Frau tippt am Laptop

Corona-Pandemie: Infos für Versicherte

Die Corona-Pandemie erfordert schnelle Hilfen und Angebote. Wir möchten es für Sie so einfach und komfortabel wie möglich machen. Hier finden Sie alle wichtigen Infos rund um Corona und Ihre Versicherung.

Kinderkrankengeld: Seit April 2021 Ausweitung von Kinderkrankengeldtagen

Schon im Januar 2021 wurde für Eltern die Möglichkeit geschaffen, mehr Kinderkrankengeldtage zu nehmen. Im April erfolgte eine weitere Erhöhung der Tage. Das sind die aktuellen Regelungen für das Jahr 2021:

Anspruch auf Kinderkrankengeld
Eltern mit einem Kindjedes Elternteil 30 Arbeitstage
Alleinerziehendes Elternteil mit einem Kind60 Arbeitstage
Eltern mit mehreren Kindernjedes Elternteil 65 Arbeitstage
Alleinerziehendes Elternteil mit mehreren Kindern130 Arbeitstage

Eltern können für 2021 nicht nur Kinderkrankengeld bei Krankheit der Kinder beantragen, sondern auch, wenn sie wegen Kita- oder Schulschließungen zu Hause betreut werden, die Präsenzpflicht im Unterricht ausgesetzt ist oder nur eine Notfallbetreuung im Kindergarten möglich ist.

Für Kinderkrankengeld im Zusammenhang mit diesen Fällen nutzen Sie bitte den PDF-Antrag weiter unten. Sie benötigen keine Bescheinigung der geschlossenen Einrichtung.

Die weiteren Voraussetzungen für Kinderkrankengeld bestehen weiterhin:

  • Ihr Kind ist gesetzlich krankenversichert und noch keine zwölf Jahre alt.
  • Sie können Ihrer Tätigkeit nicht nachgehen.
  • Keine andere im Haushalt lebende Person kann Ihr Kind pflegen

Alle Infos rund um die Corona-Impfung

Rund um die Impfung tauchen nach wie vor viele Fragen auf. Wir liefern aktuelle Antworten!

Coronavirus-Impfung
Mann erhält eine Spritze

Impfpass

Der Impfpass gibt Auskunft darüber, wann Sie gegen welche Krankheiten geimpft wurden. Wie steht es um den digitalen Impfnachweis im Zuge der Corona-Pandemie?

Impfpass: Alles was Sie wissen müssen
Vorsorge-Impfschutz-Impfpass

Krankschreibung per Telefon weiter möglich

Die Sonderregelung zur telefonischen Krankschreibung gilt weiter: Patienten, die an leichten Atemwegserkrankungen leiden, können von ihrem Arzt nach telefonischer Befragung bis zu 7 Kalendertage krankgeschrieben werden. Eine einmalige Verlängerung der Krankschreibung kann telefonisch für weitere 7 Kalendertage ausgestellt werden.

Die Regelung gilt vorerst bis zum 31. Dezember 2021.

Bitte beachten Sie weiterhin: Patienten, die typische Covid-19-Symptome bzw. unklare Symptome von Infektionen der oberen Atemwege haben oder Kontakt zu Covid-19-Patienten hatten, sollten vor einem Arztbesuch telefonisch Kontakt zur Praxis aufnehmen, um das weitere Vorgehen zu besprechen.

Corona-Erkrankung auf Auslands-Reisen: Wer zahlt die Behandlung?

Wer jetzt in der Pandemie ins Ausland reist, fragt sich oft, wer die Behandlungskosten bezahlt, wenn er sich mit dem Corona-Virus ansteckt. Das sind die Regeln:

BIG-Versicherte können im EU-Ausland und in einigen weiteren Ländern (zur Länderübersicht) mit ihrer Versichertenkarte oder dem Auslandskrankenschein zum Arzt und werden dann behandelt. Das ist auch im Fall einer Ansteckung mit Corona so. Wichtig zu wissen: Häufig kommt es trotzdem vor, dass Ärzte oder Krankenhäuser direkt vom Patienten bezahlt werden wollen und Sie sich die Kosten im Nachhinein erstatten lassen. Meistens ist aber die Rechnung höher als der Betrag, den die BIG nach gesetzlichen Vorgaben zahlen darf. Kosten für einen Rücktransport aus dem Urlaubsland darf die BIG nicht übernehmen.

Vorsorgeuntersuchungen für die Kinder

Die festen Termine für die Vorsorge-Untersuchungen für Babys und Kleinkinder werden ebenfalls teilweise aufgehoben: Beginnend bei der U6, die eigentlich zwischen dem zehnten und zwölften Lebensmonat stattfinden soll, gelten die fixen Intervalle vorübergehend nicht mehr. Eltern können diese nach Rücksprache mit dem Kinderarzt zu einem späteren Zeitpunkt nachholen.

Keine Änderungen gibt es bei den früheren Untersuchungen U2 bis U5. Dies wäre aus medizinischer Sicht nicht sinnvoll.

Hebammen-Versorgung auch per Telefon oder Videokonferenz

Aufgrund der aktuellen Einschränkungen und Risiken durch das Coronavirus, gibt es nun auch im Bereich der Hebammenversorgung eine vorübergehende Vereinbarung zur Sicherstellung der Versorgung.

