Dos und Don’ts in der Schwangerschaft

Letzte Aktualisierung: 03. März 2026Lesezeit: 5 Minuten
Dos and Don’ts in der Schwangerschaft – den meisten von euch sind sie vielleicht schon bekannt, einige sind heiß diskutiert. Gerade beim ersten Kind geht es jetzt ans Planen: Was brauchen wir? Was kostet was? Was darf ich als Schwangere noch? Und was darf ich nicht mehr? Wir haben für euch ein paar Dos und Don’ts in der Schwangerschaft, die Fragen aufwerfen könnten, zusammengefasst.
Kleinkind, das den Kopf auf den Bauch ihrer schwangeren Mutter legt

Inhalt

Achtet gut auf euch. Euer körperliches und seelisches Befinden spielt in der Schwangerschaft eine zentrale Rolle, für eure eigene Gesundheit ebenso wie für die eures Babys. Alles, was euch in den nächsten neun bis zehn Monaten bewegt, kann Einfluss auf euch beide haben. Wenn ihr euch unwohl fühlt oder das Gefühl habt, dass etwas nicht stimmt, nehmt diese Signale ernst und vertraut eurem Bauchgefühl. Ihr müsst diesen Weg nicht allein gehen. Kümmert euch frühzeitig um Unterstützung, etwa durch einen Geburtsvorbereitungskurs, eine Hebamme sowie eine Ärztin oder einen Arzt, dem ihr vertraut, und entscheidet euch in Ruhe für einen passenden Entbindungsort. So entsteht Schritt für Schritt ein verlässliches Netz, das euch Sicherheit gibt, eure Gesundheit stärkt und euch bei Fragen oder Unsicherheiten begleitet.

Im Folgenden findet ihr die Dos und Don’ts.

Dos und Don’ts in der Schwangerschaft

1. Sport ist kein Mord!

Regelmäßige Bewegung unterstützt werdende Mütter dabei, Kraft und Ausdauer aufzubauen, um das zusätzliche Gewicht besser zu tragen und körperliche Belastungen auszugleichen. Gleichzeitig fördert Sport das allgemeine Wohlbefinden und kann helfen, Stress abzubauen. Die dabei ausgeschütteten Glückshormone tragen zu einem positiven Körpergefühl bei und können Stimmungsschwankungen entgegenwirken.

Wenn ihr bereits vor der Schwangerschaft sportlich aktiv wart, könnt ihr in der Regel damit fortfahren, solange keine gesundheitlichen Gründe dagegensprechen und es sich nicht gerade um Leistungs- oder Extremsport handelt. Auch Sportarten mit hohem Verletzungsrisiko sollten vermieden werden. Geeignet sind vor allem schonende Bewegungsformen wie Walken, Schwimmen, Wassergymnastik, Aqua-Spinning, Schwangerschafts-Yoga oder Bauchtanz. Regelmäßige Bewegung kann zudem dazu beitragen, nach der Geburt schneller wieder in den eigenen Körper zurückzufinden. Rückbildungsgymnastik ersetzt dies natürlich nicht.

Auch die Entspannung darf nicht zu kurz kommen. Meditation mit der Ballonn-App ist zum Beispiel eine einfache und kostenlose Option.

2. Kein Alkohol

Ist Alkohol während der Schwangerschaft unbedenklich? Nein. Alkohol gelangt über das Blut und die Plazenta direkt zum ungeborenen Kind. Ein sicherer Grenzwert existiert nicht. Schon geringe Mengen können die Entwicklung des Babys beeinträchtigen.

Alkoholkonsum in der Schwangerschaft erhöht das Risiko für das fetale Alkoholsyndrom auch Alkohol Embryofetopathie genannt. Betroffene Kinder können unter Wachstumsverzögerungen, geistigen Entwicklungsstörungen, Verhaltensauffälligkeiten sowie Fehlbildungen des Gesichts und des Herzens leiden. Um gesundheitliche Risiken zu vermeiden, wird empfohlen, während der gesamten Schwangerschaft und Stillzeit vollständig auf Alkohol zu verzichten.

Ein Alkoholstopp bereits vor Beginn der Schwangerschaft ist ideal, um Risiken frühzeitig zu reduzieren. Aber auch während der Schwangerschaft wirkt sich jeder alkoholfreie Tag positiv auf die Gesundheit eures Kindes aus.

3. Mit dem Rauchen aufhören

Rauchen in der Schwangerschaft stellt ein erhebliches Gesundheitsrisiko dar. Nikotin und andere Schadstoffe beeinträchtigen die Sauerstoffversorgung des ungeborenen Kindes und können seine Entwicklung nachhaltig schädigen.

