Mann zeigt Daumen hoch nach Impfung

Coronavirus-Impfung

Für alle Erwachsenen, die vor mindestens 3 Monaten ihre zweite Impfdosis gegen Corona bekommen haben, geht es jetzt an die Booster-Impfung, um den Impfschutz komplett zu machen. Mit dem nachgewiesenen Impf-Booster bleibt auch das EU-Impfzertifikat auf dem Smartphone länger gültig.

Wir klären gerne über die Corona-Impfung auf - denn auch für alle, die sich noch gar nicht haben impfen lassen, gilt mehr denn je: Lassen Sie sich jetzt impfen! Ihr Arzt berät Sie bei allen Fragen rund um die Impfung.

Informieren Sie sich hier ausführlich rund um die Corona-Impfung, auch zu aktuellen Themen wie Impfdurchbrüchen, der Auffrischimpfung (Impf-Booster), Virus-Varianten und dem EU-Impfzertifikat auf dem Smartphone. 

#HierWirdGeimpft!

Sie möchten sich impfen lassen? Hier finden Sie alle wichtigen Informationen nach Bundesland sortiert, zehn gute Gründe, sich jetzt impfen zu lassen sowie alle wichtigen Unterlagen, die Sie für Ihren Impftermin benötigen.

Frau mit kleinem Impfpflaster am Arm

Booster-Impfung

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Auffrischimpfung (dritte Impfdosis) allen Erwachsenen. Menschen, ab 18 Jahren, sollten sich mit einem mRNA-Impfstoff boostern lassen (Biontec/Pfizer oder Moderna). Die Empfehlung gilt unabhängig davon, welchen Impfstoff Sie zuvor zur Immunisierung bekommen haben.

Personen unter 30 Jahren und Schwangeren ab dem 2. Schwangerschaftsdrittel empfiehlt die STIKO ausschließlich den mRNA-Impfstoff von Biontec/Pfizer. Für Menschen ab 30 Jahren sind beide mRNA-Impfstoffe gleichermaßen empfohlen.

Auch bei der Auffrischimpfung (Booster) sind besonders gefährdete Menschen bevorzugt zu impfen. Zu diesen Menschen zählen:  

  • Personen ab 70 Jahren
  • Bewohner und Betreute in Einrichtungen der Pflege für alte Menschen
  • Pflegepersonal und andere Tätige mit direktem Kontakt mit den zu Pflegenden in ambulanten, teil- oder vollstationären Einrichtungen
  • Personal in medizinischen Einrichtungen mit direktem Patientenkontakt
  • Personen mit Immundefizienz
  • Personen, die mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson geimpft wurden, zur Optimierung des Impfschutzes

Zeitpunkt der Booster-Impfung

Die Auffrischimpfung soll mindestens drei Monate nach Abschluss der Grundimmunisierung erfolgen. Ausnahmen: Bei schwer immundefizienten Personen, zum Beispiel nach einer Organtransplantation, kann die zusätzliche Impfstoffdosis bereits nach vier Wochen verabreicht werden. Auch Personen, die mit Johnson & Johnson geimpft wurden, können bereits ab vier Wochen nach der Grundimmunisierung eine weitere Impfung mit einem mRNA-Impfstoff erhalten.

STIKO empfiehlt Auffrischimpfung (Booster) für Genesene

Menschen, die vor einer Corona-Impfung eine SARS-CoV-2-Infektion überstanden haben und nach der Erkrankung geimpft worden sind, sollten sich laut STIKO drei Monate nach der vorangegangenen Impfung einen Booster geben lassen.

Personen, die nach einer Corona-Impfung eine SARS-CoV-2-Infektion durchgemacht haben, sollen im Abstand von drei Monaten nach Infektion ebenfalls eine Auffrischimpfung erhalten.

STIKO empfiehlt Schutzimpfung für Kinder 

Vorerkrankte Kinder zwischen fünf und elf Jahren sollten sich mit dem mRNA-Impfstoff von Biontec/Pfizer impfen lassen. Diese Empfehlung spricht die Ständige Impfkommission (STIKO) aus. Gleiches gilt für Kinder selben Alters, die Kontakt zu gefährdeten Menschen (Risikogruppen) haben.

Auf individuellen Wunsch hin, können sich auch gesunde Kinder impfen lassen.  

Kinder zwischen fünf und elf Jahren erhalten zwei Impfungen im Abstand von drei bis sechs Wochen.  

