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Yoga Klasse mit Anfängern

Kundalini-Yoga für klare Gedanken und einen starken Körper

Mit Kundalini-Yoga machen Sie sich auf eine Reise zu sich selbst: Der Yoga-Stil verbindet körperliche Übungen mit Meditation und wiederholtem Singen. Auch Anfänger können von der Praxis profitieren.

Bewegung und spirituelle Elemente – Kundalini eignet sich für alle, die Yoga gerne ganzheitlich praktizieren. Dabei soll letztendlich die sogenannte Kundalini-Energie im Menschen entfesselt werden. In der Sprache Sanskrit bedeutet dies so viel wie „Schlangenkraft” – die Vorstellung der Kundalini-Lehre ist, dass die Energie oder ätherische Kraft zusammengerollt wie eine Schlange am unteren Ende der Wirbelsäule liegt. Die Übungen des Yoga-Stils zielen darauf ab, diese Kraft zu aktivieren. Anschließend soll diese entlang der Wirbelsäule nach oben wandern. Anders als bei Yoga-Stilen wie dem Hatha-Yoga steht beim Kundalini weniger körperliche Fitness, sondern das spirituelle Erwachen des Yogis im Vordergrund. Wer Entspannung sucht und spirituell offen ist, liegt mit dieser Stilrichtung daher genau richtig. 

Wie funktioniert Kundalini-Yoga?

Sinn des Kundalini-Yogas ist es, die Kundalini-Kraft zu wecken. Dazu müssen laut der Lehre die sieben Chakren, also Hauptenergiezentren des Körpers, geöffnet werden. Je nachdem, welches von ihnen gerade angesprochen werden soll, gibt es unterschiedliche Einheiten mit Übungen. Etwa kann in einer Kundalini-Stunde der Fokus auf dem Thema Angst oder Stress liegen. Während einer Yoga-Stunde absolvieren Sie verschiedene Übungsreihen, die auch als Kriyas bekannt sind. Sie setzen sich aus verschiedenen Elementen zusammen: 

  • Pranayama Atemübungen kommen in der Regel zu Beginn. Essenziell ist der Feueratem Kapalabhati. Hier atmen Sie kraftvoll durch die Nase aus und ziehen währenddessen den Bauch ein.
  • Asanas Körperübungen, die oft lange gehalten werden
  • Mantras Besonders wichtig ist das Mantra „Sat Nam”. Es heißt so viel wie wahre Identität und soll den Yogi mit seinem höheren Selbst verbinden.
  • Mudras Die Gesten sind während der Meditation wichtig – sie sollen die Energie lenken.
  • Bandhas Bandha heißt „schließen” oder „binden”: Bei den Bandhas ziehen Sie bestimmte Muskeln zusammen, um die Energie im Körper zu lenken.

Durch die Übungen sollen Sie zu sich selbst finden und ein höheres Bewusstsein erlangen. Tatsächlich lässt sich durch diese Art der Yoga-Praxis gut Stress abbauen. 

Kundalini-Yoga: Stil für Einsteiger oder Profis?

Achtsamer und bewusster leben und die Gedanken zur Ruhe kommen lassen – wer nach diesem Zustand sucht, ist beim Kundalini-Yoga richtig aufgehoben. Doch wie leicht ist der Einstieg? Prinzipiell können auch Anfänger direkt mit dem Yoga-Stil starten. Wer sich für eine Stunde entscheidet, sollte jedoch dem Spirituellen gegenüber aufgeschlossen sein und sich beispielsweise für Meditation und Mantras interessieren. Vorwissen in diesen Bereichen brauchen Sie dagegen nicht. Die Übungen gibt es in verschieden schwierigen Variationen, sodass sie sich für unterschiedliche Level eignen. Zudem sind die Asanas leicht zu erlernen und eignen sich auch für Menschen mit körperlichen Beschwerden. Wichtig ist dabei nur zu wissen, dass Sie beim Kundalini-Yoga relativ lange in den einzelnen Stellungen verharren – etwa fünf bis zehn Minuten lang. 

Matte und Co.: Das brauchen Sie für Kundalini-Yoga

Sie haben Ihre erste Stunde Kundalini-Yoga gebucht? Dann stehen Sie zunächst einmal vor Überlegung, welche Ausrüstung und Kleidung sie benötigen. Wichtig ist vor allem, dass Sie ein möglichst bequemes Outfit wählen – Yoga-Leggings oder Jogginghose und ein Top sind eine gute Möglichkeit. Bei einer Kundalini-Einheit gibt es zudem immer wieder Phasen, in denen meditiert und gechantet wird und wenig Bewegung stattfindet. Hierfür ist es hilfreich, zum Beispiel ein Paar warme Socken oder eine Strickjacke griffbereit zu haben. Außerdem brauchen Sie:

  • eine Yogamatte
  • ein Meditationskissen
  • eventuell eine Decke für die Schlussentspannung.

Asanas im Kundalini-Yoga

Viele Asanas des Kundalini-Yogas kommen auch bei anderen Stilrichtungen wie dem Hatha-Yoga vor. Typische Körperübungen sind etwa:

  • Die Kobra Legen Sie sich auf den Bauch und stellen Sie die Hände direkt unter den Schultern auf. Die Finger sind weit aufgespreizt. Pressen Sie Schambein und Fußrücken gut in die Matte. Mit der Einatmung schieben Sie den Oberkörper aus der Kraft des unteren Rückens nach oben. Die Schultern bleiben dabei entspannt und die Oberarme eng am Körper. Versuchen Sie, zwei Minuten in der Kobra zu verharren.
  • Der Bogen Begeben Sie sich in Bauchlage. Von dort aus greifen Sie nach Ihren Knöcheln oder den Fußrücken. Atmen Sie ein und schieben Sie Ihre Schienbeine nach hinten. Gleichzeitig heben Sie Ihre Oberschenkel und die Brust von der Matte. Entspannen Sie Ihren Nacken und bleiben Sie für etwa zwei Minuten in der Position.