Die folgenden Änderungen gelten bis zum 31. Dezember 2021:

Vorgespräch in der SchwangerschaftErbringung auch per Kommunikationsmedium zulässig
Individuelles Vorgespräch über Fragen der Schwangerschaft und GeburtErbringung auch per Kommunikationsmedium zulässig
Spezifisches Aufklärungsgespräch zum gewählten GeburtsortErbringung auch per Kommunikationsmedium zulässig
Geburtsvorbereitung in der Gruppe sowie Rückbildungskurs in der GruppeDie Teilnahme durch die Versicherte und das Angebot durch die Hebamme an der jeweiligen Kursstunde ist auch bis 31. März 2022 mittels Kommunikationsmedium möglich, die Hebamme organisiert die digitale Lösung
RückbildungskursKönnen bis zum Ende des 12. Monats nach der Geburt abgeschlossen werden, digital bis 31. März 2022 möglich, die Hebamme organisiert die digitale Lösung
WegegeldDie Abrechnung des Wegegeldes für das Aufsuchen der Versicherten ist auf maximal 50 Kilometer begrenzt

Voraussetzungen für die digitale Hebammen-Versorgung

  • Das verwendete Medium muss eine synchrone Kommunikation in Echtzeit ermöglichen (telefonisch oder per Videotelefonie).
  • Die erbrachten Leistungen müssen exakt den Präsenzgesprächen entsprechen.
  • Die Versicherten können wie gewohnt Fragen stellen.
  • Die Versichertenbestätigung kann rückwirkend bis zu 8 Wochen nach Erbringung der Leistung von der Versicherten unterzeichnet werden.
  • Eine Abrechnung von Wegegeld ist bei der Erbringung einer Leistung mittels Kommunikationsmedium nicht zulässig.
  • Eine digitale Lösung wird von der Hebamme bereitgestellt.
  • Das verwendete Medium muss eine synchrone Kommunikation in Echtzeit ermöglichen (Videotelefonie). Der Versicherten dürfen für die Nutzung keine besonderen Kosten entstehen.
  • Die Kurseinheit findet zu der mit allen Teilnehmern vereinbarten Zeit statt.
  • Die Kurseinheit findet als Live-Kurseinheit statt. Eine Aufzeichnung ist nicht zulässig.

Psychotherapie per Videokonferenz und psychische Unterstützung online

Natürlich benötigen psychisch kranke Menschen auch – oder gerade – während der Corona-Epidemie eine psychotherapeutische Versorgung. Um diese ohne Ansteckungsrisiko zu sichern, können ab sofort Therapeuten ihre Patienten auch per Videotelefonie behandeln.

Die neuen Möglichkeiten gelten weiter bis zum 31. Dezember 2021:

Psychotherapeutische Sprechstundeper Videotelefonie möglich
Probatorische Sitzungenper Videotelefonie möglich
Umwandlung von Gruppen- in EinzelleistungenDie Umwandlung der Gruppentherapie im Verhältnis von 100 Minuten Gruppenbehandlung zu 50 Minuten Einzelbehandlung ist ohne Antragstellung bei der Krankenkasse möglich.

Mit Hausarzt+ zur Videosprechstunde statt in die Praxis

BIG-Versicherte, die durch unseren Hausarzt+ Vertrag Anspruch auf besondere Leistungen des Hausarztes haben, können sich nun auch telemedizinisch beraten lassen.

Seit Anfang dieses Jahres ist die Förderung von Videosprechstunden Bestandteil unseres Hausarzt+ Vertrags, der unseren dort eingeschriebenen Versicherten zahlreiche Extraleistungen bei den teilnehmenden Ärzten bietet. Sie brauchen für das neue Angebot lediglich einen internetfähigen Computer (PC, Tablet, Smartphone mit Kamera, Mikrophon und Lautsprecher) – und einen Hausarzt, der schon mitmacht. Alle Leistungen, für die Sie nicht physisch in der Praxis sein müssen, darf er erbringen.

Statt also als potenzieller Virusträger das Praxispersonal und andere Patienten zu gefährden, kann man nun per Videoberatung abklären, ob der Arzt einen Corona-Test, einen Krankenhausbesuch oder einfach ein paar Tage zu Hause ausruhen für sinnvoll hält.

DMP-Teilnahme kann ausgesetzt werden

Für Menschen mit chronischen Erkrankungen hat die Vermeidung einer Ansteckung mit Covid-19 höchste Priorität. Doch verpasste Schulungen und nicht erfolgte Untersuchungsdokumentationen führen nach aktueller Rechtslage zu einer Beendigung der Teilnahme an Disease Management Programmen ( DMP).

Die BIG hat sich gemeinsam mit anderen Krankenkassen nun für eine Sonderregelung stark gemacht: In der Zeit der Corona-Pandemie führen fehlende DMP-Dokumentationen nicht zur Ausschreibung aus dem strukturierten Behandlungsprogramm. Auch die Verpflichtung zur Teilnahme an Schulungen wird ausgesetzt.

Ausnahme: Der koordinierende Arzt entscheidet mit dem DMP-Teilnehmer, ob die Kontrolluntersuchung oder die Schulung unter individueller Abwägung der Risiken notwendig ist.