Booster-Impfung im EU-Impfzertifikat

Impfzertifikate der Europäischen Union (EU), in denen lediglich die Grundimmunisierung hinterlegt ist, verlieren nach neun Monaten ihre Gültigkeit. Das hat die EU-Kommission in Brüssel entschieden. Die Regelung tritt am 1. Februar 2022 in Kraft. EU-Impfzertifikate mit eingetragener Booster-Impfung (Auffrischimpfung, 3. Impfung) werden auch nach neun Monaten weiterhin anerkannt.

Das EU-Impfzertifikat besteht aus einem QR-Code, der digital auf das Smartphone eingespielt und dort geprüft werden kann. Das ist zum Beispiel mit der Corona Warn-App möglich. Den QR-Code gibt es in Impfzentren oder Arztpraxen direkt nach der Booster-Impfung. Nachträglich ist er auch in Apotheken gegen Vorlage des Impfnachweises (z. B. Impfpass) und des Personalausweises erhältlich.

Wichtig zu wissen

Wir empfehlen diese Impfung, weil der Nutzen höher ist als damit verbundene Risiken. Dies ist aber keine individualisierte Impfempfehlung. Die Impfentscheidung treffen Sie gemeinsam mit Ihrem Arzt, der Sie zu allen Fragen berät.

BIG Gesundheitstelefon

Ganz egal, welche Fragen Sie rund um Ihre Gesundheit haben: Die Berater der Medical:Contact AG nehmen sich Zeit, besprechen mit Ihnen gemeinsam Ihre Situation und geben konkrete Tipps, die Ihnen auch im Alltag weiterhelfen. Das Gesundheitstelefon ist für Sie rund um die Uhr kostenfrei nutzbar.

Profilansicht von Mitarbeiterin im Call Center

Impfstoffe und Wirksamkeit

Die Corona-Impfung schützt vor allem vor einem schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf. Außerdem hilft jede Corona-Impfung, die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Jeder, der sich impfen lässt, schützt also sich selbst und die eigene Familie, Freunde und die Gemeinschaft.

Die Impfstoffe gegen Covid schützen sehr wirksam vor einem schweren Verlauf der Krankheit, sie schützen aber nicht 100 Prozent vor einer Ansteckung. Deswegen können auch Geimpfte an Covid erkranken. Geimpfte Personen haben in der Regel nur leichte Symptome oder häufig gar keine Symptome. 

Das hängt vom Alter der Menschen und weiteren Faktoren wie zum Beispiel der vorherrschenden Virus-Variante ab. Aktuelle Studien zeigen aber, dass 3 Monate nach der zweiten Impfung vor allem bei älteren und vorerkrankten Menschen der Schutz abnimmt. Daher wird nun besonders den Risikogruppen eine dritte Impfung, die sogenannte Booster-Impfung empfohlen.

Die STIKO hat den Zeitraum zwischen der Grundimmunisierung (1.+ 2. Impfung) und dem Booster (3. Impfung) von 6 auf 3 Monate reduziert.

 

Gegen Corona werden derzeit überwiegend mRNA-Impfstoffe eingesetzt. mRNA steht für Boten-Ribonukleinsäure. Die Impfstoffe enthalten Genabschnitte der Coronaviren. Nach der Impfung bilden sich im Körper Proteine, die das Immunsystem zu einer Antikörperbildung animieren. Das ist eine neuartige Technologie, die die körpereigene Immunantwort stimuliert. In der Zwischenzeit sind auch zwei Vektorimpfstoffe zugelassen worden. Sie basieren auf Erkältungsviren, die genetisch so verändert sind, dass sie Menschen nicht gefährden. Die Erkältungsviren dienen als Transportmittel (Vektor) für Teile des Erbgutes von Coronaviren. So kann die menschliche Immunabwehr für echte Coronaviren trainieren.  

Für die dritte Impfung, den sogenannten Booster, empfiehlt die STIKO allen Menschen ab 18 Jahren einen mRNA-Impfstoff. Wer unter 30 Jahre alt ist, bekommt den Impfstoff von Biontec/Pfizer. Ab 30 Jahren kommen beide mRNA-Impfstoffe gleichsam zum Einsatz. Schwangere im 2. Schwangerschaftsdrittel erhalten ebenfalls den mRNA-Impfstoff von Biontec/Pfizer.

Kinder werden ausschließlich mit dem mRNA-Impfstoff von Biontec/Pfizer geimpft. Er ist zudem speziell für Kinder und Jugendliche dosiert. 

