Babyfuß

Aufgekratzt! Neurodermitis im Kleinkindalter

Gerötete Hautareale, nässende neben extrem trockenen Stellen und schuppige Verdickungen – diese Symptome begleiten das sogenannte atopische Ekzem, besser bekannt als Neurodermitis. Die Krankheit tritt zumeist schon im ersten Lebensjahr auf und ist zwar leider nicht heil- aber doch gut behandelbar!

Jeden juckt’s mal – gesundes oder übermäßiges Kratzen?

Damit ihr als Eltern eine einfache Irritation von einem atopischen Ekzem unterscheiden können, gilt es einige Punkte zu beachten.

  • Gibt es jemanden in der Verwandtschaft, der Neurodermitiker ist?
  • Hat euer Kind im Gesicht, am Hals, in den Beugen oder am Kopf langzeitliche, gerötete Stellen?
  • Reagiert der/die Kleine bei der Berührung mit einem “harten” Frottee-Handtüchern mit Geschrei?
  • Verschwinden die Ekzeme, nachdem sie zuerst “aufgeblüht” sind fast vollständig, um später wieder aufzutauchen? Sprich: Kommt es zu einem schubhaften, chronischen Krankheitsverlauf?
  • Kratzt sich eure Tochter/euer Sohn im Schlaf an manchen Stellen blutig?

Müsst ihr mehrere dieser Fragen mit “Ja” beantworten, führt kein Weg am Hautarzt vorbei.

Diagnose und Folgeerscheinungen von Neurodermitis

Einen Neurodermitis-Test im klassischen Sinne gibt es nicht. Um nun herauszufinden, was die Neurodermitis hervorruft, werden Allergietests durchgeführt. Beim sogenannten Prick-Test verteilt man Reizstoffe auf der Haut. Entsteht dabei eine Quaddel lässt sich genau ablesen, welche Allergene dafür verantwortlich sind. Der Epikutantest ist langfristiger angelegt. Für 72 Stunden oder manchmal auch länger beobachtet man, wie die Epidermis auf gewisse allergieauslösende Stoffe reagiert. Diese werden unter einer Art Pflaster mit ihr in intensiven Kontakt gebracht. Durch das nächtliche Kratzen und den extremen Juckreiz schlafen Betroffene weniger. Schlafstörungen und eine daraus resultierende psychische Unausgeglichenheit sind die Folge. Obwohl die Symptome vieler Neurodermitiker bis zum Schuleintritt bereits gemildert sind oder manchmal sogar fast komplett verschwinden, kann der chronische Schlafmangel im Kleinkindalter die Psyche nachhaltig beeinflussen.