Kind mit Fieber

PFAPA-Syndrom: Wenn Kinder ständig Fieber bekommen

Wenn Kinder krank sind oder zahnen, bekommen sie häufig hohes Fieber. Damit seid ihr also mehr oder weniger vertraut. Bekommt euer Kind allerdings regelmäßig hohes Fieber, das plötzlich wieder verschwindet und mit weiteren Symptomen einhergeht, tappen Eltern und Kinderärzte häufig im Dunkeln. Denn das PFAPA-Syndrom ist bislang noch sehr unbekannt. Dabei leiden viele Kinder unter fünf Jahren häufiger darunter.

Das PFAPA-Syndrom ist die Abkürzung für periodisches Fieber, aphthöse Stomatitis, Pharyngitis, zervikale Adenitis und wurde 1987 zum ersten Mal in der Fachliteratur definiert. In der Regel betrifft es Kinder (eher Jungen als Mädchen), die nicht älter als fünf Jahre sind. Meist tritt es bereits in den ersten Lebenswochen zum ersten Mal auf und verschwindet im Jugend- oder jungen Erwachsenenalter wieder. Laut Statistiken sind in Deutschland rund 1.000 Kinder vom PFAPA-Syndrom betroffen, allerdings geht man von einer hohen Dunkelziffer aus.

Das tückische an der Erkrankung ist, dass die hohen Fieberschübe nach fünf bis sechs Tagen wieder verschwinden, allerdings alle drei bis acht Wochen erneut auftreten.

Typische Symptome des PFAPA-Syndroms

  • hohe Fieberschübe über 40° C
  • Bauch- und Kopfschmerzen
  • geröteter Hals – ähnlich wie bei einer Mandelentzündung
  • geschwollene Lymphknoten
  • große Aphthen im Mund
  • Blutbild zeigt hohe Entzündungswerte

Zwar können alle Symptome in Kombination auftreten, müssen sie aber nicht. Bauch- und Kopfschmerzen sowie Aphthen treten beispielsweise nicht bei jedem Schub auf. Zudem ist das betroffene Kind aufgrund der immer wieder auftretenden Schübe häufig sehr erschöpft.

Wie wird PFAPA diagnostiziert?

Da PFAPA noch relativ unbekannt ist, müssen die betroffenen Kinder häufig eine lange Reihe von Arzt- und möglicherweise auch Krankenhausaufenthalten über sich ergehen lassen, bis eine eindeutige Diagnose gestellt wird. Habt ihr also die Vermutung, dass euer Kind an dem Syndrom erkrankt sein könnte, teilt das den Ärzten in jedem Fall mit und seid hartnäckig, wenn sie aus eurer Sicht eine vorschnelle Diagnose gestellt haben. Lässt sich der Arzt von seiner Diagnose nicht abbringen, holt euch zeitnah eine Zweitmeinung ein.

Eine Diagnose erfolgt häufig dadurch, dass andere Erkrankungen mit ähnlichen Symptomen ausgeschlossen werden können. Dazu zählen neben Mandelentzündung und Darmerkrankungen auch die Leukämie. Für diese Ausschlussverfahren werden beispielsweise Fieberprotokolle gemacht. Es wird überprüft, ob sich die Entzündungswerte nach einem Schub wieder normalisieren und ob das Fieber nach der Gabe von Kortison wieder verschwindet. Um Blutkrebs ausschließen zu können, ist eine ungefährliche Knochenmarkpunktion, die unter Narkose erfolgt, notwendig.