Verschiedene Lakritzsorten

Lakritz in der Schwangerschaft gefährdet euer Baby!

Gelüste in der Schwangerschaft? Sind vollkommen normal und machen ja auch irgendwie Spaß! Allerdings solltet ihr als werdende Mutter auf einige Lebensmittel verzichten, da sie eurem ungeborenen Baby schaden können. Ihr greift gerne zu Süßigkeiten? Gar kein Problem! Eine Ausnahme gibt es dennoch! Eine finnische Studie belegt, dass ihr auf Lakritz in der Schwangerschaft besser verzichten solltet.

Und wieso soll diese süß-salzige Leckerei so schädlich sein?

Kein Lakritz in der Schwangerschaft!

Normalerweise sorgt ein Enzym in der Plazenta dafür, dass euer Baby so wenig Cortisol wie nur möglich abbekommt. Cortisol ist ein Stresshormon und kann in zu hohen Mengen schädlich für euer Baby sein. Das Enzym deaktiviert gewöhnlich rund 90 Prozent dieses Stresshormons. Esst ihr allerdings in größeren Mengen Lakritz, hemmt das darin enthaltene natürliche Süßungsmittel "Glycyrrhizin", das aus der Süßholzwurzel gewonnen wird, das Enzym. Damit steigt das Risiko einer Frühgeburt und Entwicklungsstörungen bei eurem Kind können die Folge sein.

ADHS und Depressionen

Laut einer finnischen Beobachtungsstudie aus dem Jahr 2017 kann Lakritz - beziehungsweise Süßholzwurzel - in der Schwangerschaft die kognitiven Fähigkeiten eures Kindes einschränken. So kann zum Beispiel die Konzentrationsfähigkeit (ADHS) negativ beeinflusst werden. Darüber hinaus konnte bei Kindern, deren Mütter viel Lakritz in der Schwangerschaft gegessen haben, ein schlechterer Wortschatz und eine schlechtere Gedächtnisleistung festgestellt werden. Zudem kamen Mädchen Lakritz essender Mütter in der Schwangerschaft früher in die Pubertät und der Intelligenzquotient im Jugendalter fiel durchschnittlich um bis zu sieben IQ-Punkte schlechter aus. Auch seelische Erkrankungen wie etwa Depressionen werden mit dem Verzehr von Lakritz in der Schwangerschaft speziell bei Mädchen häufiger in Verbindung gebracht.