Die europäische Arzneimittelbehörde EMA hat im Dezember 2021 ein fünftes Vakzin zugelassen. Es handelt sich um einen proteinbasierten Impfstoff. Grundlage des Impfstoffes ist ein künstlich hergestelltes Spike-Protein. Das Spike-Protein dockt als Bestandteil des Corona-Virus an Körperzellen an. Es wird direkt injiziert. Nach der Impfung nimmt der Körper die Proteinpartikel als Eindringlinge wahr. Das Immunsystem schlägt Alarm und bildet Antikörper sowie T-Zellen. Echte Coronaviren werden anhand des Spike-Proteins erkannt und wirksam bekämpft. Das Protein an sich ist harmlos und kann keine Infektion auslösen.   

Die Impfstoffe schützen sehr wirksam vor einem schweren Verlauf von Covid. Es gibt zwar Impfdurchbrüche, also Covid-Erkrankungen trotz Impfung, die Menschen erkranken aber in der Regel nicht schwer.  

Die STIKO empfiehlt die Auffrischimpfung (dritte Impfdosis) allen Erwachsenen (ab 18 Jahren), mit einem mRNA-Impfstoff.

Für Erwachsene ab 30 Jahren sind die beiden mRNA-Impfstoffe von Biontec/Pfizer und Moderna gleichwertig empfohlen.

Menschen unter 30 Jahren sowie Schwangeren im 2. Schwangerschaftsdrittel empfiehlt die STIKO ausschließlich den mRNA-Impfstoff von Biontec/Pfizer.

Besonders gefährdete Personen sollen bevorzugt geimpft werden. Dazu zählen vor allem Menschen mit besonders hohem Infektionsrisiko und diejenigen, die in den entsprechenden Einrichtungen arbeiten:

- Personen ab 70 Jahren

- Bewohner und Betreute in Einrichtungen der Pflege für alte Menschen

- Pflegepersonal und dort Tätige mit direktem Kontakt zu Pflegenden in ambulanten, teil- / vollstationären Einrichtungen

- Personal in medizinischen Einrichtungen mit direktem Patientenkontakt

- Personen mit Immundefizienz

- Personen, die mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson geimpft wurden, zur Optimierung des Impfschutzes

Zeitpunkt der Impfung

Die Auffrischimpfung (Booster) soll drei Monate nach Abschluss der Grundimmunisierung (1.+.2. Impfung) erfolgen. Ausnahmen: Bei schwer immundefizienten Personen, zum Beispiel nach einer Organtransplantation, kann die zusätzliche Impfstoffdosis bereits nach vier Wochen verabreicht werden. Auch Personen, die mit Johnson & Johnson geimpft wurden, können bereits ab vier Wochen nach der Grundimmunisierung eine weitere Impfung mit einem mRNA-Impfstoff erhalten.

STIKO empfiehlt Auffrischimpfung für Genesene

Menschen, die vor einer Corona-Impfung eine SARS-CoV-2-Infektion überstanden haben und nach der Erkrankung geimpft worden sind, sollten sich laut STIKO drei Monate nach der vorangegangenen Impfung einen Booster geben lassen.

Personen, die nach einer Corona-Impfung eine SARS-CoV-2-Infektion durchgemacht haben, sollen im Abstand von drei Monaten nach Infektion ebenfalls eine Auffrischimpfung erhalten.

Anamnesebogen

Das RKI stellt den Anamnesebogen für die COVID19-Impfung als Download zur Verfügung: Jetzt PDF öffnen.

 

Viele, die sich bisher noch nicht haben impfen lassen, haben Sorge, dass die Impfung Nebenwirkungen verursacht oder Langzeitschäden auslöst. Im Zusammenhang mit der großen Zahl an Impfungen weltweit sind zwar einige Nebenwirkungen bekannt, aber die Fälle liegen im sehr niedrigen Bereich.

Diese Nebenwirkungen wurden festgestellt:

Nach der Impfung ist es bei einigen Menschen zu leichten Schmerzen an der Einstichstelle gekommen. Das ist gleichzeitig die häufigste körperliche Reaktion auf die Impfung. Seltener haben die Geimpften über Abgeschlagenheit sowie Kopfschmerzen berichtet. In Einzelfällen ist Fieber aufgetreten.

