Kind auf dem Roller

Roller fahren lernen: Die wichtigsten Tipps für kleine Bruchpilot*innen

Die Draußensaison ist endlich da und sofern eure Kinder keine Lust mehr aufs Bobbycar, Dreirad oder Laufrad haben, ist der Tretroller (engl. Scooter) die perfekte Wahl. Warum? Er macht Spaß, fördert die kindliche Entwicklung und eure Kids werden optimal auf das Fahrradfahren vorbereitet!

Ob Bobbycar, Dreirad, Laufrad, Roller oder Fahrrad – es gibt für Kinder kaum etwas Schöneres, als sich im Freien zu bewegen und neue Meilensteine zu erreichen. Das gilt zwar nicht nur für die wärmeren Monate, allerdings macht Bewegung an der frischen Luft dann besonders viel Spaß.

Roller fahren lernen ab welchem Alter?

Ungefähr im Alter zwischen zweieinhalb und drei Jahren werden Bobbycars, Drei- und Laufräder ziemlich langweilig. Dann ist die richtige Zeit, um euren Kindern das Tretrollerfahren beizubringen. Bedenkt aber immer, dass jedes Kind sein eigenes Tempo hat. Fühlt es sich noch nicht so weit, übt keinen Druck aus und habt einfach noch etwas Geduld. Natürlich könnt ihr hin und wieder versuchen, es zu motivieren, indem ihr beispielsweise anderen Kindern beim Rollerfahren zuschaut. Um das Gleichgewicht noch besser halten zu können, empfehlen euch Expert*innen für Kleinkinder unter drei Jahren Tretroller mit drei Rollen/Reifen. Die klassischen Tretroller verfügen über zwei Rollen und sind für Kinder ab drei Jahren geeignet. Der Lenker sollte ungefähr auf Bauchhöhe eingestellt werden.

Welche Vorteile hat das Tretrollerfahren?

Zuallererst macht das Rollerfahren natürlich großen Spaß, hält fit und macht ordentlich müde. ;) Es trainiert außerdem die motorischen Fähigkeiten wie zum Beispiel den Gleichgewichtssinn, die Koordination, Beweglichkeit und Körperkontrolle. Kinder bekommen beim Rollerfahren zudem ein gutes Gefühl für Geschwindigkeiten, Beschleunigung und trainieren ihre Reaktionsfähigkeit und Konzentration - auf sich selbst, den Roller und die Umgebung.

Roller kommt vor Fahrrad!

Beim Rollerfahren lernen Kinder wichtige Grundlagen für das Fahrradfahren. Da mit einem Roller weniger Unfälle gebaut werden als mit dem Fahrrad, ist es die ideale Vorbereitung. Klappt es mit dem Gleichgewichtssinn gerade zu Beginn noch nicht so gut, können eure Kinder den Roller einfach loslassen und abspringen. Zudem können sie sich bei einem Sturz auch besser abfangen und das Bremsen ist ebenfalls einfacher als beim Fahrradfahren. Die Reifen beim Roller sind meist breiter und stabiler als beim Fahrrad. Dadurch ist es einfacher, das Gleichgewicht zu halten und mögliche Unebenheiten des Bodens werden weniger stark wahrgenommen und häufiger ausgeglichen. Außerdem verfügt der Roller im Gegensatz zum Fahrrad aufgrund seiner Kompaktheit über weniger Stellen, an denen sich Kinder verletzen können.

Sicherheit geht vor: Auch wenn euer Kind bereits richtig gut Roller fahren kann – das Fahren auf der Straße ist tabu und sollte nur auf den Fußgängerwegen erfolgen. Lasst Kleinkinder nie unbeaufsichtigt fahren. Ein Helm und das schrittweise Erlernen der Verkehrsregeln sind für eure kleinen Bruchpilot*innen ebenfalls unverzichtbar. Bei Bedarf könnt ihr eure Kids auch noch mit Knie- und Ellenbogenschonern, Rückenprotektoren und Handschuhen ausstatten. Der ADAC empfiehlt auf einer gefahrenfreien Übungsfläche mit euren Kindern beispielsweise das Abstoppen und Kurvenfahren zu trainieren. Hier findet ihr einige Übungsvorschläge.