Hautfarben, klein und lĂ€nglich oder rund und dunkel: Es gibt weiche und harte Fibrome. Die Hautknubbel eint, dass sie in der Regel gutartig sind. Dennoch finden viele Betroffene sie lĂ€stig, vor allem, wenn sie sichtbar sind oder stĂ€ndig Kleidung an ihnen reibt und sie sich entzĂŒnden. In einer hautĂ€rztlichen Praxis kann das Problem einfach gelöst werden.
Weiches Fibrom
Umgangssprachlich wird das weiche Fibrom auch âStielwarzeâ genannt. Medizinisch ist das aber nicht korrekt, denn echte Warzen entstehen durch eine Virusinfektion, meist mit humanen Papillomaviren (HPV). Ein weiches Fibrom hat damit nichts zu tun. Es entsteht aus Bindegewebszellen, die ĂŒberschĂŒssiges Gewebe bilden. MĂ€nner und Frauen sind etwa gleich hĂ€ufig betroffen, und mit zunehmendem Alter treten weiche Fibrome hĂ€ufiger auf.
- Vorkommen: Prinzipiell ĂŒberall am Körper, hĂ€ufig in Achselhöhlen, am Hals oder in der Leistenregion.
- Aussehen: Meist hautfarben, seltener rötlich oder brĂ€unlich bis dunkel. Typisch sind wenige Millimeter groĂe, weiche, oft gestielte HautgewĂ€chse. Manchmal liegen sie flacher und breiter an.
- GefĂŒhl: Weich und nachgiebig.
Hartes Fibrom (Dermatofibrom)
Das harte Fibrom wirkt wie ein kleiner, fester Knoten in oder auf der Haut und zeigt sich als hell- bis dunkelbrauner Fleck oder Knötchen.
- Vorkommen: HĂ€ufig an Armen, Beinen oder am Rumpf.
- Aussehen/GefĂŒhl: Fester als ein weiches Fibrom, beim ZusammendrĂŒcken weniger nachgiebig.
- Hinweis: Frauen haben Dermatofibrome etwas hÀufiger an den Beinen.
Warum entsteht ein Fibrom?
Die genauen Ursachen sind nicht vollstĂ€ndig geklĂ€rt. Beim weichen Fibrom spielt vermutlich Veranlagung eine Rolle, insgesamt treten sie mit dem Alter hĂ€ufiger auf. Beim harten Fibrom handelt es sich oft um eine gutartige Reaktion bzw. eine Art âNarbeâ der Haut nach kleinen EntzĂŒndungen oder Verletzungen, zum Beispiel nach Insektenstichen, entzĂŒndeten Haarfollikeln oder kleinen Verletzungen. Ein geschwĂ€chtes Immunsystem kann Hautinfektionen und -reaktionen begĂŒnstigen, ist aber keine typische Ursache fĂŒr das weiche Fibrom.
Ist ein Fibrom gefÀhrlich?
Ein Fibrom ist normalerweise gutartig. Es entartet nicht zu Hautkrebs. HĂ€ufig bleibt es ĂŒber lange Zeit unverĂ€ndert. GröĂere weiche Fibrome wachsen meist nur bis zu einer gewissen GröĂe. Reizungen durch Reibung, zum Beispiel am Hals durch Hemdkragen oder Schmuck, können sich jedoch entzĂŒnden oder bluten. Von allein verschwinden Fibrome in der Regel nicht. Falls dich ein Fibrom stört oder unsicher macht, kannst du es Ă€rztlich entfernen lassen.
Fibrom selbst entfernen? Bitte nicht!
Auch wenn im Internet viele Tipps und Tricks kursieren: Bitte lasse die Finger von Apfelessig und frei verkĂ€uflichen Cremes. FĂŒr ihre Wirkung gibt keine medizinischen Nachweise â ganz im Gegenteil: sie können die Haut sogar reizen oder Infektionen begĂŒnstigen.
Wichtig
Besonders das Abschneiden oder Abbinden kann zu anhaltenden Blutungen fĂŒhren, weil kleine BlutgefĂ€Ăe beteiligt sind. Ăber unsterile Klingen können Keime in die Wunde gelangen, dann sind Infektionen möglich. Lassâ ein Fibrom daher immer professionell behandeln.
Behandlung: So entfernt der Hautarzt ein Fibrom
Die Behandlung ist meist unkompliziert. ZunĂ€chst schaut die HautĂ€rztin/der Hautarzt, ob es sich tatsĂ€chlich um ein Fibrom handelt und schlieĂt gefĂ€hrliche HautverĂ€nderungen aus. Die Methode richtet sich nach Typ und GröĂe:
- Weiches, kleines Fibrom: Wird hÀufig ohne BetÀubung mit einer feinen Schere entfernt.
- Weiches, gröĂeres Fibrom: Wird ĂŒblicherweise mit einem Skalpell unter lokaler BetĂ€ubung entfernt, die Wunde wird im Anschluss vernĂ€ht. Alternativ können nicht-operative Methoden wie Vereisung (Kryotherapie) oder Laserbehandlung infrage kommen.
- Hartes Fibrom (Dermatofibrom): Die HautÀrztin oder der Hautarzt schneidet das betroffene Gewebe unter lokaler BetÀubung heraus und vernÀht die Stelle.
GrundsĂ€tzlich gilt: Du hast eine unklare HautverĂ€nderung entdeckt? Geh zur Ă€rztlichen AbklĂ€rung. So stellst du sicher, dass es harmlos ist (z. B. Fibrom oder Lipom) und schlieĂt ernstere Diagnosen wie schwarzen Hautkrebs frĂŒhzeitig aus. RegelmĂ€Ăiges Hautkrebsscreening hilft, VerĂ€nderungen rechtzeitig zu erkennen.
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FAQs zu Fibromen
Quelle
- Bundesverband der Deutschen Dermatologen e.V.:https://www.bvdd.de/
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Medizinisch geprĂŒft von: Vita Health Media