Im zeitlichen Zusammenhang mit verabreichten Impfungen von AstraZeneca ist es in seltenen Fällen zu Hirnvenenthrombosen (Blutgerinnseln im Gehirn) gekommen. Davon sind überwiegend Frauen unter 55 Jahren betroffen. Die Ständige Impfkommission beim Robert Koch-Institut empfiehlt deshalb, nur noch Menschen über 60 Jahre mit AstraZeneca zu impfen. Die Erkrankung ist bei über 60-Jährigen bislang nicht im Zusammenhang mit der Impfung aufgetreten.

Leiden Sie kurz nach der Impfung mit AstraZeneca an schweren Kopfschmerzen über mehrere Tage hinweg, sollten Sie sich zeitnah ärztlichen Rat einholen. Den Patientenservice der Kassenärztlichen Bundesvereinigung erreichen Sie unter Tel. 116 117.

Junge Menschen, die unter 30 Jahre alt sind, sollen ausschließlich mit dem mRNA-Impfstoff von Biontec/Pfizer geimpft werden. Dies gilt auch für Schwangere im 2. Schwangerschaftsdrittel. Damit möchten die STIKO-Experten Beobachtungen von Herzmuskel- und Herzbeutelentzündungen vorbeugen, die bislang mild verlaufen sind. Auch hier berät Sie der Patientenservice der Kassenärztlichen Bundesvereinigung gerne. Tel. 116 117.   

Bei Impfungen treten die meisten Nebenwirkungen kurz nach der Injektion auf. Daher geht man davon aus, dass Langzeitschäden sehr unwahrscheinlich sind.

Das Paul-Ehrlich-Institut überwacht die Impfstoffe auch nach der Zulassung weiter. So werden seltene Nebenwirkungen und die Verträglichkeit des Impfstoffes langfristig überwacht. Wenn Sie eine Nebenwirkung vermuten, melden Sie diese einfach an: www.nebenwirkungen.bund.de

Für Impfschäden gelten die Regelungen des sozialen Entschädigungsrechts (Bundesversorgungsgesetz – BVG). Liegt bei Ihnen ein Impfschaden vor, so können Sie einen Antrag bei dem zuständigen Versorgungsamt Ihres Bundeslandes stellen. Diese prüfen, ob eine im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung eingetretene gesundheitliche Schädigung durch die Impfung verursacht wurde.

Weitere Informationen:
www.rki.de
www.pei.de

Den besten Schutz bei den mRNA-Impfstoffen bieten zwei Impfungen im Abstand von drei bis sechs Wochen und eine dritte Impfung drei Monate nach der zweiten Impfung.

Menschen, die zuvor zweimal mit AstraZeneca geimpft worden sind, erhalten als Booster-Impfung einen mRNA-Impfstoff. Dieser wird ebenfalls drei Monate nach der Zweitimpfung verabreicht. 

Wer einmalig mit Johnson & Johnson geimpft ist, kann sich bereits vier Wochen nach der Impfung eine Auffrischung mit einem mRNA-Impfstoff geben lassen.  

  

Die mRNA-, Vektor- und Proteinimpfstoffe sind grundsätzlich für Erwachsene (ab 18 Jahren) erprobt und zugelassen worden.

Der mRNA-Impfstoff von Biontec/Pfizer ist zudem für Kinder ab fünf Jahren zugelassen. Er wird dann für Kinder und Jugendliche angepasst dosiert. 

Mit dem mRNA-Impfstoff von Moderna werden aktuell Menschen ab 30 Jahren geimpft. Dies empfiehlt die STIKO, nachdem zuvor vereinzelt Herzmuskel- und Herzbeutelentzündungen bei jüngeren Menschen beobachtet worden sind. Diese sind im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung aufgetreten und zumeist milde verlaufen. 

Der Vektorimpfstoff von AstraZeneca ist durch die EU-Kommission für Erwachsene ab 18 Jahren zugelassen worden. Aufgrund schwerer, aber seltener Erkrankungen (Hirnvenenthrombosen) bei jüngeren Menschen in Deutschland, empfiehlt die Ständige Impfkommission beim Robert Koch-Institut die Impfung nur für über 60-Jährige. Sie können sich weiterhin mit AstraZeneca impfen lassen. Bei Menschen unter 60 Jahren ist die Impfung mit AstraZeneca aktuell ausgesetzt. (Stand: 17.08.2021).

Der Vektorimpfstoff von Johnson & Johnson ist von der EU-Kommission ebenfalls für Erwachsene ab 18 Jahren zugelassen worden. Gleiches gilt für den Proteinimpfsoff des US-Pharmaherstellers Novavax. 

