Tasse Tee auf einem Tisch

Tee trinken ist besser als abwarten

Erst mal eine Tasse Tee - besonders wenn es kälter wird, greifen wir gerne mal zu dem heißen Getränk und gönnen uns so eine Pause. Tee steht für Entspannung und Entschleunigung. Je nach Sorte belebt Tee auch Geist und Körper.

Das sind die beliebtesten Teesorten - wie sie auf uns wirken und wie wir sie am besten zubereiten!

Grüntee

Grüntee kann sich bei verschiedenen Krankheiten positiv auswirken, zum Beispiel auf Multiple Sklerose, Darm- und Prostatakrebs, Alzheimer, Diabetes oder zu hohen Blutzucker. Außerdem wirkt er entzündungshemmend.

Grüner Tee enthält Koffein, daher ist er eine gute Alternative zu Kaffee. Man findet verschiedene Sorten Grüntee, auch aromatisierte Versionen, so dass grüner Tee eigentlich nie langweilig wird.

Für die Zubereitung von Grüntee empfiehlt sich etwa 1 Teelöffel an Teeblättern, die man in eine Tasse mit heißem, aber nicht kochendem Wasser gibt. Zu viele Teeblätter oder zu heißes Wasser machen grünen Tee schnell bitter. Für die richtige Temperatur wartet man nach dem Aufkochen des Wassers einfach etwa eine Minute, bevor man die Teeblätter aufgießt, dann sollte die Temperatur auf etwa 80°C abgekühlt sein und ist damit genau richtig.

Damit sich der Geschmack des Grüntees richtig entfalten kann, gibt man ihn am besten ohne Teebeutel ins Wasser und gießt den fertigen Tee nach der Ziehzeit dann durch ein Sieb. 

Schwarzer Tee

Schwarzer Tee gehört zu den weltweit wohl beliebtesten Teesorten. Er ist durch seinen Koffeingehalt ebenfalls eine Alternative zu Kaffee und ist in verschiedenen Sorten, wie z.B. Assam, Darjeeling oder Ceylon erhältlich. Durch den hohen Koffeingehalt fördert Schwarzer Tee die Konzentration, außerdem beruhigt er Magen und Darm und kann sogar den Zahnschmelz stärken. Schwarzer Tee beugt Harnwegs- und Gefäßerkrankungen vor und lindert Hauterkrankungen wie Neurodermitis oder Ekzeme.

Übrigens ist Schwarzer Tee oxidierter Grüntee, der auf eine besondere Art getrocknet wird. 

Bei der Zubereitung von Schwarzem Tee wird ein Teelöffel der Blätter mit heißem Wasser übergossen. Auch hier gilt die Regel von etwa einem Teelöffel für eine Tasse Tee. Der Tee sollte nicht länger als 5 Minuten ziehen, da er sonst bitter wird.

Weißer Tee

Weißer Tee wird aus den Knospen der Teepflanze Camellia, aus der auch Grün- und Schwarztee hergestellt werden, gewonnen.

Weißem Tee werden heilende und gesundheitsfördernde Kräfte zugesprochen. Er enthält nur sehr wenig Koffein, dafür aber viele andere Wirkstoffe, die in dieser Konzentration in anderen Teesorten nicht zu finden sind. Weißer Tee enthält zum Beispiel Antioxidantien, die den Körper vor freien Radikalen (schädlichen Sauerstoffverbindungen) schützen und das Immunsystem stärken. Weißer Tee enthält Vitamine und Mineralien, die unser Nervensystem beeinflussen. Besonders das enthaltene Vitamin B1 beugt Kopfschmerzen, Depressionen und Infektionen vor. Zudem wird Weißem Tee eine verjüngende Wirkung zugeschrieben.

Weißer Tee sollte zwei bis fünf Minuten in heißem, nicht kochendem Wasser ziehen, auch hier gilt die Regel, von etwa einem Teelöffel der Teeblätter für eine Tasse Tee. Anders als Schwarzer Tee und Grüntee kann weißer Tee nicht bitter werden, so können Sie mehrere Aufgüsse mit den Teeblättern machen.

Früchtetee

Früchtetee besteht nicht aus Teeblättern - deshalb enthält er weder Koffein noch Teein. Strenggenommen ist Früchtetee also gar kein Tee, sondern ein Aufguss. Er schmeckt heiß oder auch kalt und ist besonders bei Kindern beliebt. Es gibt Früchteteemischungen in allen möglichen Variationen, die bei der richtigen Zubereitung viele wertvolle Vitamine liefern. Industrielle Verarbeitung kann dazu führen, dass Früchtetee seine positiven Eigenschaften verliert.

Früchtetee sollte länger ziehen als andere Teesorten, da die getrockneten Früchte ihre Aromen nicht so schnell freisetzen können. Mindestens fünf Minuten Ziehzeit ist nötig. Diese Zeit variiert je nach Bestandteilen des Tees. Für einen Früchtetee bietet sich, im Gegensatz zu traditionellen Tees, kochendes Wasser an, da die Früchte so schneller ihre Aromen und gesunden Bestandteile abgeben.

Kräutertee

So wie Früchtetee wird auch Kräutertee nicht aus Teeblättern gewonnen. Kräutertees haben eine lange Tradition als Heilmittel. Kräutertee enthält je nach Sorte jede Menge Vitamine, Mineralien und ätherische Öle mit gesundheitsfördernden Eigenschaften. Die Wirkung des Tees hängt von den verwendeten Kräutern ab:

  • Kamillentee: Die ätherischen Öle des Kamillentees lindern Entzündungen und mindern Blähungen.
  • Pfefferminztee: ist besonders wirksam bei Krämpfen und Übelkeit. Er beruhigt, besitzt entzündungshemmende Eigenschaften und kann sogar bei Zahnschmerzen helfen.
  • Brennnesseltee: wirkt entwässernd und harntreibend, weshalb man bei Nierenerkrankungen unbedingt die Finger davon lassen sollte!
  • Melissentee: Eine Tasse Melissentee bringt Ihnen Ruhe und Entspannung.
  • Salbeitee: Der hohe Kalziumanteil des Salbeitees ist gut für Herz und Muskeln.
  • Fencheltee: Die beruhigende Wirkung des Fencheltees kann bei Blähungen, Krämpfen, Übelkeit und inneren Entzündungen Abhilfe schaffen.

Es gibt zahlreiche Kräutertees, die natürliche Heilkräfte besitzen. Um den passenden Tee für die jeweiligen Beschwerden zu finden, lasst ihr euch am besten individuell im Teegeschäft oder einer Apotheke beraten.