Mann schaut draußen auf sein Handy

Geocaching: Online-Schatzsuche in Park, Wald und Wiesen

Spaziergänge und Wanderungen sind gesund, machen aber nicht jedem Spaß. Mit einem Spiel wird es lustiger – Geocaching ist eine Schatzsuche in Stadt und Natur.

Ein Spaziergang im Park oder eine Wanderung durch Wald und Wiesen sind ein großer Benefit für die Gesundheit. Bewegung an der frischen Luft hält fit und stärkt das Herz-Kreislauf-System. Allerdings ist nicht jeder ein begeisterter Fußgänger. Gerade Kinder sind von einem Marsch durch die Natur oft wenig angetan. Mit einem Spiel macht der Ausflug für alle großen und kleinen Beteiligten mehr Spaß. Eine Idee ist Geocaching. Bei diesem Trend gehen Spaziergänger mit ihrem Handy auf Schatzsuche in der echten Welt. Sie brauchen dafür nur ein GPS-fähiges Gerät, gute Augen und Spaß an kniffligen Rätseln.

Geocaching: Was ist das?

Im Mai 2000 gab die US-Regierung ein genaueres GPS-Signal für die private Nutzung frei. Dave Ulmer nutzte dies für ein Spiel: Er versteckte einen Eimer mit „Schätzen“ und teilte die GPS-Daten online. Damit stieß er auf Begeisterung – und begründete einen weltweiten Trend, der bis heute anhält. 

Beim Geocaching verstecken kreative Mitglieder einer Community kleine (oder auch große) Kostbarkeiten in der Stadt und auf dem Land, sogenannte Caches. Das können Vorratsdosen mit Schlüsselanhängern, Figuren oder Ähnlichem sein, aber auch ausgefallenere Ideen sind möglich. Anschließend veröffentlichen die User die GPS-Daten in einem Geocaching-Portal, üblicherweise Geocaching.com. Nun sind abenteuerlustige Schatzsucher gefragt, sich mit einem digitalen Kompass auf den Weg zu machen und das Kleinod zu finden. 

Geocaching ist für jeden geeignet, denn es gibt die Caches in verschiedenen Schwierigkeitsstufen: Manche sind leicht zu finden und bereits für Grundschulkinder geeignet. Auch Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen haben darauf Zugriff, wenn der Cache sich beispielsweise unter einer Bank befindet. Andere Rätsel sind kniffliger zu lösen oder erfordern mehr körperlichen Einsatz. Sie können zum Teil sportlich herausfordernd sein und denjenigen einen Anreiz bieten, die mehr wollen.

 

Wie funktioniert Geocaching?

Wer auf Geocaching-Suche gehen will, muss sich die Geocaching-App des Portals herunterladen und sich registrieren. Viele Rätsel können Sie nun frei in der Community einsehen, bei anderen brauchen Sie eine gebührenpflichtige Mitgliedschaft. Um selbst auf die Suche gehen zu können, benötigen Nutzer in erster Linie ein GPS-Gerät. Ein Smartphone reicht in der Regel aus. Abenteurer, die einen Schatz mit nach Hause nehmen wollen, sollten selbst ein kleines Mitbringsel zum Austausch einstecken. Beachten Sie dabei: Die allerkleinsten Caches beinhalten meist keine realen Schätze, hier geht es nur um das Finden an sich. Für Kinder könnte das enttäuschend enden.

So läuft Geocaching ab:

  • Auf dem Geocaching-Portal wird die grobe Position des Schatzes auf einer Karte angezeigt. Suchen Sie sich einen Cache aus, der Sie reizt.
  • Der zum Cache gehörige Eintrag verrät Details zur Suche. Sie erfahren: Wie groß ist der Cache? Von winzig bis koffergroß ist alles möglich. Ist das Gelände einfach oder könnte es unwegsam werden? Wie schwierig ist das Rätsel? Hier gibt der Ersteller auch an, ob die Suche für Kinder und Rollstuhlfahrer geeignet ist, ob der Cache mit dem Fahrrad erreichbar ist und ob Hunde erlaubt sind.
  • Es gibt auch unterschiedliche Arten von Geocaches: „Tradis“ sind einfache Rätsel, „Mulits“ bilden eine Kette an Aufgaben, „Mystery Caches“ enthüllen erst die GPS-Daten, wenn eine Aufgabe gelöst wurde.
  • Mit den Koordinaten im Gepäck machen Sie sich auf den Weg. Nutzen Sie die Karte des Portals oder einen Kompass, um möglichst nah an den Cache heranzukommen.
  • Achten Sie während der Suche darauf, dass kein Außenstehender Sie beobachtet und anschließend möglicherweise aus Neugier den Cache entfernt. Und natürlich dürfen Sie selbst nichts kaputt machen oder entwenden.
  • Nun heißt es: Augen auf und suchen. Wer einen Cache findet, darf sich ins Logbuch eintragen und den kleinen Schatz mitnehmen. Dafür aber unbedingt etwas für den nächsten Sucher zurücklassen!
  • Cache-Ersteller freuen sich über ein nettes Feedback auf dem Geocaching-Portal. Informieren Sie andere User auch, wenn etwas kaputt ist oder der Cache verloren gegangen ist.

Wer Freude am Spiel gewonnen und schon ein paar Erfahrungen gesammelt hat, darf auch gerne selbst Geocaches verstecken. Dafür muss der Teilnehmende nur ein kleines Geschenk witterungsfest inklusive Notizbuch und Stift verstecken und die Aufgabe online stellen. Dabei sollte er oder sie darauf achten, dass bei der Suche niemand in Gefahr gerät, nichts zerstört wird oder Grundstücksgrenzen verletzt werden. Nun steht einem kleinen Abenteuer nichts mehr im Wege!