Frau beim Podologen.

Podologie - medizinische Fußpflege

Schmerzen an den Füßen können unsere Bewegungsfähigkeit ungemein einschränken. Die Podologie behandelt akute Probleme an den Füßen, um Folgeschäden und Einschränkungen vorzubeugen.

Podologie ist die Bezeichnung für medizinische Fußpflege, die bei Patienten jeden Alters angewendet werden kann. Ziel der Fußpflege ist es, jegliche Fußprobleme einzudämmen und die Bewegungsfähigkeit des Patienten sicherzustellen. Podologie wird im Unterschied zu Pediküren und anderen ästhetischen Behandlungen von medizinisch ausgebildetem Fachpersonal durchgeführt. Die Berufsbezeichnung „Podologe/ Podologin“ ist geschützt und darf nur nach einer zweijährigen Ausbildung verwendet werden. Bei der medizinischen Fußpflege werden Veränderungen der Nägel und der umliegenden Haut behandelt. Die Behandlungsmaßnahmen reichen von Nagelkorrekturen bei eingewachsenen Nägeln über Fußmassagen, Warzen- und Hornhaut-Behandlungen bis hin zu Nagelprothetik. Bei einer Nagelprothetik wird ein fehlender Nagel mit künstlichem Material ersetzt, um Schädigungen des Nagelbetts zu verhindern.

Podologie - so funktioniert's

  1. Verordnung durch den Arzt: Podologen arbeiten eng mit Arztpraxen, Orthopäden und Krankengymnasten zusammen. Stellt Ihr Arzt Fußprobleme bei Ihnen fest, kann er Ihnen Fußpflege verordnen. Das Rezept kann für bis zu sechs Behandlungseinheiten ausgestellt werden. Besteht danach noch immer Behandlungsbedarf, können weitere Rezepte ausgestellt werden.
  2. Keine Genehmigung durch die BIG: Sie können mit Ihrem Rezept direkt zu einem kassenzugelassenen Podologen gehen. Die Behandlung muss zuvor nicht von uns genehmigt werden.
  3. Die BIG übernimmt die Kosten Wenn Sie unter dem diabetischen Fußsyndrom, einer sensiblen oder sensomotorischen Neuropathie oder einem neuropathischen Schädigungsbild als Folge eines Querschnittsyndroms leiden, zahlt die BIG die Kosten für Podologie.

Behandlungsmaßnahmen in der medizinischen Fußpflege

Neben den bereits genannten Behandlungen gibt es noch weitere Maßnahmen der medizinischen Fußpflege. Hierzu gehören zum Beispiel:

  • Das richtige Schneiden der Nägel
  • Behandlung von Hüneraugen
  • Taping und Kompressionsverbände zur Entlastung
  • Fußgymnastik zur Korrektur von Fehlstellungen
  • Behandlung von Fußpilz oder anderen Infektionen
  • Druck- und Reibungsschutz
  • spezielle manuelle, physikalische oder medikamentöse Behandlungsmethoden

Medizinische Fußpflege - der Behandlungsablauf

Der Podologe oder die Podologin führt zunächst eine Anamnese und podologische Befunderstellung durch. Anschließend wird ein individueller Behandlungsplan erstellt und dem Patienten das Behandlungsziel genauer erklärt. Während der Behandlung versucht der Podologe seinen Patienten Tipps zur richtigen Pflege zu geben.

Podologische Behandlung bei Diabetes mellitus

Diabetiker sind besonders häufig von Fußproblemen betroffen. Diabetes mellitus kann krankhafte Veränderungen am Fuß (diabetisches Fußsyndrom) hervorrufen. Hier kann trockene, schuppige Haut auftreten oder im schlimmsten Fall sogar eine Nervenerkrankung entstehen. Diese Symptome müssen vom Podologen behandelt werden, damit keine dauerhaften Schäden wie Entzündungen und Wundheilungsstörungen entstehen.

Wer benötigt medizinische Fußpflege?

Die medizinische Fußpflege kann für Füße jeden Alters geeignet sein. Oftmals sind die Fußprobleme krankheitsbedingt. So wie Diabetes kann auch Rheuma oder starkes Übergewicht Probleme an den Füßen verursachen. Zusätzlich leiden in Deutschland viele Menschen unter Fußpilz, der umgehend behandelt werden sollte. Auch Fehlbelastungen oder falsches Schuhwerk können zu massiven Fußschmerzen und Störungen der Fuß-Gesundheit führen. Auch hier sollte man sich umgehend in Behandlung begeben.