Schwangeren im 2. Schwangerschaftsdrittel empfiehlt die STIKO eine Impfung ausschließlich mit Biontec/Pfizer. (Stand: 30.11.2021)

Impfstoff -- Hersteller -- Altersempfehlung lt. STIKO / EMA ab

mRNA -- Biontec/Pfizer -- 5 Jahren

mRNA -- Moderna -- 30 Jahren

Vektor -- AstraZeneca -- 60 Jahren

Vektor -- Johnson & Johnson -- 18 Jahren

Protein -- Novavax -- 18 Jahren

Die in Deutschland zugelassenen Impfstoffe von Biontech/Pfizer, Moderna, AstraZeneca, Johnson & Johnson sowie Novavax schützen effizient vor einem schweren Verlauf von Covid. Allerdings können sich geimpfte Personen trotzdem anstecken und das Virus weitergeben.

Lassen Sie sich ruhig vor der Impfung ärztlich beraten, welcher Impfstoff für Sie am besten geeignet ist. 

Alle vier zugelassenen Impfstoffe werden in Abhängigkeit vom Alter verabreicht.

Der Impfstoff von Biontech/Pfizer ist ab 5 Jahren seitens der STIKO empfohlen, allerdings speziell dosiert.

Der Impfstoff von Moderna wird aktuell bei Menschen ab 30 Jahren eingesetzt. 

Mit AstraZeneca werden Personen ab 60 Jahren geimpft. 

Johnson & Johnson sowie Novavax werden ab 18 Jahren angewendet. 

Die Experten des Robert Koch-Instituts raten von einer Impfung ab, wenn Allergien gegenüber den Inhaltsstoffen bekannt sind.  

Ja. Die Impfstoffhersteller geben aufgrund der gesammelten Daten an, dass die Impfung gegen mutierte Coronaviren hilft. Die Wirksamkeit der Impfung lässt allerdings mit der Zeit nach, was den Schutz vor besonders starken Corona-Varianten schmälert. Experten halten es jedoch für unwahrscheinlich, dass die Impfung vor mutierten Coronaviren gar nicht mehr schützt.

 

Die mutierten Coronaviren sind ansteckender. Forscher schätzen, dass die Ansteckungsgefahr bei den bekannten Mutationen etwa 50-75 Prozent höher liegt.

Das Viren mutieren ist ein gewöhnlicher Vorgang. Die Coronaviren möchten sich vermehren. Deshalb legen sie Informationen über ihr Erbgut in Zellen ab. Die Zelle kopiert das Erbgut und baut Viren nach. So entstehen neue Coronaviren. In diesem Prozess kommt es regelmäßig zu "Kopierfehlern". Das Erbgut des ursprünglichen Coronavirus wandelt sich. So entsteht eine neue Variante von Coronaviren. Das ist die Mutation.  

In Deutschland wird ein Impfstoff nur dann zugelassen, wenn er alle drei Phasen des klinischen Studienprogramms erfolgreich bestanden hat. Es gab Studien mit mehreren Tausend Probanden. Mindestens zwei Monate nach der zweiten Impfung sind die Inhaltsstoffe gut vertragen worden und sie schützen sicher. Die Teilnehmer werden die nächsten beiden Jahre weiterhin begleitet. Die Beschleunigung der Impfstoffentwicklung ist zum einen damit zu erklären, dass für sie viel Geld investiert wird und damit Studien ohne Zeitverzögerung im großen Stil durchgeführt werden können. Zum anderen überwachen und prüfen die Zulassungsbehörden die Impfstoffentwicklung so schnell es geht. Durch diese Priorisierung können die forschenden Firmen und Labore Zeit sparen und schneller von einer Prüfphase in die nächste gehen. 

Die Entscheidungen rund um den Impfstoff von AstraZeneca zeigen, dass die Zulassungsbehörden auch während des laufenden Impfprozesses achtsam sind. Auf zeitliche Zusammenhänge zwischen Impfungen und Erkrankungen wird schnell reagiert. Der Impfstoff von AstraZeneca wird seit dem 31. März 2021 nur noch an über 60-Jährige geimpft. Für sie ist der Impfstoff laut Experten sehr wirksam und verträglich.

Ähnlich schnell und gezielt haben die Zulassungsbehörden auf beobachtete Herzmuskel- und Herzbeutelentzündungen reagiert. Sie haben dazu geführt, das unter 30-Jährige sowie Schwangere im 2. Schwangerschaftsdrittel ausschließlich mit dem mRNA-Impfstoff von Biontec/Pfizer geimpft bzw. geboostert werden sollen.

