Schwangere hält ihren Bauch

Was ist ein Dammriss und wie könnt ihr ihm vorbeugen?

Als Schwangere werdet ihr mit einigen Begriffen konfrontiert, die ihr zwar irgendwann schon mal gehört habt, aber so richtig Bescheid wisst ihr dann meist trotzdem nicht. Der Dammriss zählt gewiss dazu. Deshalb erfahrt ihr jetzt die wichtigsten Fakten rund um den Dammriss und wie ihr das Risiko dieser Geburtsverletzung mindern könnt.

Dammriss zweiten Grades kommt am häufigsten vor.

Der Damm ist das feste und dennoch sehr dehnbare Gewebe zwischen Scheidenrückseite und Darmausgang. Der Damm ist ein wichtiger Teil der Beckenbodenmuskulatur und dient dazu, den weiblichen Körper nach unten hin zu stärken und „abzudichten“. Da durch die Geburt eure Beckenbodenmuskulatur bereits geschwächt ist und Dammrisse sowie Dammschnitte sehr unangenehm sind, gilt es, beide Risiken zu mindern.

Was ist ein Dammriss?

Von einem Dammriss ist knapp ein Drittel aller Frauen betroffen, die vaginal entbinden. Er zählt damit zu den häufigsten Geburtsverletzungen. Zwar ist das Dammgewebe sehr dehnbar, allerdings können eine sehr schnelle Geburt, die Geburtsposition in Rückenlage, ein großes Baby (Kopf und Schulter) oder medizinische Instrumente wie zum Beispiel der Einsatz einer Zange dazu führen, dass der Damm zu stark gedehnt wird und an einer bestimmten Stelle – der „6-Uhr-Position“ – reißt. Die Schmerzen und Blutungen nehmt ihr aufgrund der herabgesetzten Schmerzempfindlichkeit oder einer PDA oft kaum bis gar nicht wahr. Stellt der Arzt fest, dass das Gewebe beschädigt oder gerissen ist, wird die Verletzung in vier Schweregrade unterteilt: