Migräne: Therapie per App

    Migräne

    Wie gut hilft bei Migräne eine neue Therapie per App? Das soll das Projekt SMARTGEM von drei Unikliniken herausfinden und sucht daher Teilnehmer, die an mindestens fünf Tagen im Monat unter Migräne leiden und die neue Therapieform nutzen wollen.

    Verschiedene Auslöser bei Migräne

    Migräne ist zwar nicht heilbar, aber es gibt Möglichkeiten, den Attacken vorzubeugen und sie weniger schlimm werden zu lassen. Denn verschiedene Faktoren begünstigen die Migräne, wie z. B. Stress, Schlaf und Ernährung oder das Wetter. Um diese Auslöser („Trigger“) für sich umgehen zu können, muss der Patient allerdings erst einmal wissen, was bei ihm den Migräneanfall auslöst und wie er abläuft.

    Tagebuch über Migräne und Lebensumstände führen

    In der App M-Sense führt man deshalb ein Tagebuch. Hier notiert man alles Wichtige rund um Schlaf, Ernährung und Stress. Auch Migräneattacken gibt man in der App an. M-sense analysiert dann die Einflussfaktoren und Attacken. So ergibt sich ein Bild der Migräne-Auslöser. Je mehr Daten analysiert werden können, desto genauer wird dieses Bild.

    Therapieempfehlungen individuell für jeden Patienten

    Die App bietet persönlich auf den Patienten zugeschnittene Therapieformen: Entspannungstechniken, physiotherapeutische Übungen, Meditationen und Imaginationen zählen dazu. Daneben hält die App viele Informationen rund um Kopfschmerzen bereit. Der direkte Kontakt mit Medizinern per Chat oder Forum  wird über eine Webplattform sichergestellt. Außerdem findet darüber eine telemedizinische Vernetzung zwischen dem Arzt der Uniklinik und dem niedergelassenen Arzt statt.

    Unikliniken begleiten das Projekt

    „Mit dem Projekt ‚SMARTGEM‘ wollen wir die Wirksamkeit einer ortsunabhängigen, effektiven und auch zeitsparenden Therapieform bei Migräne untersuchen. Unser Ziel ist es, die Lebensqualität der Patienten zu verbessern und die Chronifizierung der Erkrankung zu verhindern“, sagt Projektleiter Dr. Lars Neeb von der Klinik für Neurologie am Campus Charité Mitte. Außer der Charité nehmen die Unikliniken Halle und Rostock an der Untersuchung teil.

    Was bietet die App?

    Die zertifizierte Medizin-App M-sense ist ein Begleiter rund um die Migräne und bietet viele Vorteile:

    • ortsunabhängige Therapie
    • Migräne-Tagebuch
    • Analyse der Migräne-Auslöser
    • Wissen rund um Migräne und Kopfschmerzen

    Wer kann mitmachen?

    Teilnehmen können BIG-versicherte Patientinnen und Patienten aus Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt, die an mindestens fünf Tagen im Monat an Migräne leiden. Sie sollten möglichst noch keine App zur Behandlung Ihrer Migräne genutzt haben.

    Wie kann ich mitmachen?

    Melden Sie sich bei der Kopfschmerzambulanz der Charité. Bald wird auch die Uniklinik Halle und die Uniklinik Rostock das Projekt für BIG-Versicherte anbieten.

    Alle weiteren Infos

    https://smartgem-projekt.de/

    CHARITÉ UNIVERSITÄTSMEDIZIN BERLIN

    Klinik und Hochschulambulanz für Neurologie

    Fon: 030.450560887

    E-Mail: smartgem@charite.de

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