein. Hier kann ein warmes Basenbad helfen, um den Stress abzubauen und den Säure-Basen-Haushalt wieder auf Vordermann zu bringen. Basenbäder sind bereits seit vielen Jahrhunderten bekannt für ihre heilenden Wirkungen. Früher mussten die Menschen weite Strecken hinter sich bringen, um eine heiße Quelle oder einen Salzsee zu finden. Heute können Sie Basenbäder in der Apotheke oder Drogerie kaufen und in Ihrer „heißen Quelle“ daheim genießen.
  • Basische Mineralstoffe: Neben einer vorwiegend basischen Ernährung, können Sie zusätzlich basische Mineralstoffe, in Form von Tabletten, zu sich nehmen. Natrium, Kalium, Kalzium, Magnesium und Eisen sind basische Stoffe, die unser Körper für grundlegende Funktionen benötigt. Die Mineralstoffe sorgen dafür, dass die Säure im Gewebe ausgeglichen wird.