Impfstoffe können generell allergische Reaktionen auslösen, so auch die mRNA-, Vektor- und Proteinimpfungen gegen Coronaviren. Für die Sicherheitseinstufung von Impfstoffen ist in Deutschland das Paul-Ehrlich-Institut verantwortlich. Die Experten haben auf Basis der aktuell vorliegenden Daten kein grundsätzlich erhöhtes Risiko für schwerwiegende unerwünschte Reaktionen bei Menschen feststellen können, die unter

- Asthma
- Neurodermitis
 -allergischem Schnupfen
- Bindehautentzündung
- Heuschnupfen
- Hausstaubmilbenallergie

leiden. Sind bei Ihnen nach vorherigen Impfungen allergische Reaktionen aufgetreten, sollten Sie sich vor der Impfung gegen Coronaviren ärztlichen Rat einholen.

Die Experten des Robert Koch-Instituts raten von einer Impfung ab, wenn bei Ihnen allergische Reaktionen gegen Inhaltsstoffe bekannt sind. 

Die Ständige Impfkommission des Robert Koch-Instituts empfiehlt die Impfung für Schwangere, da auch sie bei einer Erkrankung ein Risiko für schwere Verläufe haben.

Im 2. Schwangerschaftsdrittel empfehlen die Experten eine Impfung mit dem mRNA-Impfstoff von Biontec/Pfizer. 

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt stillenden Frauen, sich gegen das Corona-Virus impfen zu lassen. Die Impfung bietet eine sehr gute Schutzwirkung bei Stillenden. Es gibt nach aktuellen Analysen keine Hinweise darauf, dass die Impfung der Mutter in der Stillzeit ungünstige Auswirkungen auf das Kind hat. 

Unter 30-Jährige sollen mit dem mRNA-Impfstoff von Biotec/Pfizer geimpft werden. 

Ja, Kinder können sich gegen das Coronavirus impfen lassen. Die STIKO empfiehlt die Impfung für Kinder ab fünf Jahren, die eine Vorerkrankung haben. Diese Empfehlung erstreckt sich genauso auf Kinder gleichen Alters, die regelmäßig in Kontakt zu gefährdeten Menschen (Risikogruppen) stehen. Auf Wunsch können sich auch gesunde Kinder impfen lassen. Speziell dosiert kommt der mRNA-Impfstoff von Biontec/Pfizer zum Einsatz. 

Für Jugendliche zwischen zwölf und 17 Jahren empfiehlt die STIKO generell eine Impfung mit dem mRNA-Impfstoff von Biontec/Pfizer. 

Bei Impfungen von Kindern und Jugendlichen ist neben der ärztlichen Aufklärung auch eine Zustimmung der Eltern erforderlich.  

Ja, das ist möglich. Bei planbaren Impfungen sollten die Termine mindestens zwei Wochen auseinanderliegen. Die Grippeschutzimpfung bietet einen zusätzlichen Schutz. Das Immunsystem wird gegenüber Coronaviren nicht negativ beeinflusst.

Grundsätzlich: Ja! Nach einer überstandenen Infektion mit Coronaviren ist der Körper für eine gewisse Zeit geschützt. Doch die Antikörper bauen sich im Blut ab. Wie lange der Körper gegen Coronaviren immun ist, kann nicht genau beurteilt werden. Deshalb ist eine Impfung zur Auffrischung des Schutzes sinnvoll. Die Wirksamkeit der mRNA-, Vektor- und Proteinimpfstoffe bleibt gegeben. Die Verträglichkeit auch. Die Ständige Impfkommission beim Robert Koch-Institut empfiehlt eine Impfung gegen Coronaviren wie folgt: 

Menschen, die vor einer Corona-Impfung eine SARS-CoV-2-Infektion überstanden haben und nach der Erkrankung geimpft worden sind, sollten sich laut STIKO drei Monate nach der vorangegangenen Impfung einen Booster geben lassen.

Personen, die nach einer Corona-Impfung eine SARS-CoV-2-Infektion durchgemacht haben, sollen im Abstand von drei Monaten nach der Infektion ebenfalls eine Auffrischimpfung erhalten.

Immer up to date

Auf dem Impf-Dashboard der Regierung und des Robert-Koch-Instituts finden Sie tagesaktuelle Infos rund um die Corona-Pandemie und den Impffortschritt.

Impfstoff gegen Corona