Mit Haut und Haaren: Hautkrebs-Screening nicht vergessen

    Hautkrebsscreening: Mädchen mit Sonnencreme am Pool

    Die Haut ist ein echtes Schwergewicht. Sie ist nicht nur das größte menschliche Organ, sondern bringt auch das meiste Gewicht auf die Waage. Dabei regelt sie ganz nebenbei Stoffwechselaktivitäten, reguliert den Wärmehaushalt, dient als Schutzschild vor Umwelteinflüssen und nimmt wichtige Stoffe auf. Und verrät manchmal mehr, als uns lieb ist und wird einfach rot oder blass, schwitzt, bekommt Gänsehaut oder hektische rote Flecken.

    Unser größtes Organ

    Also alles gute Gründe, sich ordentlich um sie zu kümmern, zum Beispiel mit einem regelmäßigen Hautkrebs-Screening. Obwohl das Hautkrebs-Screening eine einfache und effektive Methode ist, um den Krebs sehr früh zu erkennen und behandeln zu können, kommt die Vorsorge oft zu kurz. Dabei ist Hautkrebs die häufigste Krebsart in Deutschland. Besonders der „schwarze Hautkrebs“ ist gefährlich und sorgt in jedem Jahr für zahlreiche Todesfälle.

    Geschützt in die Sonne

    Vieles können wir beim Thema Hautkrebs aber auch selbst tun. Gerade zur Sommerzeit ist wichtig, sich vor UV-Strahlen zu schützen und die Haut nicht durch einen Sonnenbrand zu schädigen. Hier kann man sich – je nach Hauttyp – gut durch Kleidung oder Sonnencreme mit einem entsprechend hohen Lichtschutzfaktor vor einem Sonnenbrand schützen. Auch die zusätzliche UV-Belastung durch Solarium-Besuche kann die Haut schädigen. Insbesondere bei jungen Menschen ist hier das Risiko hoch. Daher sind bereits seit 2009 Sonnenbank-Besuche erst ab 18 erlaubt. Eigentlich gar nicht schwer.

    Das passiert beim Hautkrebs-Screening

    Wichtig ist natürlich auch, selbst mal einen kritischen Blick auf die Haut zu werfen. Rund um Schönheitsfragen wird gezupft, geschminkt, enthaart, gebräunt, geglättet und bemalt. Dabei sollte man auffällige Stellen auch im Blick haben, beobachten und bei Veränderungen einem Dermatologen zeigen, z.B. beim Hautkrebs-Screening!

    Beim Hautkrebs-Screening liegt das Hauptaugenmerk auf den drei häufigsten Hautkrebserkrankungen Basalzellkrebs (Weißer Hautkrebs), Stachelzellkrebs und malignes Melanom („Schwarzer Hautkrebs“). Da Hautkrebs am ganzen Körper entstehen kann und nicht nur an Stellen, die besonders der Sonne ausgesetzt sind, wird beim Screening die gesamte Haut gründlich mit einer unbeleuchteten Lupe untersucht, und das von der Kopfhaut bis zur Fußsohle. Im Schnitt dauert das ca. 15-20 Minuten.

    Kostenlose Vorsorgeleistung

    Alle zwei Jahre können Sie als BIG-Versicherter ab 35 Jahren Ihre Haut screenen lassen. In der Regel führt diese Früherkennungsuntersuchung ein Hautarzt durch. Es gibt aber mittlerweile auch viele Hausärzte, die sich durch eine Fortbildung für das Hautkrebs-Screening zertifiziert haben und die Untersuchung mit der Krankenkasse abrechnen können. Ihnen entstehen dabei keine Kosten. Die Abrechnung erfolgt über Ihre Versichertenkarte. Eventuell bietet Ihnen Ihr Arzt zusätzliche Leistungen wie z. B. ein Screening mit einer beleuchteten Lupe (Auflichtmikroskopie) an oder oder eine Videodokumentation, die Sie dann allerdings selbst zahlen müssten. Lassen Sie sich hier vorab genau informieren.

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