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Mach den Selbsttest
Du fragst dich, ob dein Umgang mit Handy & Co. noch im Rahmen ist? Dann schau mal hier beim Online-Test der Arbeitsgruppe DIA-NET und mach den Selbsttest. Der Test ist anonym und dauert ca. 20 Minuten und gibt dir eine erste Einschätzung.
Was ist Onlinesucht überhaupt?
Von Onlinesucht spricht man, wenn du nicht mehr richtig steuern kannst, wie viel Zeit du online verbringst und das Auswirkungen auf dein Leben hat. Wichtig ist: Es geht darum, was das online sein mit dir macht und wie sehr dich dein Verhalten einschränkt. Zum Beispiel:
- Du denkst oft ans Handy, auch wenn du gerade was anderes machst
- Dinge wie Schlaf, Sport oder Treffen mit Freunden bleiben auf der Strecke
- Du wolltest nur kurz online sein – und plötzlich sind Stunden weg
Online-Sucht auf einen Blick
- 1
Was dahinter steckt:
Onlinesucht ist eine Form von Verhaltenssucht. Es geht nicht nur um Gaming, auch Social Media, Streaming oder Online-Shopping können betroffen sein. - 2
Wer besonders gefährdet ist:
Vor allem sind junge Menschen betroffen Jugendliche. Aber auch grundsätzlich Menschen, die gerade viel Stress haben oder sich belastet fühlen. - 3
Woran du merkst, dass es kippt:
Die wichtigsten Zeichen sind Kontrollverlust („nur kurz“ klappt nicht mehr), immer mehr Zeit online, weitermachen trotz negativer Folgen, schlechte Stimmung, wenn du nicht online bist. - 4
Gut zu wissen:
Die reine Bildschirmzeit sagt wenig aus Entscheidend ist, wie sehr dein Alltag betroffen ist.
Woran du merken kannst, dass es zu viel wird
Vielleicht erkennst du dich in dem ein oder anderen Punkt wieder. Wenn da mehrere Punkte zutreffen, lohnt sich ein genauer Blick. Der Selbsttest oben kann dir dabei helfen:
- Du bist länger online, als du eigentlich wolltest
- Ohne Handy fühlst du dich schnell unruhig Du schiebst Dinge auf, weil du noch „kurz“ online bist
- Du greifst zum Handy, wenn du gestresst oder genervt bist
- Du hast schon versucht, weniger online zu sein – hat aber nicht geklappt
Warum Abschalten so schwer ist
Ganz ehrlich: Das liegt nicht nur an dir. Viele Apps sind so gebaut, dass du dranbleibst: immer neue Inhalte, Likes und Reaktionen, kein echtes Ende beim Scrollen. Und klar: Wenn der Tag anstrengend war, ist das oft die einfachste Ablenkung. Blöd nur, dass der Kopf dabei selten wirklich runterkommt.
Was dir helfen kann
Du musst dein Handy nicht komplett weglegen. Aber ein bisschen mehr Kontrolle tut oft gut. Es geht nicht um Perfektion, sondern darum, dass du dich wieder wohler fühlst. Ein paar einfache Ideen.
- Schau dir deine Bildschirmzeit an:Ohne schönreden. Einfach mal ehrlich hinschauen.
- Setz dir kleine Regeln:Zum Beispiel: kein Handy im Bett oder beim Essen.
- Plan bewusst Offline-Zeit ein:Rausgehen, Sport, Leute treffen – irgendwas ohne Bildschirm.
- Check deine Gewohnheiten:Wann greifst du automatisch zum Handy? Aus Langeweile? Stress?
Hier bekommst du Hilfe
Du willst dein Onlineverhalten besser in den Griff bekommen? Du musst das nicht allein schaffen. Viele Suchtberatungsstellen in Deutschland sind kostenlos und unterliegen der Schweigepflicht. Ein erstes Gespräch ist oft unkomplizierter, als man denkt.
Kostenlose Beratung per Chat oder Nachricht Zur Online-Beratungsplattform „DigiSucht“Persönlich, vertraulich und anonym möglich Zur Caritas Online-SuchtberatungErste Hilfe Internetsucht Beratungsstellen in deiner Nähe suchen
Quellen
- Bundesministerium für Gesundheit:Zur Seite
- gesund.bund.de:Zur Seite
- Land Nordrhein-Westfalen - Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen:Zur Seite
- Arbeitsgruppe S:TEP:Zum Online-Test
Die BIG-Gesundheitsredaktion verbindet journalistisches Know-how mit medizinischem und kommunikativen Fachwissen.
