Eine zweite Meinung einholen

    Zweitmeinung: Arzt führt ein Gespräch mit einer Patientin

    Was kann ich machen, wenn ich mir nicht sicher bin, ob mein Arzt mir die richtige Behandlung vorschlägt? Was, wenn ich die Begründung meines Arztes nicht nachvollziehen kann? Kann ich einfach zu einem anderen Arzt gehen und mir eine zweite Meinung einholen?

    Kann ich eine zweite Meinung einholen?

    Ja, grundsätzlich geht das! Als Versicherter der BIG haben Sie das Recht, auch weitere Ärzte um Rat zu fragen. Dieser Arzt wird vielleicht die vorgeschlagene Therapie des ersten Arztes bestätigen – oder Ihnen Gründe für eine andere Therapie liefern.

    Wann ist das sinnvoll?

    Natürlich lohnt es nicht, bei einer Erkältung oder einem Magen-Darm-Infekt eine zweite Meinung einzuholen. Doch bei schwerwiegenden Krankheiten, operativen Eingriffen oder lang andauernden Behandlungen können möglicherweise Zweifel an der Meinung des behandelnden Arztes vorliegen. Für Sie sind das vielleicht gute Gründe für einen ärztlichen Zweitbefund. Die zweite Meinung hilft Ihnen, Vor- und Nachteile der vorgeschlagenen Therapie besser zu verstehen und einschätzen zu können. Sinn macht die zweite Meinung natürlich nur dann, wenn Sie sie von einem Spezialisten durchgeführt wird.

    Muss ich noch einmal untersucht werden?

    Normalerweise nicht. Da Sie als Patient Anspruch auf Ihre Unterlagen samt Untersuchungsbefund der Erstuntersuchung haben, können Sie diese Unterlagen an den Zweitarzt weiterreichen. Ihr behandelnder Arzt darf Ihnen die Herausgabe nicht verweigern. Sollte ein Arzt die Herausgabe verweigern, so sollten Sie sich Gedanken machen, ob Sie beim richtigen Arzt sind. Kommt der Arzt bei der Zweitmeinung zum gleichen Befund, so kann dies auch das Vertrauensverhältnis zwischen Ihnen und ihrem Arzt stärken.

    Zahnärztliche Zweitmeinung

    Auch bei Zahnärzten sind Patienten häufig unsicher und möchten lieber noch eine weitere Einschätzung hören. Vielleicht liegen Ihnen auch Fragen zu den Kosten, zur Therapie oder zu den Risiken auf der Zunge? Die Zahnärzte haben mit den kassenzahnärztlichen Vereinigungen ein Beratungsmodell gestartet, bei dem Sie durch neutrale Instanzen beraten werden. Die einzige Voraussetzung hierfür ist, dass Sie in einer gesetzlichen Krankenversicherung, wie der BIG, angehören. Außerdem muss bereits ein konkreter Behandlungsplan des behandelnden Zahnarztes vorliegen. Damit die Beratung neutral erfolgt, darf der beratende Arzt sie später nicht behandeln. Damit ist höchste Beratungsqualität gewährleistet.

    Weitere Informationen finden Sie im Bereich Leistungen:
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