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Vater hält Baby im Fliegergriff und Mutter unterstützt dabei

Fliegergriff: So vergehen Koliken im Flug

Im Fliegergriff fühlen sich Babys geborgen und sicher und ihr könnt damit gemeinen Koliken vorbeugen. Lest hier, wie der Fliegergriff funktioniert und warum die Position für die Gesundheit, Entwicklung und das Wohlbefinden eures Babys so förderlich ist.

Was ist der Fliegergriff?

Der Fliegergriff ist eine Trageposition und wird so genannt, weil euer Baby quasi auf eurem Unterarm "fliegt". Genaugenommen liegt es bäuchlings, den Kopf Richtung Ellenbogen, während ihr es mit der Hand sanft am Oberschenkel festhaltet.

Welche Vorteile hat der Fliegergriff?

Koliken vorbeugen und mindern

Der Fliegergriff kann Koliken – also Bauchkrämpfen und Blähungen – vorbeugen und bestehende mindern. Die Bauchlage, eure wärmende und weiche Handinnenseite unter dem Bauch und der sanfte Druck auf den Verdauungstrakt bewirken nämlich, dass überschüssige Luft entweicht und dass sich euer Baby entspannen kann.
 

Dreimonatskoliken: Das hilft gegen Koliken bei Babys

Beim Wort Dreimonatskoliken denkt man natürlich sofort, dass ein Säugling unter Bauchkrämpfen leidet und deshalb viel weint und schreit. Allerdings stimmt das nicht ganz, weshalb die Dreimonatskoliken heute eher Regulationsstörung genannt werden, denn:

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Fördert Motorik und Muskulatur

Außerdem fördert der Griff die motorische Entwicklung eures Kindes. So lernt es währenddessen unter anderem sein Köpfchen zu heben, stärkt seine Nacken- und Rückenmuskulatur, trainiert seinen Gleichgewichtssinn und natürlich die Bauchlage. Zudem schützt die Haltung euer Kind vor einer Überstreckung.

Intensiver Körperkontakt

Der Fliegergriff ermöglicht euch einen intensiven Körperkontakt zu eurem Baby und ist gleichzeitig praktisch, weil ihr eine Hand frei habt, sofern ihr ein wenig geübt darin seid, euer Baby mit einem Arm und einer Hand zu tragen. Noch enger und beruhigender wird der Kontakt, wenn ihr euer Kind nur mit einer Windel bekleidet auf euren nackten Unterarm legt.

Fliegend die Welt entdecken

Ein weiterer Vorteil des Fliegergriffs ist, dass euer Baby fliegend die Welt entdecken kann, da es ganz entspannt in eurer Armbeuge liegt und durch den abgewendeten Blick von euch seine Umgebung bestaunen kann.

Perfekt für Väter und Partner*innen

Beim Fliegergriff sind alle Väter beziehungsweise Partner*innen der stillenden Mama im Vorteil, denn in dieser Position suchen Babys nicht nach der Brust und ihr könnt exklusive Zeit mit eurem Wurm genießen und so eure Bindung stärken und Mama kann sich eine kleine Auszeit nehmen. Babys würden wohl das antworten: „An die Brust? Nö, ich flieg lieber ne Runde mit Papa."

Fliegergriff-Schritt-für-Schritt-Anleitung

Wartet nach dem Füttern rund 30 Minuten, damit euer Baby an eurer Schulter aufstoßen und damit quasi die erste „Verdauungsrunde“ abschließen kann. Dann könnt ihr es sanft in eure Armbeuge legen.
  1. Streckt den Arm aus, auf dem ihr euer Baby „fliegen lassen“ wollt. Wahrscheinlich habt ihr dabei einen Lieblingsarm. Achtet allerdings darauf, dass ihr die Arme und damit auch die Position eures Babys abwechselt oder wählt vor allem die Seite, auf der euer Baby seltener liegt, um es vor Fehlhaltungen und Ähnlichem zu bewahren.
  2. Winkelt euren Arm an und legt euer Kind auf dem Bauch mit dem Kopf Richtung Armbeuge sanft darauf. Mit der Hand umgreift ihr dann sanft den Oberschenkel eures Babys.
  3. Legt bei den ersten Fliegergriff-Versuchen die freie Hand auf jeden Fall zur Sicherheit sanft auf den Rücken eures Kindes. Fühlt sich euer Baby wohl und habt ihr etwas Routine, könnt ihr darauf verzichten und habt somit einen Arm und eine Hand frei.
  4. Eigentlich dürfen Beine und Arme eures Babys im Fliegering ganz entspannt herunterhängen. Um nicht zu viel Druck auf die Wirbelsäule auszuüben, sollten die Beine und Füße bei Säuglingen allerdings noch von eurer Hand gestützt werden. Ist euer Baby schon etwas älter, kann es dann ganz entspannt auf eurem Arm ohne Stütze „abhängen“.

Ab wann und wie lange kann man den Fliegergriff anwenden?

Den Griff dürft ihr bereits bei Säuglingen anwenden, solange sie sich auf eurem Arm wohlfühlen. Ihr könnt eure Babys auf eurem Arm positionieren, bis sie euch zu schwer werden oder bis sie die Haltung nicht mehr mögen. Habt ihr Bedenken, könnt ihr natürlich immer eure/euren Kinderärzt*in um Rat fragen.
 

Welche Alternativen gibt es?

Auch wenn der Fliegergriff eurem Baby und euch viele Vorteile bietet, ist er kein Muss. Probiert einfach ganz entspannt aus, ob und wann er eurem Kind zusagt. Wirkt euer Baby eher unzufrieden, unruhig oder weint sogar, könnt ihr versuchen, es sanft und durch kurze „Flugphasen" daran zu gewöhnen. Weint es allerdings viel und wird es durch die Versuche nicht besser, zwingt es nicht und wählt eine andere Haltung. Gleiches gilt für den Fall, wenn euch der Griff zu anstrengend wird. 

Fliegergriff-Alternativen:

  • Legt euer Baby im Sitzen bäuchlings auf euren Oberschenkel.
  • Legt euer Baby mit dem Bauch auf einen Gymnastikball.
  • Setzt oder legt euch bequem hin und positioniert euer Baby bäuchlings auf eurer Brust.

Steigt das Risiko für den plötzlichen Kindstod?

Aufgrund der Gefahr des plötzlichen Kindstods warnen Ärzt*innen und Hebammen vor dem Schlafen in Bauchlage. Beim Fliegergriff habt ihr allerdings die Atmung eures Kindes im Blick und könnt die Bauchlage im Wachzustand üben. Wird die Atmung eures Babys flacher oder schläft es ein, könnt ihr es dann behutsam in Rückenlage ins Bettchen legen oder eine andere Position wählen.
 

Plötzlicher Kindstod: Prävention statt Panik

Nach jahrzehntelanger Forschung lässt sich der plötzliche Kindstod zwar immer noch nicht komplett verhindern, durch mehr Aufklärung über die Risikofaktoren versterben Babys in Deutschland aber immer seltener daran.

Die wichtigsten Tipps
Baby schläft ohne Kissen und Decke auf dem Rücken im Babybett

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