Rhesus-Faktor-Test in der Schwangerschaft

Wenn eine Schwangere Rhesus-negativ ist, kann es in seltenen Fällen zu Komplikationen kommen – vor allem, wenn das ungeborene Kind Rhesus-positiv ist. Um unnötige Behandlungen zu vermeiden, gibt es heute eine moderne und sichere Blutuntersuchung: den Rhesus-Faktor-Test des ungeborenen Kindes.
Blutteströhrchen im Labor

Inhalt

Rhesus-negative Schwangere können per Bluttest sicher bestimmen lassen, ob ihr Kind Rhesus-positiv ist. So lässt sich eine unnötige Anti-D-Prophylaxe vermeiden. Die BIG übernimmt die Kosten, wenn der Test medizinisch empfohlen wird.

Warum ist der Rhesus-Faktor wichtig?

Der Rhesus-Faktor ist ein Merkmal auf den roten Blutkörperchen. Ist eine Schwangere Rhesus-negativ und das Kind Rhesus-positiv, kann ihr Immunsystem Antikörper gegen das Blut des Kindes bilden. Das passiert meist nicht in der ersten Schwangerschaft, kann aber bei weiteren Schwangerschaften zu gesundheitlichen Risiken für das Kind führen.

Um diese sogenannte Rhesus-Inkompatibilität zu verhindern, erhalten betroffene Schwangere eine sogenannte Anti-D-Prophylaxe – bisher meist unabhängig davon, welchen Rhesus-Faktor das Kind tatsächlich hat.

Was bringt der neue Bluttest?

Der neue Rhesus-Faktor-Test analysiert das Erbgut des Kindes aus einer einfachen Blutprobe der Mutter – ohne Risiko für Mutter oder Kind. Er zeigt, ob das Kind tatsächlich Rhesus-positiv ist und die Anti-D-Prophylaxe notwendig ist.

Ihre Vorteile auf einen Blick:

  • Kein unnötiges Medikament, wenn das Kind ebenfalls Rhesus-negativ ist
  • Keine Belastung durch eine Injektion
  • Schonung von Spenderblut-Ressourcen
  • Klarheit und Sicherheit während der Schwangerschaft

Wer kann die neue Untersuchung nutzen?

Schwangere mit dem Rhesus-Faktor negativ

Welche Leistung übernimmt die BIG?

Blutuntersuchung der Mutter: Das Blut der Mutter wird mit einem genetischen Testverfahren untersucht, denn es enthält Erbmaterial des Kindes, aus dem man den Rhesus-Faktor des Babys erfährt.

Wie kann ich die Untersuchung nutzen?

Der Test wird ab der 12. Schwangerschaftswoche durchgeführt. Wenn Ihre gynäkologische Praxis den Test medizinisch empfiehlt, übernimmt die BIG direkt gesund die Kosten. Die Abrechnung erfolgt ganz unkompliziert über Ihre Versichertenkarte – ohne zusätzliche Formulare oder Antragstellung.

Frau hält ein Ultraschallbild in die Kamera.

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