Kind im Wald

Zeckenimpfung: Wirksamster Schutz gegen FSME

So schön die warmen Monate in freier Natur sind und ihr euch derzeit aufgrund von Corona gerne auf Wiesen, in Parkanlagen und im Wald aufhaltet, ist dennoch Vorsicht geboten. Denn dort lauern fiese kleine Zecken! Da der vergangene Winter sehr mild war, hat die diesjährige Zeckensaison bereits im März begonnen. Deshalb gilt es noch mehr als sonst, sich vor den Parasiten zu schützen. Lest hier, wie ihr euch mit einfachen Mitteln vor Zecken schützen könnt und wann eine Zeckenimpfung gegen FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis/Hirnhautentzündung) Sinn macht!

BIG trägt die Kosten!

Übrigens sind Zeckenstiche an sich nicht gefährlich, sondern die Krankheiten, die eine Zecke übertragen kann. Dazu gehören vor allem die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und Borreliose-Bakterien. Der Gemeine Holzbock (Ixodes ricinus) ist in vielen europäischen Ländern die häufigste Zeckenart und zählt zu den sogenannten Schildzecken. Je nachdem in welcher Region ihr euch aufhaltet, kann die Gefahr infizierter Zecken zwischen jeder tausendsten und jeder zwanzigsten schwanken. Hochsaison haben die kleinen grau-schwarzen Parasiten von März/April bis ungefähr November. Aktiv sind sie also nicht nur bei warmen Temperaturen, sondern bereits ab acht Grad Celsius. Generell lieben Zecken Dunkelheit, Feuchtigkeit und milde beziehungsweise warme Temperaturen. Hitze und Trockenheit mögen sie dagegen gar nicht.

Was ist FSME?

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist eine Entzündung des Gehirns, der Gehirnhaut oder des Rückenmarks und wird durch Viren verursacht, die, sofern eine Zecke infiziert ist, diese über ihren Speichel direkt auf den Menschen übertragen kann. Erste Anzeichen für eine Infektion ähneln einem grippalen Infekt und können sich durch leichtes Fieber, Kopfweh und Übelkeit, beziehungsweise Erbrechen bemerkbar machen. Oftmals hat die erkrankte Person allerdings gar keine Symptome. Direkt behandelt werden kann die FSME nicht und der Infekt muss von alleine wieder abklingen. Es sei denn, ihr lasst euch und eure Sprösslinge impfen. Zwar tritt die FSME bei Kleinkindern seltener auf beziehungsweise verläuft die Erkrankung harmloser als bei älteren Kindern und Erwachsenen, dennoch sind schwere Verläufe und Langzeitschäden auch bei den Jüngsten nicht auszuschließen.

Was ist Borreliose?

Gegen Borreliose gibt es bislang kein Impfmittel. Da die Borreliose-Bakterien allerdings erst nach 12 bis 24 Stunden auf den Menschen übertragen werden, ist ein Insektenschutzmittel und das Absuchen speziell auf Kleidung und in Hautfalten direkt nach dem Aufenthalt in freier Natur der wirksamste Schutz. Habt ihr eine Zecke entdeckt, entfernt diese so schnell wie möglich. Entdeckt ihr sie zu spät und ist sie mit Borreliose-Bakterien infiziert, bildet sich an der Stelle des Stiches nach einigen Tagen oder Wochen meist eine ringförmige Rötung, die größer wird (Wanderröte). Darauf können Nervenschmerzen, Lähmungen sowie Entzündungen des Gehirns und der Hirnhäute hinzukommen. Auch eine Entzündung des Rückenmarks und Gelenkbeschwerden können die Folge sein. Ist eine Person infiziert, wird die Borreliose mit Antibiotika behandelt.