Schwangere Frauen, die rauchen, erhöhen das Risiko für Frühgeburten, Fehl- und Totgeburten. Nach der Geburt steigt zudem die Gefahr des plötzlichen Kindstodes¹. Studien zeigen außerdem, dass starkes Rauchen während der Schwangerschaft mit einem erhöhten Risiko für Lippen und Gaumenspalten verbunden ist. Auch Wachstumsstörungen treten bei rauchenden Schwangeren häufiger auf.

Ein Rauchstopp vor Beginn der Schwangerschaft ist ideal, um Risiken frühzeitig zu reduzieren. Aber auch während der Schwangerschaft verbessert jede vermiedene Zigarette die gesundheitlichen Chancen des Kindes. So werdet ihr mit der BIG ganz schnell rauchfrei!

4. Ciao, Koffein!

Im Vergleich zu Alkohol und Zigaretten gelten die Auswirkungen von Koffein als weniger gravierend, dennoch ist auch hier ein bewusster Umgang sinnvoll. Koffein steckt nicht nur in Kaffee, sondern auch in schwarzem Tee, Cola und Energydrinks. Die Studienlage ist nicht in allen Punkten eindeutig, einige Untersuchungen bringen jedoch einen höheren Koffeinkonsum mit einem niedrigeren Geburtsgewicht in Verbindung.

Fachgesellschaften und Gesundheitsbehörden empfehlen daher, den Koffeinkonsum während der Schwangerschaft zu begrenzen². Als Orientierung gelten etwa 200 Milligramm Koffein pro Tag, was ungefähr zwei Tassen Kaffee entspricht. Mengen darüber hinaus werden vorsorglich nicht empfohlen, da ein sicherer Grenzwert nicht eindeutig festgelegt werden kann.

Wer lieber ganz auf Koffein verzichten möchte, kann auf entkoffeinierten Kaffee oder koffeinfreien Tee zurückgreifen. Für Matcha gilt dagegen die gleiche Menge wie für koffeinhaltigen Kaffee.

5. Keine pralle Sonne und Hitze

Es gibt Warnhinweise zu Solarium in der Schwangerschaft und zur Sauna in der Schwangerschaft. Unter anderem wird darauf hingewiesen, dass starke UV-Strahlung mit einem Folsäuremangel in Verbindung stehen könnte, was besonders in den frühen Schwangerschaftswochen relevant ist. 

Unabhängig von den allgemeingültigen und umstrittenen Wirkungen von Sonne, Hitze und Sonnenbank merken viele Schwangere, dass ihre Haut empfindlicher ist und sie zu Sonnenbrand neigen. Daher solltet ihr an sonnigen Tagen viel Sonnencreme verwenden und lieber im Schatten bleiben als in der prallen Sonne zu liegen. Auch solltet ihr darauf achten nicht zu überhitzen und ausreichend Flüssigkeit zu euch zu nehmen. 

Einige Schwangerschaftshormone regen die Pigmentierung an, was dazu führt, dass ihr Pigmentflecken im Gesicht bekommen könnt. Wenn diese Flecken bei euch auftreten, dann wisst ihr, dass eure Haut sehr sensibel geworden ist. Hier findet ihr weitere Infos zur Hyperpigmentierung in der Schwangerschaft.

Mehr Tipps findet ihr in unserem Artikel Schwanger im Sommer.

Werdende Mamas nutzen unser Schwangerschaftsbudget

Was kann ich tun, damit sich mein Baby während der Schwangerschaft gesund und gut entwickelt? Nutzt unser Schwangerschaftsbudget: Das ist ein Budget von 150 Euro für Leistungen wie Folsäure, Eisen oder Antikörper-Tests in der Schwangerschaft, die sonst nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen werden. 


 

Zur Übersicht
Schwangere bereitet Essen in der Küche zu, Gemüse und Obst
Essen, aber richtig: Superfood für werdende Mütter
Welche Lebensmittel solltet ihr in jedem Fall zu euch nehmen? Gibt es so etwas wie “Superfood” für werdende Mamis und inwiefern ist es bedeutsam für die Entwicklung eures (ungeborenen) Babys?
Mehr lesen
Schwangere sitzt auf einem Sofa
Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft: Ursachen und Vorbeugung
Woher kommen Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft und wie könnt ihr sie vermeiden.
Mehr lesen
Verfasst von
BIG Redaktion

Die BIG-Gesundheitsredaktion verbindet journalistisches Know-how mit medizinischem und kommunikativen Fachwissen.