Mann badet Baby

Baby zum ersten Mal baden: Wann, wo und wie?

In den ersten Lebenswochen erlebt ihr mit eurem Baby viele aufregende Erlebnisse. Das erste Mal euer Kind in den Armen zu wiegen, nachdem es auf die Welt gekommen ist, ist sicherlich einer der emotionalsten Momente. Darauf geht es Schlag auf Schlag weiter: Vom ersten Füttern, über das erste Wickeln bis hin zur ersten gemeinsamen Nacht zu Hause. Und wann könnt ihr euer Baby zum ersten Mal baden?

Nach der Geburt ist die Haut eures Babys meist noch mit Käseschmiere, die die empfindliche Haut eures Babys schützt, und Blut bedeckt. Zudem ist der Nabel nach dem Abtrennen der Nabelschnur eine offene Wunde. Um Infektionen zu vermeiden und um die Babyhaut nicht unnötig zu strapazieren, werden Babys in den ersten Wochen nach der Geburt daher nur ganz sanft mit einem Waschlappen und Wasser gewaschen. 

Erst wenn sich der Nabelrest komplett abgelöst hat, sollte ein Baby gebadet werden. 

Nabelpflege beim Säugling

Der Nabel eures Babys ist eine frische Wunde, mit der ihr sorgsam umgehen und diese beobachten sowie reinigen müsst. Dann dauert es zwischen zwei und 14 Tage, bis der restliche Nabelschnurstummel von alleine abfällt.

Mehr Tipps

Zum ersten Mal baden

Mit unserer Checkliste steht dem ersten Badespaß nichts mehr im Weg!

Badespaß fürs Baby - so wird's was

  1. Bei eurem ersten Bad wird euch eure Hebamme mit hilfreichen Tipps und Tricks zur Seite stehen. Viele Hebammen empfehlen das erste Vollbad erst mit sechs bis acht Wochen.
  2. In den ersten Monaten reicht es, wenn ihr euren Wurm ein- bis zweimal pro Woche oder nur dann badet, wenn die Windel übervoll war oder sich euer Kleines stark mit Milch bespuckt hat.
  3. Bereitet vorher schon mal den Wickelplatz vor und achtet darauf, dass dieser warm ist und dass es nicht zieht.
  4. Die ideale Wassertemperatur beträgt 37 Grad Celsius. Mit einem Badethermometer seid ihr auf der sicheren Seite. Die Badezeit sollte zwischen fünf und zehn Minuten betragen.
  5. In den ersten Wochen benötigt ihr noch nicht unbedingt einen Badezusatz, falls ihr doch einen verwenden wollt, wählt eine milde Waschlotion und ein mildes Shampoo und legt euch einen Waschlappen parat. Ist die Haut eures Babys sehr empfindlich oder trocken, verzichtet besser auf den Waschlappen und wascht euer Kind sanft mit der Hand.
  6. Worin ihr euer Baby baden wollt, bleibt euch überlassen. Je nachdem wie groß und schwer es ist, wird euch eure Hebamme zu einer bestimmten Variante raten. Generell könnt ihr eine Baby-Badewanne oder einen Badeeimer nutzen. Das Waschbecken eignet sich aufgrund des Wasserhahns eher nicht zum Baden. Zum einen, weil sich euer Kind daran verletzen kann und zum anderen, weil ihr sicherstellen müsst, dass ihr oder euer Kleines nicht plötzlich den Hahn betätigt. Gerade heißes Wasser kann in diesem Fall natürlich gefährlich werden.
  7. Lasst euer Kind langsam ins Wasser gleiten, haltet es fest in eurer Handbeuge und sprecht mit ihm. Je nachdem wie gut es dem Nacktfrosch gefällt, hilft es auch, ein Lied dabei zu singen oder ein paar Scherze zu machen.
  8. Achtet darauf, wie euer Baby gelaunt ist, wie wohl es sich im Wasser fühlt, badet es am besten immer zur gleichen Zeit und nicht mit vollem Magen. Ein abendliches Bad kann beispielsweise dazu verhelfen, dass es müde wird und schneller einschläft. Vorausgesetzt, ihr macht nicht den lauten Clown vor ihm.
  9. Beim Waschen sind vor allem alle Hautfalten, wie hinter dem Ohr, in den Kniekehlen, den Armbeugen, am Hals, zwischen den Zehen und natürlich am Genitalbereich sowie am Po wichtig. Reinigt die Stellen ganz sanft mit dem Waschlappen und macht die Haare erst zum Ende nass. So kühlt es am Kopf nicht zu schnell aus.
  10. Trocknet euer Baby gründlich und behutsam ab und achtet auch dabei wieder besonders auf die Hautfalten, da sich dort durch Feuchtigkeit wunde Stellen und Entzündungen breit machen können. Reicht ein Handtuch nicht aus, könnt ihr auch mit einem Fön oder einer Standheizung nachhelfen. Seid dabei aber auch wieder sehr vorsichtig, da ein mit Strom betriebenes Gerät durch einen spontanen Pipistrahl schnell gefährlich werden kann. Generell darf die warme Luft natürlich auch nicht zu heiß sein. Ist die Haut eures Kindes sehr trocken, verzichtet auf die zusätzliche Wärmequelle.
  11. Zu Beginn ist es noch nicht unbedingt erforderlich, dass ihr Badewannenspielzeug parat habt. Es reicht bereits ein lustiger Waschlappen in Tierform, den ihr wie eine Handpuppe verwenden könnt. Wenn es dann irgendwann für euer Baby zu eintönig wird, gehört die obligatorische Qietscheente oder ähnliches schwimmendes Spielzeug natürlich zum Badevergnügen dazu.
  12. Lasst euer Baby niemals allein, wenn ihr es badet und widmet ihm immer eure volle Aufmerksamkeit. Ihr habt das Handtuch vergessen? Dann nehmt lieber ein kurzes Frösteln in Kauf, als es deshalb unbeaufsichtigt zu lassen.

Wasserscheu - Wenn Babys nicht baden wollen

Viele Babys und Kleinkinder lieben es, im warmen Badewasser zu planschen, aber es gibt auch einige Sprösslinge, die diesem Vergnügen gar nichts abgewinnen können. Sie fangen an zu weinen, sobald es in die Wanne geht oder sie das Wasser sehen. Wir haben die wichtigsten Infos und Tipps für euch!

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Baby über der Badeschüssel